Trotz des dritten Sieges noch mit Luft nach oben: Nettelstedts Kapitän Chris Byczynski (r.) blieb gegen die HSG Spradow ohne jeglichen Torerfolg. Am Ende stand trotzdem ein deutlicher Sieg und die Tabellenführung. - © Stefan Pollex
Trotz des dritten Sieges noch mit Luft nach oben: Nettelstedts Kapitän Chris Byczynski (r.) blieb gegen die HSG Spradow ohne jeglichen Torerfolg. Am Ende stand trotzdem ein deutlicher Sieg und die Tabellenführung. | © Stefan Pollex

Lübbecke Spitzenreiter weiter auf Erfolgskurs

Handball-Verbandsliga: TuS Nettelstedt II landet mit dem 37:29 gegen die HSG Spradow den dritten Sieg im dritten Spiel und festigt die Tabellenführung

Rainer Placke

Lübbecke-Nettelstedt. Der Aufsteiger bleibt auf Erfolgskurs. Handball-Verbandsligist TuS Nettelstedt II landete mit dem 37:29 (19:13)-Erfolg gegen die HSG Spradow den dritten Sieg im dritten Saisonspiel und festigte damit die Tabellenführung. "Ich freue mich natürlich über die Situation mit den 6:0 Punkten, doch mir haben einige Passagen überhaupt nicht gefallen", erwies sich Trainer Sebastian Redeker als kritischer Beobachter seiner Mannschaft. Der gelang zwar ein Blitzstart (5:1 in der 6. Minute), doch anschließend kehrte bei einigen Abwehraktionen der Schlendrian ein, so dass die von Markus Hochhaus trainierten Gäste vornehmlich über ihren Spielmacher Daniel Danowsky und Linkshänder Helge Frederking bis zum 9:8 (16.) dranbleiben konnten. Ein energischer Zwischenspurt der Hausherren, meistens initiiert von Jan Schröder, zogen anschließend das Tempo wieder an und setzten sich auf 14:8 ab. Doch auch danach wurde hinten ein Schritt weniger gemacht, so dass Spradow bis zum 16:12 wieder gut mithalten konnte. "Mir haben einige Phasen überhaupt nicht gefallen" Nach der 19:13-Pausenführung glänzten die Gastgeber nach dem Seitenwechsel nicht mehr wirklich, da zu früh und überhastet der Abschluss gesucht wurde. Da wollte jeder einmal auf das Tor werfen, so dass sehenswerte Kombinationen Mangelware blieben. Gleichwohl geriet der verdiente Sieg zu keinem Zeitpunkt der Partie in Gefahr. In der Schluss-Viertelstunde wechselte Sebastian Redeker außerdem munter durch und gab allen Spielern des Kaders ihre Anteile. "Unser aktueller Lauf gefällt mir natürlich sehr gut. Das ist mehr als ich im Vorfeld erwartet hatte. Doch mir hat in einigen Phasen die Entschlossenheit gefehlt, nach einem deutlichen Vorsprung weiter konzentriert zu Werke zu gehen. Bei meiner Mannschaft waren allerdings einige Undiszipliniertheiten drin, die gegen stärkere Gegner garantiert bestraft werden", empfand Sebastian Redeker den dritten Saisonerfolg als "reinen Arbeitssieg". Von einem Traumstart möchte der Trainer des aktuellen Spitzenreiters erst dann sprechen, wenn seine Mannschaft am kommenden Samstag die schwere Auswärtshürde bei der HSG Altenbeken/Buke überspringen sollte. "Da erwartet uns eine ganz andere Aufgabe, auch wenn Hüllhorst dort mit zehn Toren Unterschied gewonnen hat", rechnet Redeker mit einer schweren Aufgabe. Da kann die junge Nettelstedter Mannschaft unter Beweis stellen, ob sie zu Recht die Tabellenführung in der Verbandsliga inne hat. TuS Nettelstedt: M. Schröder, Wesemann; Mündemann (4), Kruse (3), Steinhauer (1), Schirge (2), Ronning, Spreen (3), Övermann (4), Thielking, Pohnke (2), Glöckner (9/1), J. Schröder (9), Byczynski.

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