Derby-Annäherung: Wehes Rückraumspieler Steffen Lohmeier bekommt es in dieser Szene mit Gehlenbecks Abwehr um Christoph Grotefeld (r.) zu tun. Am 20. Januar trifft man sich an gleicher Stelle wieder, dann zum richtungsweisenden Duell in der Liga. Foto: Stefan Pollex - © Stefan Pollex
Derby-Annäherung: Wehes Rückraumspieler Steffen Lohmeier bekommt es in dieser Szene mit Gehlenbecks Abwehr um Christoph Grotefeld (r.) zu tun. Am 20. Januar trifft man sich an gleicher Stelle wieder, dann zum richtungsweisenden Duell in der Liga. Foto: Stefan Pollex | © Stefan Pollex

Minden-Lübbecke Mindener Mannschaften dominieren

Handball: Oberligist Lit Tribe Germania bei den Männern und Verbandsligist HSG EURo bei den Frauen gewinnen die Titel im Kreispokal. Die Teams aus dem Altkreis Lübbecke verabschieden sich allesamt in der zweiten Runde

Andreas Gerth

Die Mannschaften aus dem Altkreis Lübbecke haben im Handball-Kreispokal den Mindenern den Vortritt gelassen. Weder die Verbandsligisten TuS Nettelstedt II, HSG Hüllhorst und die Landesligisten TuS Gehlenbeck und TuS SW Wehe bei den Männern noch das Frauen-Trio HSG Hüllhorst, TuS Nettelstedt und TuS SW Wehe konnten sich in den Gruppenspielen am Samstag für die Finalrunde qualifizieren, die gestern in Porta Westfalica-Möllbergen folgte. Dabei triumphierten Oberligist Lit Tribe Germania bei den Männern und Verbandsligist HSG EURo bei den Frauen. FINALRUNDE MÄNNER Halbfinale: Lit Tribe Germania – TuS Möllbergen 18:17, HCE Bad Oeynhausen – HSV Minden-Nord 17:11, Endspiel: Lit Tribe Germania – HCE Bad Oeynhausen 22:15 Bis zum 5:4 durch Rene Schlums lag Landesligist HCE Bad Oeynhausen im Endspiel vorn, dann übernahm der Favorit das Kommando und setzte sich bis zur Pause auf 13:9 ab. Beim 18:13 durch Jonas Hehemann war die Entscheidung gefallen. Lit siegte mit Linus Happel, Kevin Körtner, Nico Kruse, Jona Finke, Lucas Rüter, Arne Ransiek, Jannik Borcherding, Jan-Eric Speckmann, Patrik Borgmann, David Finke, Jannik Gartmann, Jonas Hehemann und Trainer Daniel Gerling. FINALRUNDE FRAUEN Halbfinale: TuS Lahde/Quetzen – TuS Möllbergen 15:16, Lit Tribe Germania – HSG EURo 14:18, Endspiel: TuS Möllbergen – HSG EURo 9:19 Im Endspiel war die Luft beim Überraschungsteam aus Möllbergen raus. Zuvor hatte der Bezirksliga-Tabellenführer im Halbfinale mit Verbandsligist TuS Lahde/Quetzen einen weiteren Favoriten rausgekegelt. Zuvor waren schon die Oberligisten HSG Hüllhorst, TSV Hahlen und HSV Minden-Nord auf der Strecke geblieben. Im Finale dominierte dann aber ganz eindeutig die HSG EURo mit Toren von Hannah Wiese und Ann-Kathrin Bredemeier (beide 4). Im Aufgebot des Siegerteams von Trainer Stephan Kleine standen außerdem Nicole Mindt, Carolin Pagels, Lara Kleine, Nicole Rahrbach, Annalena Schnittker, Stefanie Clarus, Rahel Rodehau, Sarah Zydel, Charlotte Ludwig, Rhea Rodehau, Maren Büsching und Dorothee Hauser. MÄNNER , 2. RUNDE Gruppe 1: Verbandsligist TuS Nettelstedt II ließ den Worten von Trainer Sebastian Redeker („den Kreispokal nehmen wir als Härtetest gerne mit“) Taten folgen und setzte sich gegen Eintracht Oberlübbe (18:13) und Ligakonkurrent TSV Hahlen (16:10) durch. Der favorisierte Oberligist Lit Tribe Germania, der mit einem 13:12 gegen Hahlen etwas mühsam startete, war im entscheidenden Duell um den Gruppensieg beim 27:16 dann aber