Gruppenbild bei Blau-Rot: Die Sieger und Finalisten der Paderborner Tennis-Kreismeisterschaften mit den Turnier-Organisatoren um Dagmar Gruß (hinten r.) und Kreiskoordinator Stefan Leuer (hinten, 3. v. r.). - © Marc Köppelmann
Gruppenbild bei Blau-Rot: Die Sieger und Finalisten der Paderborner Tennis-Kreismeisterschaften mit den Turnier-Organisatoren um Dagmar Gruß (hinten r.) und Kreiskoordinator Stefan Leuer (hinten, 3. v. r.). | © Marc Köppelmann

Paderborn Tennis-Kreismeisterschaften auf der Anlage des Paderborner TC Blau-Rot

Herren A: Henrik Rodenbüsch vom TC Grün-Weiß Paderborn entthront im Finale seinen Teamkollegen 
und ehemaligen Klassenlehrer Björn Berg. Für den 20-Jährigen ist es der erste Titel in der Königsklasse

Frank Beineke

Paderborn. Eigentlich wollte Björn Berg am Samstag zum fünften Mal in Folge den Paderborner Tennis-Kreismeistertitel bei den Herren A gewinnen. Der 39-Jährige war auch ganz dicht dran. Doch in einem hochklassigen und enorm spannenden Finale musste sich der Routinier vom TC Grün-Weiß Paderborn einem jungen Vereinskollegen beugen. So sicherte sich der 20-jährige Henrik Rodenbüsch mit einem 6:7, 6:2 und 10:6-Erfolg auf der Anlage des gastgebenden Paderborner TC Blau-Rot zum ersten Mal den Titel bei den Herren A. Die Enttäuschung hielt sich bei Berg dennoch in Grenzen. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht gratulierte der Seriensieger der vergangenen Jahre seinem jungen Nachfolger. „Henne ist halt schneller und fitter. Er hat mein Spiel heute nicht zur Entfaltung kommen lassen", urteilte der unterlegene Finalist, der erstmals ein Turnier-Match gegen seinen Grün-Weiß-Teamkollegen bestritten hatte. „Wir hatten aber beide damit gerechnet, dass es eng wird", erklärte Berg. „Im Training geht es auch immer sehr knapp zu", ergänzte Henrik Rodenbüsch, der Björn Berg aber nicht nur vom Tennisplatz bestens kennt. Denn als Pädagoge des Reismann-Gymnasiums war Berg einst der Klassenlehrer des neuen Kreismeisters. „Und Björn war mein Mathelehrer in der Oberstufe", so Rodenbüsch, der 2016 sein Abitur meisterte. Nun eifert er als Lehramtsstudent der Uni Paderborn auch beruflich seinem 19 Jahre älteren Vereinskameraden nach. Trotz der fehlenden Routine bewies Rodenbüsch im Finale Nervenstärke. Denn nach einem 0:4-Rückstand schlug Berg im Match-Tiebreak zurück und glich zum 6:6 aus. Rodenbüsch blieb aber cool, zog sein Spiel durch und machte mit vier Punkten in Folge den Sack zu. Erster Gratulant war Basketball-Erstligaprofi Luis Figge. „Luis ist mein Nachbar und mein bester Kumpel", erläuterte Henrik Rodenbüsch, der nächstes Jahr der Gejagte sein wird. Björn Berg will auf jeden Fall zu den Jägern zählen. „Solange ich konkurrenzfähig bin, werde ich auch starten. Nächstes Jahr möchte ich wieder die Jungen ärgern", versprach der 39-Jährige. 2018 werden die Kreismeisterschaften dabei auf der Anlage des Hövelhofer TC Blau-Weiß steigen. Der Paderborner TC Blau-Rot hat die Messlatte hoch gelegt. „Es hat alles super geklappt", bilanzierte Tennis-Kreiskoordinator Stefan Leuer und dankte dem Ausrichter um Blau-Rot-Chef Marc Biermann. „Die Woche ist prima gelaufen. Und die Besucherresonanz am Finaltag konnte sich sehen lassen", resümierte Biermann, der sich zudem über zwei Einzel-Kreismeistertitel für den TC Blau-Rot freuen konnte. Erfolgreichster Verein war aber wieder einmal der TC GW Paderborn. Fünf Titel gingen an den Club vom Fürstenweg. Dennoch war Abwechslung angesagt, denn die neuen Kreismeisterinnen und Kreismeister kommen aus elf Vereinen. Und in den Einzelwettbewerben gab es nicht eine einzige Titelverteidigung.

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