Paderborn Gloger macht kein Gedöns

Basketball: Der Paderborner Power Forward ist der viertbeste Scorer der 2. Liga und lenkt das Augenmerk doch auf das gute Zusammenspiel der gesamten Mannschaft

Jochem Schulze

Paderborn. In diesem Sommer hat die Universität das Namenspatronat für die Paderborner Zweitliga-Basketballer übernommen. Am Sonntagabend, beim Heimspiel gegen das Team Ehingen Urspring, schauten die Spitzen der Hochschule bei den "Patenkindern" vorbei. Und durften sich über eine gute Leistung und den 90:76-Erfolg freuen. In Person von Till Gloger stach ein Student der Uni aus der geschlossenen Mannschaftsleistung noch heraus. Der 23-Jährige, der nach seinem Bachelorabschluss an der University of Maine nun an der Warburger Straße eingeschrieben ist, avancierte mit seinen 23 Zählern bereits zum zweiten Mal in dieser Serie zum Topscorer der Uni Baskets. Und machte nach Spielschluss um seine gute Vorstellung kein großes Gedöns. "Wir spielen als Mannschaft richtig gut zusammen. Das macht es für jeden einzelnen Spieler einfacher", sagte der 2,04-Meter-Mann, der von seinen kleinen (Chase Adams, Matt Vest) und großen (Ivan Buntic, Morgan Grim) Mitspielern immer wieder gut in Szene gesetzt worden war. "Till ist unfassbar effizient" So traf der Reismann-Abiturient, nachdem er zunächst zweimal in Folge den Korb verfehlt hatte, anschließend elf von 13 Zweierversuchen. "Till ist unfassbar effizient. Er spielt unkonventionell und ist deshalb nur schwer zu verteidigen", sagt Coach Uli Naechster über seinen Power Forward, der für die Baskets bereits in den Jahren von 2010 bis 2012 in der U19-Bundesliga konstant gepunktet hatte. Jetzt trifft der gebürtige Bochumer auch in der ProA. In den ersten fünf Partien kommt Gloger auf total 97 Zähler und liegt damit in der Topscorerliste der 2. Liga hinter den US-Amerikanern Chris Alexander (Wohnbau Baskets Essen) und Randal Holt (Dresden Titans) sowie dem Deutsch-Amerikaner Sergio Thomas Kerusch (MBC Weißenfels) auf dem vierten Platz. "Es macht großen Spaß, in dieser Mannschaft zu spielen", betont der ehemalige Leichtathlet und kann den Heimsieg über den insgesamt defensivschwachen Neuling Ehingen richtig einordnen. "Es war wichtig, dass wir diese Partie gewonnen haben. Demnächst kommen auch noch andere Gegner", erklärt Gloger. Der hat sicher auch bereits das Heimspiel gegen die Gladiators Trier an diesem Samstag (19.30 Uhr, Sportzentrum) im Blick.

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