Knappe Niederlage: Armin Hensel, Trainer der Weher Verbandsliga-Frauen, zog mit seiner Mannschaft im Auswärtsspiel bei Eintracht Oberlübbe mit 17:18 den Kürzeren. Foto: Stefan Pollex - © Stefan Pollex
Knappe Niederlage: Armin Hensel, Trainer der Weher Verbandsliga-Frauen, zog mit seiner Mannschaft im Auswärtsspiel bei Eintracht Oberlübbe mit 17:18 den Kürzeren. Foto: Stefan Pollex | © Stefan Pollex

Lübbecke TuS Wehe ist kaum noch zu retten

Frauenhandball-Verbandsliga: TuS Nettelstedt kassiert eine heftige 18:38-Niederlage bei Vorwärts Wettringen

Sven Rathke

Neben schwachen Auftritten trugen auch unglückliche Niederlagen dazu bei, dass Aufsteiger TuS Wehe die Frauenhandball-Verbandsliga nach nur einem Jahr wohl wieder verlassen muss. Eine weitere aus dieser Kategorie kassierten die Schwarz-Weißen bei Eintracht Oberlübbe. „Ein Unentschieden wäre verdient gewesen, auch ein Sieg war möglich, aber dafür hätten wir unsere Chancen besser verwerten müssen“, bedauerte Trainer Armin Hensel die 17:18-Niederlage. Der TuS Nettelstedt ging gestern in Wettringen unter. Eintracht Oberlübbe – TuS SW Wehe 18:17 (11:9). Bei den Gästen hatte man sich vorgenommen nach den zuletzt schlechten Spielen eine Reaktion zu zeigen. „Die Mannschaft war wie ausgewechselt“, konnte Armin Hensel zufrieden vermelden. „Wir wollten endlich wieder auf Verbandsliganiveau agieren. Das ist uns besonders in der Deckung gelungen“, fügte der Weher Trainer hinzu. Zwar lief Wehe schnell einem Rückstand hinterher, ließ sich aber von einem 0:2 (2.), 2:5 (11.) und 4:7 (16.) nicht entmutigen. Sarah Jurczyk brachte ihre Farben mit einem Doppelpack auf 7:8 (23.) heran, bis zur Pause ließ man sich nicht mehr abschütteln und kam gleich nach Wiederanpfiff durch Ulrike Clemens und Nele Bredenkötter zum Ausgleich (11:11/35.). Oberlübbe zog verbuchte in der Folge weitere knappe Führungen 12:14 (41.), 13:15 (48.), dann zogen die Schwarz-Weißen durch einen 3:0-Lauf (Celine Langschmidt, Lorena Tacke und Ulrike Clemens per Siebenmeter) zum ersten Mal vorbei, ließen aber sowohl beim 16:15 (55.) als auch dem 17:16 (Marion Bollmeier/58.) Chancen zur Zweitoreführung liegen. Die Eintracht glich aus, geriet durch eine Zweiminutenstrafe gegen Neele Bruhn in den letzten 15 Sekunden in Überzahl und bekam zwei Sekunden vor dem Abpfiff einen Siebenmeter zugesprochen. „Es wäre schön gewesen ein Erfolgserlebnis einzufahren“, trauerte Armin Hensel den vergebenen Chancen hinterher, war aber mit der Vorstellung hochzufrieden. Ein Sonderlob verdiente sich die 17-jährige Christina Clemens. „Sie hat einen Superjob gemacht“, sagte Hensel. TuS SW Wehe: Neuberger, Hartlage; Bredenkötter (1), Ibrisagic, Langschmidt (2), Jurczyk (2), Hoppe (1), Bruhn (2/1), Hartmann, U. Clemens (4/1), Wiedemann (2), C. Clemens (1), Bollmeier (1), Tacke (1). FC Vorwärts Wettringen – TuS Nettelstedt 38:18 (18:6). „Mund abputzen und weitermachen. Anders geht es nicht“, gab Thorsten Waldmann als Parole aus, nachdem das erste Spiel nach der Osterpause sich schnell zu einem Nettelstedter Albtraum entwickelt hatte. „Wir wussten, dass wir eine schwere Hürde vor uns hatten“, stellte Waldmann klar. Der Ausfall der erkrankten Mona Kruse, sowie das (allerdings vorher bekannte) Harzverbot in der Halle machten die Sache nicht einfacher. Mit überhasteten Angriffen, technischen Fehlern und einer schlechten Wurfausbeute machten die Gäste aber von der ersten Minute klar, dass sie für zählbares auf keinen Fall in Frage kommen. Die Hoffnung wenigstens die zweite Halbzeit offener zu gestalten erfüllte sich ebenfalls nicht. „Wenn unsere Leistung mal fünf Minuten lang in Ordnung war, folgten wieder zehn Minuten in denen gar nichts lief“, haderte Waldmann. Wettringen baute den Vorsprung ohne große Gegenwehr und immer wieder durch erweiterte Gegenstöße bis auf 20 Tore aus. TuS Nettelstedt: Berning, Krömker; Walter, Borgmann (2), Hyvönen (2), Kaufmann (3), Gerling, Olbrich, Schwier (2/2), Schubauer (5).

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