Neuauflage: Die Nettelstedter, hier mit Jan Grzesinski, treffen erneut auf den TSV Hahlen, diesmal im Kreispokal. - © Andreas Gerth
Neuauflage: Die Nettelstedter, hier mit Jan Grzesinski, treffen erneut auf den TSV Hahlen, diesmal im Kreispokal. | © Andreas Gerth

Lübbecke Handball-Kiste: Härtetest vor dem Start in den zweiten Saisonteil

Nettelstedts Trainer Sebastian Redeker nimmt den Kreispokal am kommenden Wochenende gerne mit, bei der HSG Hüllhorst und dem TuS SW Wehe genießt die Liga Priorität

Andreas Gerth

Lübbecke. Generalprobe für die Rückrunde in der Liga: Die 2. Runde im Pokalwettbewerb des Handballkreises Minden-Lübbecke beschert den im Rennen verbliebenen Mannschaften am kommenden Samstag, 6. Januar, einen Härtetest vor dem Start in den zweiten Saisonteil eine Woche später. Mit den Männer-Verbandsligisten TuS Nettelstedt II (in Gruppe 1) und HSG Hüllhorst (in Gruppe 2) sowie den Landesligisten TuS Gehlenbeck und TuS SW Wehe (beide in Gruppe 4) kann sich auch noch ein Quartett aus dem Altkreis Lübbecke Hoffnungen auf das Erreichen der Finalrunde machen, die für die Gruppensieger am Sonntag, 7. Januar, in der Sparkassen-Arena in Porta Westfalica-Möllbergen folgt. Auch bei den Frauen sind mit Oberligist HSG Hüllhorst sowie den Verbandsligisten TuS Nettelstedt und TuS SW Wehe noch drei Eisen im Feuer. TuS Nettelstedt „Die Pause hat gut getan", sagt Nettelstedts Trainer Sebastian Redeker. Seine Mannschaft hatte sich in der Verbandsliga drei Niederlagen in Folge gegen den TSV Hahlen (19:21), in Harsewinkel (19:31) und gegen Spitzenreiter Lit Tribe Germania II (23:32) unter den Weihnachtsbaum gelegt, weist aber als Aufsteiger mit 13:11 Punkten noch immer ein positives Konto auf. „Der Dezember war ein Monat zum Vergessen. Wir waren nicht mehr so hungrig wie in den Spielen zuvor. Die Mannschaft ist verunsichert aufgetreten, doch allein mit dem Fehlen von Jan Schröder und seiner Physis ist das nicht zu erklären. Es wird Zeit, die Kehrtwende einzuläuten und wieder Erfolgserlebnisse zu sammeln", macht Redeker deutlich. Der 36-Jährige geht übrigens davon aus, auch in der nächsten Saison als Nettelstedter Coach aktiv zu sein. „Wir haben ein junges, hungriges Team, das mit dem Aufstieg und nun in der Verbandsliga sehr erfolgreich war. Deshalb sehe ich uns auf einem guten Weg, zumal ich mich im Verein zu Hause fühle." Den Kreispokal nehme er „als Härtetest gerne mit, da wir mit Lit einen tollen Gegner haben, der uns richtig fordern wird". Außerdem gibt es für das Redeker-Team ein Wiedersehen mit dem TSV Hahlen, gegen den man in der Liga beide Vergleiche verlor. Nettelstedts Verbandsliga-Frauen sind in einer Gruppe mit Oberligist HSV Minden-Nord nur Außenseiter, zumal neben der langzeitverletzten Miriam Bolduan am Samstag auch Sofie Hyvoenen, Nina Walter und Friederike Gerling fehlen. „Wir wollen uns vernünftig präsentieren und nach der langen Pause wieder in den Spielrhythmus kommen", erklärt Trainer Thorsten Waldmann, der sein Hauptaugenmerk auf das wichtige Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten TuS Bielefeld/Jöllenbeck zum Rückrundenstart am 13. Januar ausrichtet. TuS SW Wehe Auch bei den Schwarz-Weißen genießt die Liga und das damit verbundene Rennen um den Klassenverbleib Priorität – sowohl für die Männer in der Landesliga als auch die Frauen in der Verbandsliga. „Wir starten gegen Bünde-Dünne und Gehlenbeck, diese beiden Spiele sind absolut richtungsweisend", betont Armin Hensel als Spieler des Weher Männerteams. Das wird bis auf weiteres von Christian Wiegmann geführt, der seit dem Abgang von Herbert Maaß als Interimstrainer beim Landesliga-Zehnten agiert. Gleichzeitig ist Armin Hensel als Trainer der Weher Frauen gefordert, die mit 4:14 Punkten und als Tabellenschlusslicht in den zweiten Saisonteil gehen. „Wir sind Letzter, trotzdem ist in der Tabelle alles eng beieinander und für uns noch alles möglich", verbreitet Armin Hensel Optimismus. Für seine Spielerinnen (ohne die verletzten Sabrina Hoischen, Kathrin Lappe und Nele Hartmann) geht es nach dem Kreispokal gleich in die Vollen: Wehe startet am 14. Januar zu Hause gegen Brockhagen und trifft in den folgenden vier Begegnungen auf drei weitere direkte Konkurrenten (TuS Bielefeld/Jöllenbeck, TuS Nettelstedt, TuS Lahde/Quetzen) im Rennen um einen Nichtabstiegsplatz. HSG Hüllhorst Bei der HSG Hüllhorst wird man nicht nur den 6., sondern wohl auch den 7. Januar in die Terminplanungen einbeziehen müssen. Sowohl die Oberliga-Frauen als auch die Verbandsliga-Männer gehen in ihren Gruppen als klassenhöchste Vertreter ins Rennen, beide allerdings nicht in Bestbesetzung. „Alle Spieler, die uns zur Verfügung stehen, müssen ran, wir können leider niemanden schonen", berichtet Lars Halstenberg, der wohl nur fünf Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft aufbieten kann. Der Rest werde sich aus der A-Jugend und den Reservemannschaften rekrutieren. Interessant dürfte für die Hüllhorster der Vergleich mit dem Gastgeber und Landesliga-Zweiten HCE Bad Oeynhausen werden, in dessen Reihen mehrere ehemalige HSGler stehen. Hüllhorsts Frauenteam hat mit dem Sieg beim Silvester-Turnier in Oberlübbe bereits ein Erfolgserlebnis vor dem Start in den zweiten Teil der Oberliga am 13. Januar beim Königsborner SV sammeln können. Ein weiteres winkt nun im Kreispokal, in dem es Nina Kuhlmann und Co. am Samstag mit den Verbandsligisten TuS Lahde/Quetzen und TuS SW Wehe zu tun bekommen. Die Finalrunde am Sonntag könnte dann ein Härtetest mit Oberliga-Charakter gegen die anderen Favoriten wie HSV Minden-Nord und TSV Hahlen werden.

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