zu stark. Gruppe 2: Trotz Platz drei mit 2:4 Punkten konnte man sich bei der HSG Hüllhorst freuen. Tim Blomenkamp gab nach langer Verletzungspause sein ersehntes Comeback und trat auch schon als Torschütze in Erscheinung. Zu einem Sieg reichte es für die zusammengewürfelte HSG-Truppe jedoch nur gegen Hille (17:11). Gastgeber HCE Bad Oeynhausen (mit Dennis Specht im Tor und später als erfolgreicher Feldspieler) sicherte sich mit Erfolgen gegen Hüllhorst (20:13) und Porta Barkhausen (24:16) vorzeitig den Gruppensieg und konnte sich eine Niederlage zum Abschluss gegen Hille (15:16) erlauben. Gruppe 3: Oberligist TuS Möllbergen wollte in der Finalrunde in eigener Halle natürlich unbedingt dabei sein und setzte sich mit 6:0 Punkten auch ungefährdet durch. Die meiste Gegenwehr gab es für das Team von Andre Torge erwartungsgemäß im Derby beim 16:14 gegen Nachbar HSG Porta. Gruppe 4: Landesliga-Spitzenreiter HSV Minden-Nord, angeführt von Julian Kaatze, wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann alle drei Spiele über zweimal 15 Minuten gegen Wehe (15:13), Meißen (16:12) und Gehlenbeck (17:12). Dahinter teilten sich der TuSpo Meißen, TuS Wehe und Gehlenbeck (alle 2:4) die Punkte, wobei Gastgeber TuS Gehlenbeck das Derby gegen den TuS Wehe, das es in Kürze auch in der Landesliga gibt, mit 12:10 für sich entschied. „Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Liga“, betonte Gehlenbecks Trainer Christian Kemenah, der mit Dimitrij Penner (krank), Niklas Schäfer (Schulter), Marius Hucke (Rücken) und Lukas Sontberg (Knie) ein ähnlich „gerupftes“ Team zur Pflichtaufgabe Kreispokal aufbot, wie die Weher (u.a. ohne Matthias Clemens und Jonas Bruhn). Deren neuer Trainer Christian Wiegmann konnte sich zum Abschluss beim 16:14 gegen Meißen immerhin noch über ein Erfolgserlebnis freuen. FRAUEN, 2. RUNDE Gruppe 1: Der Plan von Hüllhorsts Trainer Christian Wiechert, sich über den Kreispokal Selbstvertrauen für den Kampf um den Klassenerhalt in der Oberliga zu holen, ging nur bedingt auf. Zwar wurde das Derby gegen Wehe mit 18:15 (mit je vier Toren von Marie Halstenberg und Ramona Zelle) gewonnen, doch das abschließende 14:14 gegen Verbandsligist TuS Lahde/ Quetzen, der zuvor Wehe mit vier Toren Differenz besiegt hatte, reichte nicht zum Gruppensieg. Dabei verspielten die Hüllhorsterinnen eine 13:9 Führung. Gruppe 2: Auch hier blieb mit dem TSV Hahlen ein Oberligist auf der Strecke. Für Verbandsligist Lit Tribe Germania sprach in der Abschlusstabelle mit drei punktgleichen Teams das beste Torverhältnis. Zuvor hatte Gastgeber und Bezirksligist SG Häver/Lübbecke mit dem 22:19 gegen Hahlen für die Überraschung des Tages gesorgt. Gruppe 3: Nicht Oberligist HSV Minden-Nord, sondern Bezirksliga-Spitzenreiter TuS Möllbergen machte mit Siegen gegen Nettelstedt (22:20) und Minden-Nord (17:13) das Rennen. Die Nettelstedterinnen verkauften sich, wie von Trainer Thorsten Waldmann erhofft, ordentlich und sammelten (mit Mona Kruse und Anke Schubauer als Haupttorschützinnen) Spielpraxis für den wichtigen, zweiten Saisonteil in der Verbandsliga. Gruppe 4: Klare Sache für die HSG EURo. Das Spitzenteam aus der Verbandsliga war in beiden Spielen gegen Gastgeber SC Petershagen (21:11) und Eintracht Oberlübbe (17:10) überlegen.

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