Auf gute Zusammenarbeit: (v.l.) Claus Reinsberger vom Sportmedizinischen Institut, Cheftrainer Uli Naechster, Uni-Vizepräsidentin Simone Probst, Baskets-Präsident Christoph Schlösser, Geschäftsführer Dominik Meyer, Jan-Philip Dübbelde und Luca Kahl haben vor dem Sportzentrum Aufstellung genommen. - © Marc Köppelmann
Auf gute Zusammenarbeit: (v.l.) Claus Reinsberger vom Sportmedizinischen Institut, Cheftrainer Uli Naechster, Uni-Vizepräsidentin Simone Probst, Baskets-Präsident Christoph Schlösser, Geschäftsführer Dominik Meyer, Jan-Philip Dübbelde und Luca Kahl haben vor dem Sportzentrum Aufstellung genommen. | © Marc Köppelmann

Paderborn Uni Paderborn neuer Hauptsponsor der Baskets

Bildung auf der Baskets-Brust

Jochem Schulze

Paderborn. Die Liste ist lang und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Paderborns Profibasketballer liefen im vergangenen Vierteljahrhundert als Bova-, Forbo-, Teamwork-, Schröno-, Digibu-, Webmoebel- und Finke-Baskets auf. In allen Fällen hatte sich ein Wirtschaftsunternehmen die Namensrechte gesichert. Seit gestern und für die kommenden zwei Jahre ist alles anders. Die Universität Paderborn ist mit den Baskets eine strategische Partnerschaft eingegangen. Jetzt werfen die "Uni Baskets" die Körbe. Uni-Vizepräsidentin Simone Probst, Claus Reinsberger als Leiter des Sportmedizinischen Instituts, Baskets-Präsident Christoph Schlösser und Geschäftsführer Dominik Meyer stellten die Vereinbarung gestern im Sportzentrum Maspernplatz vor. Das Baskets-Zweitligateam sowie die U19 (Nachwuchs-Bundesliga) und die U16 (Jugend-Bundesliga) des Klubs tragen in den Spielzeiten 2016/17 und 2017/18 nun einen klangvollen Namen. Und auch viel Verantwortung. "Es ist für uns eine große Ehre und eine riesige Freude, die Universität Paderborn deutschlandweit vertreten zu dürfen", sagte Schlösser. Das Projekt habe alle Beteiligten von Beginn an elektrisiert, betonte der ehemalige Bundesligaspieler und bezeichnete die Hochschule als "Aushängeschild" Paderborns. Simone Probst hob die große Affinität der Universität zum Sport hervor und sah im Sportmedizinischen Institut ein weltweites Alleinstellungsmerkmal. "Wir wollen bundesweit Studierende für ein Studium an unserer Hochschule interessieren. Hier kann durch die Partnerschaft mit den Baskets auf einem neuen Wege hohe Aufmerksamkeit für die Universität erzeugt werden", betonte Probst. In allen Fakultäten habe das Projekt große Unterstützung gefunden. So werde der Wirtschaftswissenschaftler Bernd Frick eine Begleitstudie zur Partnerschaft und zu ihren möglichen Erfolgen bei der bundesweiten Bekanntheit der Uni durchführen. Mit Luca Kahl, der im Herbst ein Studium der Sportwissenschaften beginnt und USA-Rückkehrer Till Gloger, der ein Master-Studium in den Wirtschaftswissenschaften aufnimmt, sind zwei Spieler des Zweitligakaders an der Universität eingeschrieben. Zudem tritt Jan-Philip Dübbelde eine "Bufdi"-Stelle am Sportmedizinischen Institut an. Kahl und Gloger zählen dann zu den aktuell 20.000 Studierenden der Hochschule. Dübbelde ist bald einer von mehr als 2.300 Mitarbeitern. Diese Zahlen sind bekannt. Über die Höhe des finanziellen Engagements der Uni bei den Baskets wurden gestern keine Angaben gemacht. Probst sprach von einem "angemessenen Betrag". Der dürfte dafür ausreichen, dass das Team von Uli Naechster auch in der neuen Serie konkurrenzfähig ist.

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