Allen Widerständen getrotzt: Wehes Kreisläufer Andre Ihlenfeld setzt sich in dieser Situation gegen drei Bielefelder durch. Foto: Stefan Pollex - © Stefan Pollex
Allen Widerständen getrotzt: Wehes Kreisläufer Andre Ihlenfeld setzt sich in dieser Situation gegen drei Bielefelder durch. Foto: Stefan Pollex | © Stefan Pollex

Lübbecke Hoch geführt, dann gezittert, aber ins Ziel gerettet

Handball-Landesliga: TuS SW Wehe landet einen 23:20-Sieg gegen die TSG Altenhagen-Heepen II. TuS Gehlenbeck verliert 25:27 beim HCE Bad Oeynhausen

Sven Rathke

Hohe Führung, dann gezittert und sich am Ende ins Ziel gerettet. Der 23:20-Sieg des Handball-Landesligisten TuS Wehe über TSG Altenhagen-Heepen glich einer Berg- und Talbahn. „Es war seit langer Zeit das erste Mal, dass wir uns die obligatorischen zehn Schwächeminuten genommen haben“, war Christian Wiegmann, der für den Rest der Saison auf Kapitän Steffen Lohmeier (Mittelhandbruch) verzichten muss, trotz des zehnten Saisonsieges nicht wirklich zufrieden. Ganz andere Probleme hat der TuS Gehlenbeck. Beim 25:27 in Bad Oeynhausen vermisste Sascha Kleffmann einmal mehr Cleverness in der Schlussphase. TuS SW Wehe – TSG Altenhagen-Heepen II 23:20 (12:7). „Letzte Woche haben wir besser gespielt und verloren“, wunderte sich Christian Wiegmann nach einem zwischenzeitlichen Aussetzer seiner Mannschaft. Dabei hatte Wehe den Tabellennachbarn lange vollkommen im Griff gehabt. Gestützt auf einen gut aufgelegten Steffen Giese im Tor, ließ die Abwehr der Hausherren wenig zu und hielt den Gast bei sieben Toren. Altenhagen konnte gleich nach Wiederbeginn auf 12:9 verkürzen, fand aber weiter kein Mittel gegen den Deckungsverband Wehes. Dazu hielt Giese weiterhin jeden zweiten Wurf der TSG. Über Über 15:10 (37.) und und 18:12 (48.) schienen die Gastgeber einem ungefährdeten Sieg entgegenzustreben, ehe Abwehrumstellungen Altenhagens (4+2 Abwehr, Manndeckung gegen Jonas Bruhn) den Lauf Wehes jäh stoppten. Dazu kam eine rote Karte gegen Thorben Knost, nachdem er einen Konter der TSG unsanft gestoppt hatte. Die Gäste holten Tor um Tor auf und erzielten knapp vier Minuten vor Abpfiff den 19:19-Ausgleich. „Die Mannschaft war völlig nervös und hat die Bälle nur noch weggeworfen“, schilderte Christian Wiegmann. 20 Sekunden nach dem Ausgleich brachte Andre Ihlenfeld Wehe mit dem 20:19 wieder auf Kurs, Matthias Clemens und Felix Bruhn (2) legten schließlich das 23:19 nach und beruhigten die Nerven der Gastgeber. TuS SW Wehe: Giese, Hartlage; Knost (1), Wegner (4), D. Thielemann, J. Thielemann, F. Bruhn (3), Hensel, J. Bruhn (3), Clemens (9/3), A. Ihlenfeld (2), Schwacke (1). HCE Bad Oeynhausen – TuS Gehlenbeck 27:25 (12:13). Sascha Kleffmann hatte sich auf das Wiedersehen mit mehreren alten Bekannten aus Hüllhorster Tagen gefreut, seine Mannschaft sich um ein Haar mit einem Punktgewinn belohnt. „Ein Unentschieden wäre verdient gewesen und ich hätte sehr gerne was mitgenommen“, bekannte er. Kurz vorher hatte es durchaus vielversprechend für die Gäste ausgesehen. Gehlenbeck war dem Tabellenvierten mindestens ebenbürtig, legte nach der Halbzeitführung im zweiten Durchgang stellenweise vor und hielt die Partie bis zum 25:25 nach 58 Minuten vollkommen offen. Nachdem man in der Deckung „geschlafen“ (Kleffmann) hatte, legte Oeynhausen vom Kreis das 26:25 vor, im Gegenzug leistete sich der vorher starke Justin Penner einen Fehlpass, der mit der Entscheidung bestraft wurde. „Justin hat uns vorher mit seinen sieben Toren im Spiel gehalten, deshalb kein Vorwurf“, meinte Kleffmann. TuS Gehlenbeck: Esau, Reinermann; Meistrell (4/4), Hucke (4), von der Ahe, Grotefeld, D. Penner (4), J. Penner (7), Schäfer, Hölscher (1), Wittkötter (1), Sontberg (4/1).

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