Wird am Donnerstag wieder spielen können: TuS N-Lübbeckes Kapitän Nils Torbrügge strebt mit seiner Mannschaft einen Sieg an. Foto: Oliver Krato - © Oliver Krato
Wird am Donnerstag wieder spielen können: TuS N-Lübbeckes Kapitän Nils Torbrügge strebt mit seiner Mannschaft einen Sieg an. Foto: Oliver Krato | © Oliver Krato

Lübbecke Nils Torbrügge: "Nur ein Sieg zählt"

Handball: Der Spielführer des TuS N-Lübbecke möchte am Donnerstagabend das Heimspiel gegen den Rangletzten, die Eulen Ludwigshafen, unbedingt gewinnen

Rainer Placke

Lübbecke. Seine persönliche sportliche Zukunft liegt weiter in der ersten Handball-Bundesliga. Nils Torbrügge, Kapitän des TuS N-Lübbecke, hat einen Zweijahres-Vertrag bei der HSG Wetzlar unterzeichnet. Die Wetzlarer haben nichts mit dem Abstiegskampf zu tun, in dem Torbrügge mit seinem aktuellen Arbeitgeber steckt. Und der 25-Jährige weiß selbstverständlich, wie wichtig das bevorstehende Heimspiel gegen den Tabellenletzten Die Eulen Ludwigshafen am Donnerstagabend für den TuS N-Lübbecke ist. „Wir müssen gewinnen", sagt Torbrügge. „Angesichts der Bedeutung dieser Partie vergisst man die Schmerzen" Der Spielführer des Drittletzten hat natürlich am Sonntag registriert, dass der TV Hüttenberg nach dem Sieg bei MT Melsungen mit seiner Mannschaft nach Punkten gleichgezogen hat und dadurch die Spannung im Abstiegskampf noch einmal gestiegen ist. „Aber wir dürfen und müssen nur auf uns schauen. So lange wir es noch selbst in der Hand haben, sollten wir uns genau darauf konzentrieren", sagt Torbrügge, der zuletzt an einem Muskelfaserriss am Bauchmuskel laborierte und beim Auswärtsspiel in Magdeburg nicht zum Einsatz kam. „Es ist zwar noch nicht zu 100 Prozent ausgeheilt, aber das stellt man hinten an. Angesichts der Bedeutung dieser Partie vergisst man die Schmerzen", ergänzt der 25-Jährige, der sich auf eine Körper betonte Auseinandersetzung einrichtet. „In solchen Spielen erhalten der eigene Wille sowie die Einstellung eine große Bedeutung", weiß Torbrügge aus eigener Erfahrung. Zudem ist sich Torbrügge darüber im Klaren, dass „im April und Mai ohnehin die entscheidenden Partie anstehen". 12 Zähler auf der Habenseite Und selbstverständlich hat sich der Kapitän des TuS N-Lübbecke das Restprogramm bis zum 3. Juni intensiv angeschaut. Augenblicklich hat sein Arbeitgeber 12 Zähler auf der Habenseite. „Ich habe schon sehr oft gerechnet, doch letztlich können wir nur die eigene Leistung beeinflussen. Drei der letzten sechs Begegnungen sollten wir aber noch gewinnen. Außerdem haben wir noch das bessere Torverhältnis gegenüber dem TV Hüttenberg, das müssen wir ebenfalls bei unseren restlichen Begegnungen im Blick behalten", ergänzt der 25-Jährige, der zwei der noch fehlenden sechs Punkte am Donnerstagabend mit einem Heimsieg gegen den Tabellenletzten Ludwigshafen holen möchte. Gute Chancen ebenfalls zu punkten sieht er außerdem in den Auswärtsspielen beim VfL Gummerbach oder TBV Lemgo sowie zu Hause gegen den SC DHfK Leipzig. „Ich habe ein gutes Gefühl", verbreitet Torbrügge Zuversicht, wenn er auf den Klassenerhalt angesprochen wird. "Wir reden ohnehin sehr viel miteinander" Neben einer starken kämpferischen Leistung („Das muss die Grundlage sein") erwartet der Lübbecker Spielführer auch die „notwendige taktische Disziplin im Angriff, um Ludwigshafen auf Distanz zu halten". Seine Rolle als Kapitän hat er in den vergangenen Tagen ausgefüllt wie immer, „Wir reden ohnehin sehr viel miteinander und wissen um die Bedeutung der Partie", sagt Torbrügge, der nach dem Training noch den Grill bedienen wird, um mit der Mannschaft auf Jens Bechtloffs Geburtstag (der Linksaußen wurde gestern 32 Jahre jung) anzustoßen und sich gemeinschaftlich auf das Schlüsselspiel im Kampf um den Klassenerhalt einzustimmen. „Auch wenn wir am Ende einen schmutzigen Heimsieg mit nur einem Tor Unterschied einfahren, wäre ich damit zufrieden. Die Hauptsache ist es dieses Spiel am Donnerstagabend zu unseren Gunsten zu entscheiden", so Nils Torbrügge abschließend.

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