Paderborn Paderborns Basketballer hoffen in Hamburg auf eine Überraschung

Der Neuzugang des Zweitligisten Paderborn will beim Gastspiel in Hamburg seine wahren Qualitäten aufzeigen

Jochem Schulze

Paderborn. Armani Cotton kann seinen zweiten Auftritt in einem Pflichtspiel der Uni Baskets Paderborn kaum abwarten. Wenn das Team von Uli Naechster an diesem Samstag ab 19.30 Uhr bei den Hamburg Towers aufläuft, will der Neuzugang unbedingt eine bessere Leistung abliefern als noch vor einer Woche. Da war dem US-Amerikaner bei der Paderborner 67:83-Heimniederlage zum Zweitliga-Saisonauftakt gegen die Crailsheim Merlins nicht ein erfolgreicher Wurf aus dem Feld gelungen. "Ich habe die ganze Woche an nichts anderes gedacht", sagt der Yale-Absolvent, der am Sonntag seinen 26. Geburtstag feiert. Ob er sich mit einem Sieg an der Elbe ein vorzeitiges Geschenk machen kann, bleibt aber abzuwarten. Denn die weiterhin von dem früheren Paderborner Hamed Attarbashi betreuten Towers stellen ein gutes Team. Die Hanseaten gewannen am ersten Spieltag bei den Hanau Wild Wings mit 70:58 und lieferten dabei ein Beispiel ihrer guten Verteidigungsarbeit ab. "Hamburg agiert sehr defensivorientiert und übt früh Druck auf den Ball aus", weiß auch Uli Naechster. Paderborns Coach denkt nur ungern an die beiden jüngsten Gastspiele bei den Towers zurück. Die Baskets waren jeweils chancenlos geblieben. Nun hofft Naechster jedoch auf eine Überraschung. "Wir sind noch in einer frühen Phase der Saison. Das Team, das zuerst seinen Rhythmus findet, besitzt gute Chancen auf den Sieg", erklärt der Cheftrainer. Der schöpft aus dem ordentlichen dritten Viertel gegen Crailsheim Mut. "Da haben wir gute Ansätze gezeigt", sagt Naechster. Der 34-Jährige kann gegen die tief besetzte und insgesamt sicher deutlich routiniertere Towers-Mannschaft auf sein komplettes Aufgebot zurückgreifen. Auch Luca Kahl, der gegen die Merlins nur drei Minuten spielte, ist ohne Einschränkungen fit. Allerdings werden die Baskets-Erfolgschancen nicht unbedingt von der Leistung des jungen Eigengewächses abhängig sein. Vielmehr muss sich neben Cotton, bei dem die ihm zugedachte Rolle als sechster Mann ins Kalkül gezogen werden kann, auch Thomas Cooper unbedingt steigern. Der als Starter und konstanter Scorer vorgesehene Guard enttäuschte gegen Crailsheim auf ganzer Linie.

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