Besonders gefordert: Hüllhorsts Mittelmann Tim Blomenkamp (r.) soll in Steinhagen das Angriffsspiel lenken. Foto: Stefan Pollex - © Stefan Pollex
Besonders gefordert: Hüllhorsts Mittelmann Tim Blomenkamp (r.) soll in Steinhagen das Angriffsspiel lenken. Foto: Stefan Pollex | © Stefan Pollex

Hüllhorst HSG Hüllhorst ohne Kreft und Hodde zum Nachholspiel

Der Tabellenletzt der Handball-Verbandsliga muss in Steinhagen antreten

Die Situation ist schwierig, aber keinesfalls aussichtslos. Handball-Verbandsligist HSG Hüllhorst schwebt zwar als Tabellenletzter in akuter Abstiegsgefahr, doch aufgegeben hat sich dort noch niemand. „Natürlich wissen alle um die angespannte Situation, doch wir wollen endlich einmal wieder gewinnen, und das am besten am Samstagabend in Steinhagen“, sagt Trainer Lars Halstenberg, der unter der Woche verstärkt Zweikämpfe üben ließ. Denn in Steinhagen treffen die Hüllhorster auf eine in den meisten Fällen sehr offensiv agierende 3:2:1-Formation. Und ausgerechnet in diesem wichtigen Auswärtsspiel (am ursprünglichen Termin Mitte Dezember konnten die Hüllhorster auf Grund des plötzlich einsetzenden Schneefalls nicht nach Steinhagen anreisen) kann der Rangletzte nicht in seiner Bestbesetzung auflaufen. Kapitän „Siggi“ Kreft ist nicht dabei, weil er eine schon lange geplante Fahrt zum Champions-League-Spiel der SG Flensburg-Handewitt angetreten hat. „Sein Verlust trifft uns natürlich sehr, denn gerade im Abwehrzentrum hat er eine ganz tragende Rolle“, sagt Lars Halstenberg dazu. Neben Kreft wird auch Julian Hodde fehlen, der in den vergangenen Wochen trotz einer Grippe immer wieder trainierte, nun aber flach liegt. „Es hat wirklich keinen Sinn. Er soll das in Ruhe auskurieren“, so Halstenberg. Da Hodde in der Defensive als Ersatz für Kreft vorgesehen war, werden die Hüllhorster mit einer anderen Defensivformation die Partie in Steinhagen angehen. Auch Torhüter Jan-Philipp Schnute plagt sich nach wie vor mit seiner Beckenprellung herum. Christian Laroche wird auf jeden Fall anfangen. Jan-Philipp Meyer und Marcel Kleffmann werden wahrscheinlich den Innenblock bilden. Dabei gilt es vor allem auf die beiden Steinhagener Rückraumspieler Schulz und Lindemann achten, die früh attackiert werden müssen. Zudem versucht Gastgeber Steinhagen durch die offensive Abwehr früh zu Ballgewinnen und Gegenstößen zu kommen. „Wir dürfen uns keine überhasteten Pässe leisten, sondern müssen versuchen, ungemein konzentriert anzugreifen. In diese Fallen dürfen wir nicht zu häufig laufen“, sagt Lars Halstenberg. Außerdem hofft der 30-Jährige auf eine stark verbesserte Chancenverwertung seiner Mannschaft, die zuletzt zu viele klare Möglichkeiten ungenutzt ließ. „Das ist ein mentales Problem, denn wir spielen uns ja immerhin die klaren Abschlüsse heraus“, hat Halstenberg erkannt. Vor dem Heimspiel am vergangenen Wochenende gegen die HSG Altenbeken/Buke verzichteten die Hüllhorster auf die Freitags-Trainingseinheit und machten sich stattdessen zu einem Bowling-Abend auf, um die Köpfe frei zu bekommen – genutzt hat es allerdings nichts. „Wir reden nicht mehr über die Tabelle. In Steinhagen wollen wir alles dafür tun, um endlich wieder das Gefühl eines Sieges genießen zu können“, ist Halstenberg nach wie vor zuversichtlich. Mit dem vierten Saisonsieg wäre für die HSG Hüllhorst zumindest der Kontakt zum TV Verl wieder da – bei einer weiteren Niederlage würde sich die ohnehin schon angespannte Lage noch mehr verschlechtern.

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