Paderborn Uni Baskets verlieren Heimspiel

Basketball: Zweitligist Paderborn unterliegt den Hamburg Towers mit 65:71 (25:26)

Jochem Schulze

Paderborn. Die Serie hält. Hamed Attarbashi, ehemaliger Jugendkoordinator der Paderborn Baskets, hat als Cheftrainer der Hamburg Towers bei der Rückkehr ins Sportzentrum Maspernplatz auch das dritte Spiel gewonnen. Die Hanseaten schlugen die Uni Baskets in einer über weite Strecken mäßigen Partie mit 71:65 (26:25). "Wir haben nicht besonders toll gespielt. Aber der Wille war da", sagte Attarbashi nach einer Begegnung, in der die Gäste letztlich ihre individuelle Überlegenheit in Person von Anthony Canty, Deandre Lansdowne und Enosch Wolf durchgesetzt hatten. Die Paderborner aber, die manchen anderen besser besetzten Gegner in dieser Serie bereits durch ein gutes Zusammenspiel in die Knie gezwungen hatten, brachten ihre eigentliche Stärke viel zu selten zur Geltung. Nur in einem ordentlichen ersten Viertel und bei einem 9:0-Lauf vom 53:61(33. Min.) zum 62:61 (37. Min.) konnten die Baskets als Team überzeugen. Nach einer Towers-Auszeit versuchten sich die Paderborner aber wieder als Einzelkämpfer. Zudem hatte der zuvor unauffällige Lars Kamp zwei richtig gute Szenen. Der Ex-Paderborner versenkte einen Dreier zur Hamburger 64:62-Führung und stahl dann Maxi Kuhle den Ball. Wolf vollendete zum 66:62. Dass der Baskets-Bank dann ein unerklärlicher Wechselfehler unterlief, die Hausherren nur noch einen deutschen Akteur auf dem Feld hatten und ein technisches Foul kassierten, machte die Paderborner Verunsicherung komplett. Hamburg bedankte sich und fuhr nach vier Auswärtsniederlagen in Folge wieder einen Sieg in fremder Halle ein. "Wir haben keinen Rhythmus gefunden", sagte Uli Naechster nach Spielschluss. Der Baskets-Coach konnte Playmaker Chase Adams nach seiner Grippe nur dosiert einsetzen. Matt Vest kassierte bereits nach sechs Minuten sein zweites Foul und blieb unter seiner Normalform. Das traf aber - vielleicht mit Ausnahme von Luca Kahl - auf alle Paderborner zu. Die können sich auf eine harte Trainingswoche einstellen. In der will Naechster erklärtermaßen wieder an den Basics arbeiten.

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