Abklatschen: Nicole Albsmeier hat mit den Hüllhorsterinnen schon viel erlebt. „Uns kann so leicht nichts mehr erschüttern“, betont die 29-Jährige. Fotos (2): andreas Gerth - © Andreas Gerth
Abklatschen: Nicole Albsmeier hat mit den Hüllhorsterinnen schon viel erlebt. „Uns kann so leicht nichts mehr erschüttern“, betont die 29-Jährige. Fotos (2): andreas Gerth | © Andreas Gerth

Lübbecke Vorfreude auf das Abenteuer

Handball: Nicole Albsmeier mit der HSG Hüllhorst und Ulrike Clemens mit dem TuS Wehe stehen vor den ersten Heimspielen in der Ober- und Verbandsliga

Abenteuer, Herausforderung oder Himmelfahrtskommando – was erwartet die Mannschaften der HSG Hüllhorst und des TuS SW Wehe in der Ober- beziehungsweise Verbandsliga? Nicole Albsmeier (HSG Hüllhorst): Es wird ein Abenteuer und auch eine Herausforderung für uns. In der Verbandsliga kannten wir die Mannschaften schon recht gut, umso mehr freuen wir uns auf die neue Aufgaben. Aber ein Himmelfahrtskommando wird es hoffentlich nicht. Ulrike Clemens (TuS Wehe): Definitiv ein Abenteuer. Für uns und den gesamten Verein ist mit dem Aufstieg ja ein lange gehegter Traum in Erfüllung gegangen. Wir gehen das Ganze mit viel Respekt an, aber auch mit jeder Menge Vorfreude. Welche Erkenntnisse hat das erste Spiel gebracht? Albsmeier: Dass wir 60 Minuten 100 Prozent brauchen. In Arnsberg haben wir schon gemerkt, dass nicht jede Aktion abgepfiffen und mit einem Freiwurf geahndet wird. Auch, um einen Siebenmeter zu bekommen, muss man mehr tun. An das Körperliche und das Tempo müssen wir uns schnell gewöhnen, außerdem werden wir ein gutes Rückzugsverhalten brauchen. Clemens: Im ersten Spiel gegen Nettelstedt hatten wir zu viel Respekt und waren viel zu nervös. Im Training lief es viel besser, doch als es dann richtig los ging, hat uns der Kopf einen Strich durch die Rechnung gemacht. Außerdem müssen wir unsere Abwehrarbeit verbessern. Die Abwehr muss stehen, ohne sie werden wir in dieser Liga nicht überleben. In der vergangenen Saison gab es jede Menge Erfolgserlebnisse, jetzt kann es Niederlagenserien geben. Kann das zu einem Problem werden? Albsmeier: Das glaube ich nicht, denn dafür kennen wir uns in der Mannschaft zu lange und zu gut. Wir haben gemeinsam schon einiges erlebt und sind nicht mehr so leicht zu erschüttern. Ich hoffe, dass uns dieses starke Mannschaftsgebilde im Laufe der Saison zugute kommt. Ans Verlieren werden wir uns sicherlich gewöhnen müssen, sowohl wir Spielerinnen als auch der Trainer. Clemens: Der TuS Wehe ist wie eine große Familie und die Mannschaften wie kleine Familien. Wir stehen zusammen – in guten Zeiten und, wenn es jetzt mehr Niederlagen geben sollte, auch in schlechten Zeiten. Am Wochenende stehen die ersten Heimspiele an. Wie wichtig ist die Unterstützung der eigenen Zuschauer? Albsmeier: Das ist sehr wichtig für unser Team. Aber auch auswärts in Arnsberg hatten wir Eltern und Freunde dabei. Dass sie uns in den Spielen begleiten, ist unheimlich viel wert. Und was man damit erreichen kann, hat man ja bei uns in Hüllhorst am vergangenen Wochenende beim Sieg der Männer gesehen. Clemens: Die Zuschauer sind ein ganz wichtiger Punkt. Wenn wir sie im Rücken haben, werden wir hoffentlich selbstbewusster aufspielen. Als Aufsteiger werden wir die Heimstärke ganz besonders brauchen. Wie lauten die Wünsche für diese Saison? Albsmeier: Vor allem wünsche ich mir, dass wir verletzungsfrei bleiben und Spaß haben. Clemens: Am Sonntag wollen wir zwei Punkte in Rahden behalten. Außerdem hoffe ich natürlich, dass es mit dem Klassenerhalt klappt.

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