Zug zum Tor: Den konnte Pontus Zetterman in dieser Saison noch nicht so häufig wie gewünscht zeigen. Die offensivere Deckungsreihe des TV Hüttenberg könnte dem schwedischen Linkshänder aber gelegen kommen. Foto: Oliver Krato - © oliver krato
Zug zum Tor: Den konnte Pontus Zetterman in dieser Saison noch nicht so häufig wie gewünscht zeigen. Die offensivere Deckungsreihe des TV Hüttenberg könnte dem schwedischen Linkshänder aber gelegen kommen. Foto: Oliver Krato | © oliver krato

Lübbecke „Schnell da rauskommen“

Handball-Bundesliga: Pontus Zetterman macht eine persönliche Schwächephase durch. Aus der möchte sich der „Spieler der Saison 2016/2017“ genauso herauskämpfen wie der TuS N-Lübbecke in den letzten Spielen

Andreas Gerth

Die Situation ist nicht neu für ihn. „Auch in der vergangenen Saison in der zweiten Liga hatte ich eine Schwächephase“, sagt Pontus Zetterman. Eine solche macht der 23-jährige Schwede nun auch in seinem zweiten Erstligajahr beim TuS N-Lübbecke durch. Doch es hilft ja nichts. „Ich muss im Training weiterarbeiten und versuchen, so schnell wie möglich da rauszukommen“, erklärt er und hofft, vielleicht schon am Samstag den Hebel umlegen zu können. Einen Pontus Zetterman in der Form der vergangenen Saison könnte der TuS N-Lübbecke im wichtigen Kellerduell beim Tabellenletzten TV Hüttenberg jedenfalls gut gebrauchen. Rückblick: Im Februar 2016 kam der junge Schwede vom schwedischen Erstligisten HK Drott Halmstadt nach Lübbecke. Dort dauerte es nicht lange, bis sich der Linkshänder mit den schnellen Beinen zurechtfand und erstmals in den Fokus spielte. Sein Knoten platzte, als er in seinem vierten Einsatz im neuen Trikot den Treffer zum 26:26 im Heimspiel gegen Göppingen in letzter Sekunde erzielte – Zettermans erstes Zeichen. „Jetzt sieht es für uns schon viel besser aus als zu Saisonbeginn“ Trotz des Abstiegs blieb der Schwede beim TuS N-Lübbecke, und das sollte sich sowohl für ihn als auch den Verein auszahlen. Satte 196 Tore steuerte Zetterman im Aufstiegsjahr des TuS N-Lübbecke bei. Die Trainer und Manager der 2. Handball-Bundesliga wählten den durchsetzungsstarken Rückraummann zum besten „Spieler der Saison 2016/17“. Die davor ausgelobte Trophäe wurde Pontus Zetterman übrigens im Rahmen des letzten Saisonspiels überreicht – das führte Zetterman und Co. zum TV Hüttenberg, wo die Lübbecker als längst feststehender Meister beim Mitaufsteiger mit 19:25 unterlagen. Am Samstag in der ersten Liga folgt nun die Neuauflage. Wieder steht der TuS N-Lübbecke (6:24 Punkte) vor den Hüttenbergern (5:25), diesmal allerdings am Tabellenende. „Wir haben dreimal in Folge auswärts nicht verloren und gegen Göppingen einen wichtigen Punkt erkämpft. Dadurch sieht es für uns jetzt schon viel besser aus als zu Saisonbeginn. Doch wir müssen dranblieben und mit einem Sieg in Hüttenberg einen weiteren Schritt machen“, betont Pontus Zetterman. Auch die eigene Formkurve möchte der Schwede unbedingt verbessern. Dabei geht er mit den eigenen Leistungen überaus selbstkritisch um. „Gegen Gummersbach habe ich ganz schlecht gespielt, so etwas bleibt natürlich kurz im Kopf hängen. Doch ich schaue lieber nach vorn.“ Die offensiveren Deckungsreihen in der 2. Liga wären seiner Spielweise entgegengekommen. „In der ersten Liga sind die Spieler durchweg sehr groß und stehen in einer 6:0-Abwehr vor dir. Hüttenberg hat in der Abwehr offensiver gespielt, vielleicht passt das besser zu mir“, hofft Pontus Zetterman und würde den Knoten gern noch einmal platzen lassen.

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