Neuzugang: Devonte Brown (l.) ist von Sloboda Tuzla zu den Uni Baskets Paderborn gewechselt und trägt als Playmaker nun große Verantwortung. - © Marc Köppelmann
Neuzugang: Devonte Brown (l.) ist von Sloboda Tuzla zu den Uni Baskets Paderborn gewechselt und trägt als Playmaker nun große Verantwortung. | © Marc Köppelmann

Paderborn Paderborns Playmaker ist ein Mann der klaren Worte

Basketball: Devonte Brown ist Paderborns neuer Playmaker und nimmt nach der Auftaktniederlage sich selbst und die Mitspieler in die Pflicht

Jochem Schulze

Paderborn. Devonte Brown hat am Samstag sein Debüt im deutschen Profibasketball gefeiert. Der US-Amerikaner verlor mit den Uni Baskets Paderborn zum Auftakt der neuen Zweitligaserie gegen die Crailsheim Merlins mit 67:83. Brown war der beste Spieler des Verliererteams und nach der Niederlage unglücklich. Da waren ihm auch die guten persönlichen Statistiken kein Trost. "Wir müssen besser verteidigen. Und das über komplette 40 Minuten und auch in jeder möglichen Verlängerung", forderte der 25-Jährige und nahm sich auch selbst mit in die Pflicht. "Ich war in der Defensive nicht wirklich gut und bin auch manchmal nicht schnell genug zurückgekommen", gab der 1,88-Meter-Mann zu. Und sprach einen Umstand an, den auch Paderborns Cheftrainer Uli Naechster in der Vorbereitung mehrfach thematisiert hatte. "Wir hatten letztlich nur ein gutes Viertel. Wenn wir in dieser Liga bestehen wollen, müssen wir aber in allen Vierteln konzentriert bei der Sache sein", erklärte der Aufbauspieler. Der absolviert in Paderborn nun seine zweite Profistation. Nach vier Jahren bei den Sycamores der Indiana State University hatte Brown in der Vorserie beim bosnischen Erstligisten Sloboda Tuzla erste Europaerfahrungen gesammelt. Dort war er allerdings zumeist als Rollenspieler gefragt. Bei den Uni Baskets Paderborn genießt der Pointguard nun aber neue Freiheiten. "Devonte kann das Spiel ordnen und auch selber scoren", hatte Naechster nach der Verpflichtung über Brown gesagt. Der kam dem zweiten Auftrag nach und erzielte mit sehr ordentlichen Quoten (9/18 Feldwürfe, 5/6 Freiwürfe) 24 Topscorerpunkte. Zudem zog er fünf Fouls und holte acht Rebounds. Als ordnende Hand aber konnte sich der Neuzugang noch nicht wirklich betätigen. In der Paderborner Offensive lief gegen physisch präsente Merlins noch nicht viel zusammen. "Da müssen wir dran arbeiten", befand Brown und machte für das nächste Spiel im Sportzentrum gegen Nürnberg am Samstag, 7. Oktober, eine klare Ansage: "Das hier ist unsere Heimhalle. Die gilt es zu verteidigen."

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