Die Jüngste: Die elfjährige Melinda Maiwald stammt aus einer echten Tischtennisfamilie. - © Marc Köppelmann
Die Jüngste: Die elfjährige Melinda Maiwald stammt aus einer echten Tischtennisfamilie. | © Marc Köppelmann

Hövelhof TTV-Asse haben viel vor

Hartmut Kleimann

Hövelhof. Der Tischtennisverein aus Hövelhof zieht nach der aktuellen Saison 2016/2017 seine Mannschaft vom Spielbetrieb der 1. Damen-Bundesliga zurück. Ein zu großer organisatorischer Aufwand der Vorstandsmitglieder um Vereinsboss Klaus-Dieter Borgmeier ist der Grund dafür, denn finanziell stand das Bundesliga-Projekt in Hövelhof immer auf mehr als gesunden Beinen. Schon jetzt aber kümmert sich Borgmeier auch verstärkt um den hoffnungsvollen Nachwuchs des Vereins. Der hat jetzt in Person von Mara Lamhardt vom TuS Hiltrup weitere Verstärkung dazu bekommen. Die 14-jährige aus Bocholt gehört zum Oberliga-Kader der Hiltruper. Weil aber doppelte Spielberechtigungen im Tischtennis möglich sind, kann Lamhardt auch für den Nachwuchs des TTV zum Schläger greifen. "Uns fehlte einfach eine vierte, starke Schülerin. Nun haben wir eine klasse Mannschaft beisammen. Ziel ist die Westdeutsche Meisterschaft und die Qualifikation für das Turnier dieser Altersklasse auf Bundesebene", berichtet Borgmeier über die Beweggründe. Lamhardt wird schon am kommenden Wochenende, 28./29. Januar, für den TTV Hövelhof zum Schläger greifen. In Gierath, zwischen Grevenbroich und Mönchengladbach gelegen, werden die westdeutschen Meisterschaften der Schülerinnen und Schüler ausgespielt. Neben Lamhardt sind dann auch die Hövelhoferinnen Sarah Löher (14), Hannah Pollmeier (12) und Melinda Maiwald (11) am Start. Alle aus dem Quartett müssen zunächst am Samstag die Vorrunde spielen, die aber kein Problem darstellen sollte. Am Sonntag geht es dann dort mit dem Achtelfinale weiter. Die "Neue" trifft in der Gruppe drei unter anderem auf Sina Pape aus Bad Driburg, ist aber klare Favoritin auf den Gruppensieg. "Zumindest das Halbfinale sollte für sie drin sein", hat Borgmeier bereits eine kleine Hochrechnung aufgestellt. Sarah Löher spielt in der Gruppe fünf und sollte dort ebenso problemlos durch die Gruppenphase kommen. "Das Erreichen des Viertelfinals ist für Sarah durchaus möglich", hat der TTV-Chef auch bei dieser Spielerin ein klares Ziel mit Luft nach oben ausgemacht, denn an einem guten Tag ist immer alles möglich. Auch Hannah Pollmeier ist in der Gruppe zehn durchaus in der Favoritenrolle, bekommt aber in Person von Medeea Grozav-Marcu vom TuS Sundern-Arnsberg einen dicken Brocken vorgesetzt. Letztgenannte ist die zweitbeste Spielerin des jüngeren Jahrganges und spielt unter anderem auch in der Auswahl des westdeutschen Tischtennisverbandes. "Das ist auch eine richtig Gute", weiß Borgmeier, der seinem Schützling aber trotzdem den Gruppensieg und damit zumindest das Achtelfinale zutraut. Fehlt noch die Jüngste aus dem Hövelhofer Quartett, Melinda Maiwald. Auch sie bekommt mit Alicia Kraft (DJK BW Annen) eine durchaus schwere Aufgabe vorgesetzt. "Die hat sie aber schon einmal geschlagen", setzt Borgmeier auf eine erfolgreiche Wiederholung eines solchen Sieges. Somit sollte auch für Maiwald das Achtelfinale als durchaus realistisches Ziel gelten.

realisiert durch evolver group