Bittere Niederlage: Jan-Philipp Meyer und die Hüllhorster verpassten beim 26:27 in Oberaden einen Punktgewinn, nachdem sie dort noch mit 23:16 geführt hatten. Foto: Andreas Gerth - © Gerth
Bittere Niederlage: Jan-Philipp Meyer und die Hüllhorster verpassten beim 26:27 in Oberaden einen Punktgewinn, nachdem sie dort noch mit 23:16 geführt hatten. Foto: Andreas Gerth | © Gerth

Lübbecke Hüllhorster Kampf nicht belohnt

Handball-Verbandsliga: Eine ganz bittere 26:27-Niederlage bei SuS Oberaden kassiert. Negativlauf des TuS Nettelstedt II setzt sich mit 23:26 bei der HSG Porta fort

Sven Rathke

Die Nettelstedter Minusserie geht weiter. Trotz guter Ansätze kassierte der Handball-Verbandsligist am Samstag bei der HSG Porta Westfalica die fünfte Niederlage in Folge. Ebenfalls ohne Punkte kehrte die HSG Hüllhorst vom Gastspiel bei SuS Oberaden zurück. Die 26:27-Niederlage war allerdings die wohl unglücklichste dieser Spielzeit. „Wir sind bitter enttäuscht“, konstatierte ein total niedergeschlagener Trainer Lars Halstenberg nach der besten Saisonleistung. SuS Oberaden – HSG Hüllhorst 27:26 (12:15). Nach einem Tor von Marcel Kleffmann führte Hüllhorst in der 41. Minute noch mit 23:16. Dann kippten jedoch laut Lars Halstenberg erst die Schiedsrichter und dann das Spiel. „Da waren katastrophale Entscheidungen gegen uns dabei“ „Die Unparteiischen hatten großen Anteil an dem Ausgang. Da waren katastrophale Entscheidungen gegen uns dabei“, ärgerte sich der HSG-Trainer. Mit einer Manndeckung gegen Mittelmann und Spielertrainer Alexandro Katsigiannis hatte die HSG Hüllhorst zuvor dem Favoriten den Schneid abgekauft. „Das war eine grandiose Leistung“, lobte Halstenberg. Das Happyend blieb jedoch aus. Hüllhorst stand in den letzten 20 Minuten meist in Unterzahl auf dem Parkett und Oberaden glich mit einem 7:0-Lauf aus. Die Gäste schoben sich beim 24:26 (55.) noch einmal vorbei, kassierten aber erst den Ausgleich und zwei Sekunden vor Abpfiff den endgültigen Knockout. Und so standen die Hüllhorster nach einer über weite Strecken tollen Leistung wieder einmal mit leeren Händen da – und der Abstieg ist wieder ein kleines Stückchen näher gerückt, zumal die HSG Porta gewinnen und sich ein wenig absetzen konnte. HSG Hüllhorst: Schnute, Laroche; Struck, Meyer (2), Reichelt (4), Kleffmann (2), Tiemann (3), Bartsch (11/5), Röthemeier, Blomenkamp (1), Kreft (3), Heidenreich, Hodde. HSG Porta Westfalica – TuS Nettelstedt II 26:23 (15:10). Der Negativlauf der so gut in die Saison gestarteten Nettelstedter nimmt so langsam schon beängstigende Formen an, und wieder einmal konnte man nachbar Hüllhorst keine Schützenhilfe leisten. iDer TuS Nettelstedt II startete mit einer 4:1-Führung, verlor dann aber den Faden. Nachdem die Portaner, bei denen erstmals Dennis Eichhorn als Trainer auf der Bank saß, vorbeigezogen waren, lief man für den Rest der ersten Hälfte einem Rückstand hinterher. Das Spielgeschehen sollte sich zu Anfang der zweiten Halbzeit drehen. „Einstellung und die Leistung der Abwehr waren stark“, lobte TuS-Trainer Sebastian Redeker. Nettelstedt hielt die Gastgeber in den ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte bei nur vier Toren, konnte eine 18:21-Führung dann aber nicht weiter ausbauen. „Uns gingen die Körner aus“, bedauerte Redeker, der auf die drei angeschlagenen Rückraumspieler Finn Ronning, Jan Schröder und Jan Grzesinski verzichten musste. Bei Jan Schröder verdichten sich inzwischen immer mehr die Anzeichen eines bevorstehenden Wechsel zum Oberligisten Sf Loxten. TuS Nettelstedt II: M. Schröder, Wesemann; Mündemann (1), Schmidt, Kruse (1), Schirge (4), Spreen, Oevermann (7), Thielking, Pohnke (2), Glöckner (6/4), Byczynski (2).

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