Sprangen hoch hinaus: Matthias Berenbrinker (Paderborn) und sein "Clint" zeigten, was in ihnen steckt und sicherten sich mit einer schnellen und fehlerfreien Runde den Sieg im Finale um die Sparkassen-Trophy. - © Marc Köppelmann
Sprangen hoch hinaus: Matthias Berenbrinker (Paderborn) und sein "Clint" zeigten, was in ihnen steckt und sicherten sich mit einer schnellen und fehlerfreien Runde den Sieg im Finale um die Sparkassen-Trophy. | © Marc Köppelmann

Paderborn Kränkelnder Lokalmatador reitet in Paderborn zum Trophy-Sieg

Sparkassen-Trophy-Finale: Matthias Berenbrinker sichert sich zum ersten Mal den Sieg auf dem Paderborner Schützenplatz. Jan Kersting glänzt gleichfalls mit Erfolgen

Christina Hohlweck

Paderborn. Vier Tage verbrachte der Paderborner Springreiter Matthias Berenbrinker aufgrund eines grippalen Infekts im Bett. Doch das Sparkassen-Trophy-Finale wollte er sich nicht entgehen lassen. Und somit reiste er mit seinem "Clint" zum finalen Springen der Paderborn Challenge. Das sollte sich auch auszahlen, denn in 42,29 Sekunden und somit mit über einer Sekunde Vorsprung auf seine Konkurrenten Anncathrin Redder (Ahlhausen) und Markus Brinkmann (Herford) setzte er ein deutliches Zeichen und heimste den Sieg ein. "Ich konnte am Freitag schon nicht die Einlaufprüfung reiten. Zum einen, weil ich krank war und zum anderen, weil ich mit meinen Pferden keine Möglichkeit habe, unter Flutlichtbedingungen zu trainieren. Meine Pferde wurden aber longiert und fit gehalten. Ich bin absolut stolz, dass das alles so geklappt hat und ich zum ersten Mal das Finale gewinnen konnte. Ich war schließlich oft im finalen Stechen und habe versucht, zu gewinnen. Heute hat es dann endlich geklappt", resümierte Berenbrinker. "Es war knapp, aber wir waren schnell zum vorletzten Sprung unterwegs", fügte er hinzu. Und genau an diesem Steilsprung entschied sich das Springen, denn hier konnten wertvolle Sekunden gut gemacht werden. Dabei sprach der Paderborner vor allem dem Veranstalter ein besonderes Kompliment aus, denn er sei sehr dankbar, dass die regionalen Reiter ihr Können auf dem internationalen Reitturnier zeigen dürfen. "Ich hoffe, es geht auch in den nächsten Jahren mit dem Turnier so weiter", sagte Berenbrinker. Alles riskiert hatte auch der Bürener Jan Kersting, der auf sein Routinier "Castello" gesetzt hatte. Beide absolvierten den Umlauf als schnellstes Paar. Auch im Stechen legte es Kersting als letzter Starter darauf an, zu siegen. "Ich habe alles versucht, aber leider einen Fehler in der Kombination in Kauf nehmen müssen. Sonst wäre es sicher etwas eng geworden", so Kersting, der seinen Vierbeiner im Anschluss ohne Zeitdruck ins Ziel lenkte. Für Kersting und "Castello" gab es dennoch auf der Paderborn Challenge einen Grund zum Jubeln, denn sie sicherten sich den Sieg in der Einzelwertung des Mannschaftsspringen um die Janz-Team-Trophy und galoppierten mit dem Team Lippstadt zudem in der Mannschaftswertung auf den Silberrang. Ebenfalls gut unterwegs im Trophy-Finale waren der Westenholzer Andreas Tölle und die Delbrückerin Caroline Clemens. Tölles Vierbeiner "L'enfant terrible" kassierte einen Abwurf und platzierte sich somit an neunter Stelle (69,47 Sekunden). Caroline Clemens trug sich ebenfalls in die Platzierungsliste ein und sicherte sich auf "De Fritz" den elften Rang. Die Einlausprüfung der regionalen Tour konnte am Freitagabend Sebastian Holtgräve-Osthues (Büren) für sich entscheiden.

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