Gut, aber nicht fehlerfrei: Der Westenholzer Andreas Tölle leistete sich mit L'enfant terrible zwei Abwürfe. - © Marc Köppelmann
Gut, aber nicht fehlerfrei: Der Westenholzer Andreas Tölle leistete sich mit L'enfant terrible zwei Abwürfe. | © Marc Köppelmann

Paderborn Kreisreiterverband Paderborn ist im Teamspringen chancenlos

Ein Trio aus Büren und Salzkotten holt Bronze für den Kreisreiterverband Lippstadt

Christina Hohlweck

Paderborn. "Mit den wenigen Reitern, die uns zurzeit zur Verfügung stehen, haben wir das Beste aus dem Springen gemacht", lautete das Fazit von Markus Beringmeier. Für die Equipe des Paderborner Mannschaftsführers, der dieses das Amt gemeinsam mit Maik Schwarzenberg ausübt, gab es am Samstagabend bei der Janz-Team-Trophy nichts zu holen. Beim Mannschaftsspringen auf dem Paderborner Schützenplatz musste sich die heimische Auswahl im Feld der neun Teams mit Rang sechs zufrieden geben. Ein bisschen freuen durfte sich das heimische Reitervolk trotzdem, denn die kommunalpolitische Heimat der Mannschaft aus Lippstadt, die hinter den Teams aus Herford und Gütersloh zu Bronze galoppierte, liegt eindeutig im Paderborner Land. Schließlich sind Laura Rochell mit "Chacco de Semillly", Jan Kersting und "Castello" sowie Christin Stoll mit "Caprice" in Salzkotten beziehungsweise Büren zu Hause. Exakt zwölf Fehlerpunkte wurden für dieses Trio notiert. Die siegreiche Equipe aus Herford beendete das Springen mit einem Gesamtergebnis von vier Strafpunkten. Gütersloh hatte ebenso wie Lippstadt drei Abwürfe, die in die Wertung einflossen, war im Parcours allerdings schneller unterwegs. Für die Paderborner Mannschaft standen am Ende 32 Fehlerpunkte zu Buche. "Es wurden unheimlich viele Fehler in dem Springen gemacht. Unsere Reiter haben daher trotzdem noch eine gute Leistung gezeigt", lobte Beringmeier seine Schützlinge. Andreas Tölle mit seinem "L'enfant terrible" sowie Caroline Clemens auf ihrem "De Fritz" kassierten dabei jeweils zwei Abwürfe. Markus Engelhard auf "No Shit" und Isabella Nusser mit "Stakki" sammelten 16 beziehungsweise 17 Strafpunkte. "Wir haben zwei sichere Paare in unserer Mannschaft gehabt, die auch fehlerfrei reiten können. Aber es sollte heute einfach nicht sein", urteilte Beringmeier. Zum einen liege es doch an der besonderen Atmosphäre unter Flutlicht. Zum anderen wurde das Mannschaftsspringen als S-Springen ausgetragen. Und nicht zuletzt gab es in den vergangenen Jahren einen personellen Aderlass - sowohl was Topreiter als auch was Toppferde betrifft. "Im vergangenen Jahr hatten wir viele junge Pferde dabei, in die wir Hoffnung gesetzt haben, dass sie das Paderborner Team in Zukunft unterstützen. Doch diese stehen entweder nicht mehr zur Verfügung oder wurden verkauft", bedauerte der engagierte Equipe-Chef. Wie es nun weitergeht, bleibt abzuwarten. Bereits im Januar geht es nämlich eigentlich für die Mannschaft des Kreisreiterverbands Paderborn auf dem Westfalentag in Münster weiter. 2015 hatte die hiesige Springreiter-Equipe dort noch Silber geholt.

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