Erlebte ein erfolgreiches Wochenende: Am Sonntag gewann Tobias Weggen (l.) sein Bundesliga-Einzel gegen Janosch Thäsler. Am Samstag hatte er sich den U19-NRW-Titel gesichert. - © Marc Köppelmann
Erlebte ein erfolgreiches Wochenende: Am Sonntag gewann Tobias Weggen (l.) sein Bundesliga-Einzel gegen Janosch Thäsler. Am Samstag hatte er sich den U19-NRW-Titel gesichert. | © Marc Köppelmann

Paderborn Paderborn fährt als Nord-Vizemeister zur DM-Endrunde

Squash-Bundesliga: Paderborns Erste feiert beim Hauptrunden-Finale zwei 3:1-Siege, kann Hamburg aber nicht mehr von Rang eins verdrängen

Frank Beineke

Paderborn. In der Hauptrunde der Squash-Bundesliga Nord hatte die erste Mannschaft des Paderborner SC beide Spiele gegen Sportwerk Hamburg gewonnen. In der Endabrechnung aber haben die Hanseaten dennoch die Nase vorn. Denn da Hamburg am Wochenende seine beiden Spiele gegen Eschweiler und Diepholz jeweils mit 4:0 gewann, konnte die PSC-Erste nicht mehr an den Norddeutschen vorbeiziehen. Der deutsche Meister von der Pader siegte derweil am Samstag in Krefeld mit 3:1 beim SC Turnhalle Niederrhein, um am Sonntag im Ahorn-Squash einen weiteren 3:1-Erfolg gegen Team Cadillac Eschweiler nachzulegen. Paderborns zweite Mannschaft war dagegen in ihren Partien gegen den 1. Bremer SC und Turnhalle Niederrhein chancenlos. Das Hauptrunden-Finale war dabei letztlich ein Spiegelbild der gesamten Saison. Denn da der Bundesliga-Spieltag mit der Qualifikation zu den British Open kollidierte und der PSC zudem einige verletzungsbedingte Ausfälle beklagte, musste bei den Aufstellungen einmal mehr improvisiert werden. "Die Terminplanung ging uns in dieser Saison schon ein wenig auf den Zeiger. Überschneidungen mit dem internationalen Turnierkalender lassen sich zwar nie ganz vermeiden. Aber diesmal gab es fast immer Kollisionen mit großen Turnieren - ob US Open, Tournament of Champions oder British Open", resümiert PSC-Präsident Andreas Preising. Immerhin konnte die erste Mannschaft am Wochenende noch namhaft bestückt werden. Starke Aufstellungen waren auch vonnöten, denn Krefeld und Eschweiler traten in Bestbesetzung an. Die einzigen beiden Einzelniederlagen gingen am Ende auf das Konto von Cederic Lenz, der jedoch auch die schwersten Aufgaben zu meistern hatte. In Krefeld verlor er gegen Ex-Nationalspieler André Haschker. Gegen Eschweiler musste sich Lenz dem starken Belgier Joeri Hapers geschlagen geben. Auch auf Simon Rösner warteten zwei harte Einzel. Beim 3:1 in Diepholz gewann er gegen den Franzosen Mathieu Castagnet (Nr. 19 der Welt). Im Heimspiel gegen Eschweiler folgte am Sonntag ein weiterer Vier-Satz-Sieg gegen den überraschend starken Niederländer Piedro Schweertman. "Ich habe Piedro selten so gut spielen sehen", staunte Rösner. An Position vier punktete derweil gestern Tobias Weggen, der sich am Samstag den Titel des U19-NRW-Meisters gesichert hatte. Die PSC-Reserve ging dagegen am Wochenende komplett leer aus. "Unsere zweite Mannschaft hat natürlich unter den vielen Ausfällen besonders gelitten. Um so bemerkenswerter, dass sie in der Tabelle zwei Teams hinter sich gelassen hat", lobt Andreas Preising. Nun wartet der PSC-Präsident auf die Halbfinal-Auslosung für die Bundesliga-Endrunde in Böblingen (26. und 27. Mai), die in den nächsten Tagen erfolgen soll. Als Gegner kommen Nordmeister Hamburg oder Süd-Champion Worms in Frage. Komplettiert wird das Teilnehmerfeld bei den Herren vom Südzweiten Stuttgart. "Mir ist eigentlich völlig egal, wen wir im Halbfinale bekommen. Wir müssen ohnehin zwei Mal gewinnen, um Meister zu werden. Und das ist unser Ziel", bekräftigt der PSC-Präsident.

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