Endlich wieder mit den großen Namen messen: Kenji Hövels (hier im Spiel gegen den THW Kiel) steht beim TuS N-Lübbecke vor einem Comeback. Nach zehnwöchiger Verletzungspause sind vom schnellen Spielmacher jedoch keine Wunderdinge zu erwarten. - © Foto: Oliver Krato
Endlich wieder mit den großen Namen messen: Kenji Hövels (hier im Spiel gegen den THW Kiel) steht beim TuS N-Lübbecke vor einem Comeback. Nach zehnwöchiger Verletzungspause sind vom schnellen Spielmacher jedoch keine Wunderdinge zu erwarten. | © Foto: Oliver Krato

Lübbecke Hövels scharrt mit den Hufen

Handball-Bundesliga: Der Spielmacher des TuS N-Lübbecke steht nach zehnwöchiger Verletzungspause vor einem Comeback, muss aber abwarten, ob er der Mannschaft schon am Sonntag in Erlangen helfen kann

Andreas Gerth Am Samstag auf dem Weg Richtung Nürnberg wird Kenji Hövels im Bus sitzen. „Auch mein Trikot werde ich dabei haben, den Rest entscheidet der Trainer“, grinst er. Der 24-jährige Spielmacher des TuS N-Lübbecke steht nach zehnwöchiger Verletzungspause vor seinem Comeback, ob Hövels tatsächlich schon am Sonntag im für die Lübbecker enorm wichtigen Auswärtsspiel beim HC Erlangen (Anwurf 12.30 Uhr) helfen kann, muss sich aber erst noch zeigen. Erst einmal ist Kenji Hövels froh, dass sich seine Leidenszeit, die am 3. September im Derby bei GWD Minden mit einem Spiralbruch der rechten Wurfhand begann, dem Ende nähert. „Die Ärzte haben grünes Licht gegeben, so dass ich am Dienstag ins Mannschaftstraining einsteigen konnte. Es ist natürlich ein schönes Gefühl, den Ball wieder in der Hand zu halten und dichter bei der Mannschaft zu sein“, erzählt der 24-Jährige. Hövels hat die Kehrseite des Profisports kennengelernt. In der vergangenen Sonntag eilte er mit dem TuS N-Lübbecke in der 2. Handball-Bundesliga von Sieg zu Sieg und feierte gleich in seinem ersten Jahr bei den Ostwestfalen mit Meisterschaft und Aufstieg einen großen Erfolg. Buchstäblich einen Bruch bedeutete für ihn nun die Verletzung am dritten Spieltag. „Die Situation ist einfach nur nervig, wenn man der Mannschaft helfen will, aber nicht kann. Ich denke aber, dass kein Bundesligaspieler ohne Verletzung durch seine Laufbahn kommt, deshalb muss ich das Ganze schnellstmöglich abhaken“, erklärt Hövels und gibt sich kämpferisch. „Jetzt möchte ich wieder angreifen und in den Wettkampfmodus kommen.“ Gleichzeitig wird der gebürtige Berliner sich und seine Erwartungshaltung bremsen müssen. „Ich hoffe, dass mir der Verein und auch das Umfeld noch ein bisschen Zeit geben, bis ich wirklich wieder eine Hilfe für die Mannschaft sein kann. Nach fast zehn Wochen Verletzungspause muss bei mir sicherlich erst noch einiges wiederkommen“, macht er deutlich. Der Mittelmann hat die ersten Wurfversuche im Mannschaftstraining absolviert, „doch die Wurfhärte ist noch nicht wie vorher.“ Kenji Hövels braucht Geduld, gleichzeitig scharrt er mit den Hufen, zumal seine Mannschaft mit 2:20 Punkten und noch ohne Sieg am Tabellenende steht. Umso wichtiger ist für die Lübbecker nun das anstehende Auswärtsspiel beim HC Erlangen, der sechs Mal in Folge verloren hat und mit 5:17 Punkten auf dem drittletzten Platz rangiert. „Es ist ja nicht wegzudiskutieren, das unsere Probleme im Rückraum liegen“, meint Hövels, der das Gros der Lübbecker Spiele auf der Tribüne verfolgte und sich dort seine Gedanken machte. Nun kehrt der Spielmacher zumindest wieder auf die Bank zurück. Und sein Trikot hat Kenji Hövels ja auch dabei.

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