Die zwei Matchwinner: Hüllhorsts Torhüter Jan-Philipp Schnute umarmt Linkshänder Paul Reichelt nach dem überraschenden 24:21-Sieg bei Tabellenführer Lit Tribe Germania II. Foto: Stefan Pollex - © Stefan Pollex
Die zwei Matchwinner: Hüllhorsts Torhüter Jan-Philipp Schnute umarmt Linkshänder Paul Reichelt nach dem überraschenden 24:21-Sieg bei Tabellenführer Lit Tribe Germania II. Foto: Stefan Pollex | © Stefan Pollex

Lübbecke HSG Hüllhorst sendet Lebenszeichen

Handball-Verbandsliga: Überraschenden 24:21-Sieg bei Tabellenführer Lit Tribe Germania II gelandet. TuS Nettelstedt II kassiert eine unglückliche 30:31-Niederlage beim CVJM Rödinghausen

Rainer Placke

Die HSG Hüllhorst hat im Abstiegskampf der Handball-Verbandsliga ein Lebenszeichen gesendet: mit dem 24:21-Sieg bei Tabellenführer Lit Tribe Germania II und der zeitgleichen Niederlage der HSG Porta konnte der Abstand auf den drittletzten Platz auf drei Zähler verkürzt werden. Der TuS Nettelstedt II kam gestern Abend beim CVJM Rödinghausen xxxx. Lit Tribe Germania – HSG Hüllhorst 21:24 (9:11). „Das letzte Mal habe ich in der C-Jugend beim TuS Gehlenbeck so getroffen, weil ich die Siebenmeter werden durfte“, freute sich Hüllhorsts Torhüter Jan-Philipp Schnute nach dem überraschenden Erfolg beim Tabellenführer. Schnute hatte maßgeblichen Anteil an diesem Sieg, denn er hielt nicht nur hervorragend, sondern markierte auch drei Treffer gegen die oft mit einem siebten Feldspieler agierenden Hausherren – unter anderem war er zum 20:19 und 20:20 (54.) erfolgreich. „Das letzte Mal habe ich in der C-Jugend beim TuS Gehlenbeck so getroffen“ Zu diesem Zeitpunkt drehten die Hüllhorster eine abwechslungsreiche Partie, die sie anfangs deutlich dominiert und dabei eine höhere Führung verpasst hatten. Sechs Mal verfehlten die Schützlinge Lars Halstenberg das leere Lit-Gehäuse, außerdem ließ man drei Siebenmeter aus. Und so schaffte der Spitzenreiter beim 16:16 den ersten Ausgleich, beim 17:16 durch Grote (44.) die erste Führung und lag wenig später sogar mit 20:17 (50.) vorne. Doch die Hüllhorster bewiesen anschließend eine tolle Moral und drehten den 20:21-Rückstand. Paul Reichelt traf zum 21:21, dem Jan-Philipp Meyer das 21:22 folgen ließ. Nochmals Reichelt sowie Jonas Bartsch machten dann den Deckel drauf. „Wir haben uns endlich wieder einmal belohnt. Das sollte uns Rückenwind für die restlichen vier Heimspiele geben“, freute sich Linkshänder Jonas Bartsch nach dem unerwarteten Triumph. „Die Deckung war herausragend, kämpferisch geht es nicht besser“, ergänzte Kapitän „Siggi“ Kreft. HSG Hüllhorst: Schnute, Stöver; Meyer (2), Reichelt (4), Kleffmann (1), Tiemann (2), Bartsch (6/2), Röthemeier, Blomenkamp (1), Kreft (3), Grabein, Heidenreich (1), Hodde (1). CVJM Rödinghausen – TuS Nettelstedt II 31:30 (16:14). Nettelstedts Trainer Sebastian Redeker und seine Spieler waren untröstlich, denn mit dem letzten Wurf in der letzten Sekunde der Partie von Lukas Reese war die knappe Niederlage besiegelt. „Wir haben Protest eingelegt, weil der Treffer nach einer falsch ausgeführten schnellen Mitte gefallen ist“, ärgerte sich Sebastian Redeker, der seiner Mannschaft einen „tollen kämpferischen Auftritt“ attestierte. Zuvor hatte sich eine Partie auf Augenhöhe entwickelt, in der Chris Byzynski acht Sekunden vor dem Ende mit seinem neunten Treffer für das 30:30 gesorgt hatte. Die Nettelstedter erwischten den besseren Start und legten bis zum 4:5 immer vor. Anschließend übernahmen die Hausherren das Kommando und setzten sich zwischenzeitlich auf 12:9 ab und lagen bis zum 14:12 vorn. Die Mannschaft Sebastian Redekers schaffte den Ausgleich zum 14:14, kassierte aber kurz vor dem Wechsel noch zwei Gegentore. Nach dem Seitenwechsel setzte sich die total ausgeglichene Begegnung fort, ehe es zu dem furiosen Finale mit dem aus Nettelstedter Sicht unglücklichen Ende kam. TuS Nettelstedt II: M. Schröder, Wesemann; Mündemann (6), Schmidt (1), Kruse (1), Steinhauer, Schirge (2), Oevermann (3), Pohnke (2), Glöckner (5/1), Byczynski (9/2).

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