Ehrung zum Kreismeister in der Dressur LK 5: Ute Fisser-Hülsmeier (l.) und Gerd Nordhorn freuen sich mit Corinna Grunwald (2.v.l.), der neuen Titelträgerin Natalie Bartsch (3.v.l.) und Theresa Struck. - © Sonja Rohlfing
Ehrung zum Kreismeister in der Dressur LK 5: Ute Fisser-Hülsmeier (l.) und Gerd Nordhorn freuen sich mit Corinna Grunwald (2.v.l.), der neuen Titelträgerin Natalie Bartsch (3.v.l.) und Theresa Struck. | © Sonja Rohlfing

Petershagen Eine strahlende Debütantin

Reiten: Natalie Bartsch gewinnt beim ersten Teil der Kreismeisterschaft den Dressur-Titel in der LK 5 für den RFV Wehdem-Oppendorf

Sonja Rohlfing

Petershagen-Ovenstädt. Im Mitteltrab durch die ganze Bahn wechseln. Versammelter Trab. Auf die Mittellinie abwenden. Halten. Grüßen. Geschafft. Mit einem Start-Ziel-Sieg sicherte sich Danica Duen vom RFV Bad Oeynhausen auf Del Estero die Goldmedaille bei ihrer ersten Kreismeisterschaftsteilnahme in der Dressur Leistungsklasse (LK) 2 bis 4. Mit Natalie Bartsch vom RFV Wehdem-Oppendorf strahlte in der Meisterschaft der LK 5 eine weitere Debütantin auf dem obersten Podestplatz in der Reithalle des RFZV Ovenstädt. "Ich bin ganz angetan von den Bedingungen" Eine wirkliche Überraschung war Danica Duens Titelgewinn bei der "Großen Kreismeisterschaft" für das fachkundige Publikum nicht. Der achtjährige Reitponyhengst ist zweifacher Vize-Bundeschampion und war 2015 Vize-Weltmeister der jungen Dressurponys. "Wir haben ihn seit zweieinhalb Jahren", erzählt Danica Duen, die einen Ausbildungsstall mit Deckstation in Bad Oeynhausen betreibt. "Del Estero ist unwahrscheinlich charakterstark und ist immer leistungsbereit", umschreibt seine Reiterin den aktiven Deckhengst, bei dem sonst auch ihre Tochter im Sattel sitzt. Über die Silbermedaille freute sich nach drei Wertungsprüfungen auf L-Niveau Josefine Prange vom RFV Friedewalde auf Hershey's Kiss. Bronze ließ sich Vereinskollegin Jenna Ohlemeyer auf Ajala umhängen. Insgesamt waren 16 Paare am Start. In der Dressur-Kreismeisterschaft LK 5 wetteiferten 27 Paare um die Podestplätze. Gold eroberte Natalie Bartsch vom RFV Wehdem-Oppendorf auf Red Rose. Die Schülerin aus Westrup und die achtjährige in der Familie gezogene Fuchsstute behielten nach Rang drei in der ersten und einem Sieg in der zweiten Wertungsprüfung auf A-Niveau auch im Finale die Nerven. "Es ist unsere zweite gemeinsame Turniersaison", berichtet die 15-Jährige, die reitet seit sie fünf ist. "Mitteltrab ist die Stärke der Stute", sagt sie über die Riccio/Don Bedo I-Tochter, die insgesamt über qualitätvolle Grundgangarten verfügt. Silber ging an die Siegerin der ersten Wertungsprüfung, Corinna Grunwald vom RV Holzhausen-Heddinghausen auf Diva. Bronze holte Theresa Struck vom VV Volmerdingsen auf Paint Ball. "Er war vor zwei Wochen mit Paula Waskowiak bei der Deutschen Jugend Meisterschaft im Voltigieren in Aachen am Start, letzte Woche bei den Kreismeisterschaften Voltigieren und jetzt hier", freut sich die junge Amazone über ihren vielseitig einsetzbaren Westfalen. Den Sprung ins Finale der besten zehn Reiter schaffte ebenfalls Gastgeber-Vertreterin Stefanie Schäfer. Sie wurde am Ende Achte. "Das ist ein schöner Erfolg", erklärt Vereinssprecherin Corinna Nordhorn. Der RFZV Ovenstädt ist eher für seine Springreiter bekannt, erhielt aber schon für das Dressurwochenende der Kreismeisterschaft viel Lob. "Ich bin ganz angetan von den Bedingungen. Der Boden ist spitze vorbereitet", erklärte Ute Fisser-Hülsmeier. Mit 85 Mitgliedern sei der RFZV Ovenstädt einer der kleinsten Vereine im Kreis. "Dass ihr zwei Turniere hintereinander stemmt. Hochachtung!", zollte die Kreisvorsitzende dem Verein Respekt. "Das war eine überaus gelungene Veranstaltung mit einer würdigen Meisterehrung", unterstrich auch Richterin Alke Lohmann aus Ahnsen. Das hörte Gerd Nordhorn gern. "Wir freuen uns, dass das Wochenende so gut gelungen ist", erklärte der zweite Vorsitzende. Ab Freitag starten nun die Springreiter. Auch für sie geht es um Kreismeisterehren.

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