Heimvorteil: Die PSC-Spieler Raphael Kandra (vorne) und Simon Rösner testeten den Glascourt im Ahorn bereits ausgiebig. - © Marc Köppelmann
Heimvorteil: Die PSC-Spieler Raphael Kandra (vorne) und Simon Rösner testeten den Glascourt im Ahorn bereits ausgiebig. | © Marc Köppelmann

Paderborn Squash-Europa-Cup in Paderborn

Im Paderborner Ahorn-Sportpark wird heute Abend das Europapokal-Turnier eröffnet. Morgen erfolgen die ersten Aufschläge. PSC-Teams zählen zu den Favoriten

Frank Beineke

Paderborn. Norman Farthing hat derzeit viel Stress. Tägliche Arbeitszeiten von mehr als zwölf Stunden sind eher die Regel als die Ausnahme. Denn als Turnierdirektor der „30. European Club Championships" (ECC) hat der Geschäftsführer des Paderborner Squash Clubs (PSC) alle Hände voll zu tun. Heute um 19.30 Uhr wird Farthing aber zumindest kurz inne halten. Dann nämlich wird das Europapokal-Turnier im Paderborner Ahorn-Sportpark feierlich eröffnet. Den 13 Herren- und 9 Damen-Teams aus 14 Nationen werden sich wieder Topbedingungen bieten. In der Halle des Ahorn-Sportparks wurde ein schmucker Vier-Seiten-Glascourt installiert. Steile Tribünen bieten bis zu 600 Zuschauern beste Blicke auf den Court. „Es sieht alles richtig gut aus. Wir erwarten eine tolle Veranstaltung für die Sportstadt Paderborn", sagt PSC-Präsident Andreas Preising und fügt an: „Unser Team hat in den letzten Tagen und Wochen enorm hart gearbeitet. Ich muss allen ein riesiges Kompliment zollen." Die ersten Aufschläge erfolgen im Ahorn-Sportpark morgen um 10 Uhr. Dann werden die PSC-Damen wohl auf Court 6 gegen den finnischen Meister Espoo SRC spielen. Der offizielle Spielplan wird aber erst heute vom europäischen Squash-Verband abgesegnet. Paderborns Herren dürften es in der Vorrunde mit dem SRC Vaduz (Liechtenstein) und Roslagen Stockholm zu tun bekommen. Diese Partien sind für das Team um Ali Farag, Simon Rösner, Raphael Kandra, Tim Garner, Lennart Osthoff und Lucas Wirths nur eine reine Formsache. Doch spätestens ab dem Halbfinale warten auf den Titelverteidiger von der Pader dicke Brocken. Größter Konkurrent auf dem Weg zum neunten Europapokal-Triumph dürfte der SC Mülhausen sein. Allerdings muss Frankreichs Meister die Absage des verletzten Spitzenspielers Mathieu Castagnet verkraften. Sportwerk Hamburg, das als deutscher Vizemeister ein ECC-Ticket löste, muss auf den australischen Weltklasse-Akteur Cameron Pilley verzichten. Und so könnte sich auch der englische Meister Colets um Spitzenspieler Daryl Selby zum härtesten PSC-Rivalen aufschwingen. „Für mich ist Colets der Geheimfavorit", sagt Andreas Preising. Für Paderborns Herren gibt es dennoch nur ein Ziel. „Klare Sache: Wir wollen den Titel holen", betont PSC-Akteur Raphael Kandra, dem beim ECC-Turnier eine Schlüsselrolle zukommt. Denn da Paderborns Spitzenspieler Ali Farag (Nr. 5 der Welt) und Simon Rösner (Nr. 11) nicht gleichzeitig zum Einsatz kommen dürfen, wird Kandra in den entscheidenden Partien an Position zwei aufschlagen. „Ich bin bereit. Die Vorbereitung ist abgeschlossen. Ich bin wieder voll im Turniermodus", sagt Kandra und ergänzt: „Das wird hier wieder ein geiles Event, auf das wir uns riesig freuen." Mit der grandiosen Team-Weltmeisterschaft 2011 hat der Paderborner SC die Messlatte jedoch enorm hoch gelegt. „Der Schatten der WM ist lang. Aber das hier soll eher eine Mini-WM werden – allerdings eine ohne Qualitätsverluste. Wir wollen den Zuschauern etwas bieten", verspricht PSC-Präsident Preising. Die Teams dürfen sich auf zahlreiche Fans freuen. So wurden für die vier Turniertage bereits gut 1.200 Karten verkauft.

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