Der Deutschen Sporthilfe geholfen: Die Gastgeber Margrit und Dietmar Harting (v.r.), Rosi Mittermaier-Neureuther, Robert Harting, Maresa Harting-Hertz, Philip Harting, Ascan Hertz, Christian Neureuther und Dr. Michael Ilgner. - © Foto: Alexander Lehn
Der Deutschen Sporthilfe geholfen: Die Gastgeber Margrit und Dietmar Harting (v.r.), Rosi Mittermaier-Neureuther, Robert Harting, Maresa Harting-Hertz, Philip Harting, Ascan Hertz, Christian Neureuther und Dr. Michael Ilgner. | © Foto: Alexander Lehn

Minden Mitreißen lassen

Deutsche Sporthilfe zu Gast bei Harting: Bei einem Spendenabend kommen 70.000 Euro zusammen – und ein Benefiz-Spiel zwischen GWD Minden und TuS N-Lübbecke

Christian Neureuther war ein wenig enttäuscht. Nicht über den Verlauf des Abends zugunsten der Deutschen Sporthilfe, hatte der doch das stolze Sümmchen von rund 70.000 Euro eingebracht. An den Werbekünsten von Dr. Michael Ilgner, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Sporthilfe, und Dirk Metz, langjähriger Hallensprecher der Handball-Nationalmannschaft, die beide launig durch den Abend führten, gab es ebenfalls nichts auszusetzen, erst recht nicht am Gastgeber, der Unternehmerfamilie Harting, die zahlreiche, prominente Gäste aus Sport und Wirtschaft zum Symposium „50 Jahre Sporthilfe – 50 Projekte“ geladen hatte. Es war etwas anderes, was die Ski-Legende aus Garmisch-Patenkirchen und dessen Frau, die „Gold-Rosi“, bei ihrem Besuch im ostwestfälischen Minden vermissten: „Uns fällt auf, sehr wenig Skifahrprojekte habt ihr hier.“ Das Herz des „Flachland-Tirolers“ schlägt halt eher für den Handball. Nicht von ungefähr tummelten sich am Mittwochabend im imposanten Botta-Bau unter den Gästen die Altmeister von GWD Minden wie Herbert Lübking, Dieter „Jimmy“ Waltke und Gerd Becker, sowie der langjährige Manager Horst Bredemeier und dessen Nachfolger Frank von Behren. Der Handball-Erstligist genießt seit Jahren die Unterstützung der Harting Technologiegruppe – vor der WM im eigenen Land engagieren sich Philip und Dietmar Harting nun auch für die Frauen-Nationalmannschaft. „Der Bezug zur Region ist uns ganz wichtig. Deshalb liegt uns der Handball und dessen Förderung so nah“, erklärte Vorstandsvorsitzender Philip Harting. Um die breite sportliche Ebene geht es bei den 50 Projekten, die die Deutsche Sporthilfe zu ihrem 50-jährigen Jubiläum aufgelegt hat. „Förderer in Vereinen kommen und gehen. Wir sind der stabile Topf für die 4.000 geförderten Athleten“, sagte Michael Ilgner. Der frühere Wasserball-Nationalspieler sieht in der Sporthilfe, die in diesem Jahr 15.000.000 Euro ausschütten werde, den „Fels in der Brandung“ für die noch namenlosen Sportler aus Badminton, Turnen, Schwimmen, Rudern, Judo, Ringen oder Trampolinspringen. Ilgner: „Wir investieren in junge Menschen, die uns später einmal mitreißen werden.“ Mitreißen ließen sich auch die Gäste in Minden. 70.000 Euro kamen im Rahmen einer Auktion und durch Spendenzusagen für die Deutsche Sporthilfe zusammen. Darüber hinaus wurde ein Benefiz-Spiel zwischen den Bundesligisten GWD Minden und TuS N-Lübbecke vereinbart, das im Frühjahr 2018 stattfinden soll. Im Rahmen dieses Highlights ist ein Auftritt der „Handball-Legenden“ beider Vereine geplant. Der Erlös geht an die Deutsche Sporthilfe, so dass das Gesamtergebnis des Abends die 100.000-Euro-Marke erreichen dürfte. Zur Freude von Robert Harting. Der Diskuswurf-Olympiasieger („ich bin ein Kind der Sporthilfe“) habe von dieser Förderung profitiert, „weil meine Familie finanzschwach war und die 75 Euro, die ich damals monatlich bekommen habe, viel wert waren. Ohne die Sporthilfe würde ich jetzt nicht hier stehen.“

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