Nur schwer zu bremsen: Rückraumspielerin Mona Kruse hatte einen sehr guten Tag erwischt und markierte sechs Treffer für den TuS Nettelstedt. Die Niederlage gegen die HSG EURo war damit aber nicht zu verhindern. - © Stefan Pollex
Nur schwer zu bremsen: Rückraumspielerin Mona Kruse hatte einen sehr guten Tag erwischt und markierte sechs Treffer für den TuS Nettelstedt. Die Niederlage gegen die HSG EURo war damit aber nicht zu verhindern. | © Stefan Pollex

Lübbecke TuS Nettelstedt verliert 24:28 gegen die HSG EURo

Frauenhandball-Verbandsliga: Aufsteiger TuS SW Wehe mit 32:26-Sieg gegen Ibbenbüren II

Rainer Placke
Sven Rathke

Lübbecke. Der TuS Nettelstedt hat in der Frauenhandball-Verbandsliga den Meisterschaftsanwärter HSG EURO ziemlich geärgert, aber 24:28 verloren. Neuling TuS SW Wehe kam im Aufsteigerduell gegen die Ibbenbürener Spvg. II zu einem 32:26 und landete den zweiten Sieg in der neuen Umgebung. TuS Nettelstedt - HSG EURo 24:28 (10:11) 45 Minuten begegneten die Gastgeberinnen dem Titelanwärter auf Augenhöhe. "Schade, dass wir uns in einigen Phasen zu viele leichte Ballverluste erlaubt haben", meinte Trainer Thorsten Waldmann nach der unterhaltsamen Begegnung. Doch zu Beginn der zweiten Hälfte konnte sich EURo schnell auf 13:17 absetzen, in der 50. Minute sorgte Linkshänderin Annalena Schnittker sogar in zweifacher Unterzahl für das 16:21. Doch der TuS Nettelstedt bewies anschließend Moral und machte aus einem 17:23 ein 21:23 (57.). Zu diesem Zeitpunkt konnte Rückraumspielerin Mona Kruse nicht mehr mitwirken, denn sie zog sich nach sechs sehenswerten Treffern eine Verletzung zu. Bei EURo sah Ann-Katrin Bredemeier nach ihrer dritten Zeitstrafe rot (48.). In der 54. Minute folgte ihr ihre Mannschaftskollegin Lara Kleine, die Yasmin Schwier bei einem Gegenstoß regelrecht über den Haufen rannte. "Mit so einer Leistung hätten wir gegen viele andere Teams der Liga gepunktet", meinte Thorsten Waldmann. TuS Nettelstedt: Krömker, Berning; Walter (2), L. Borgmann, Hyvönen (4/1), Kauffmann, Kruse (6), Bolduan (4), Gerling, Olbrich (3), Schwier (1), Schubauer (4). TuS SW Wehe - Ibbenbürener SpVg. II 32:26 (17:12) "Das war der Tag der Hartlages", stellte Armin Hensel seiner jüngsten Spielerin ein Sonderlob aus. Bevor Bruder Markus in der ersten Halbzeit des Männerspiels nur drei Gegentore einstecken musste, hatte sich schon Lea als Matchwinnerin für die Frauen erwiesen. "Sie hat Siebenmeter und mehrere andere Würfe frei vor abgewehrt", schilderte Hensel. "Eine absolute Teamleistung. Jede hat für jeden gearbeitet." Wehe brauchte zehn Minuten um ein Mittel gegen die mit Doppelspielrecht ausgestatteten zwei Ibbenbürener Spielerinnen aus dem Oberligakader zu finden, nach einem 3:5-Rückstand stand die Deckungsformation aber immer kompakter und zwang die Gäste zu technischen Fehlern . "Es war noch eine deutliche Steigerung zum letzten Spiel. Unsere Tendenz geht steil bergauf", sagte Hensel. Durch drei Tore in Folge übernahm Wehe beim 6:5 die Führung und gab diese nicht mehr ab. Zwischenzeitlich wurde der Vorsprung bis auf acht Treffer ausgebaut (22:14/37.). "Jetzt haben wir eine Woche Zeit um uns auf EURo vorzubereiten. Da haben wir nichts zu verlieren", sagt Hensel. TuS SW Wehe: Neuberger, Hartlage; Bredenkötter (1), Ibrisagic, Langschmidt (1), C. Clemens, Hoischen (1), Jurczyk (2), Hoppe (5), Bruhn (10/6), U. Clemens (6/2), Lappe (2), Wiedemann (2), Tacke (2).

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