Alexander Schröder blieb bei seinem Sieg über 8,8 Kilometer unter 31 Minuten. - © Andreas Gerth
Alexander Schröder blieb bei seinem Sieg über 8,8 Kilometer unter 31 Minuten. | © Andreas Gerth

Lübbecke Erneut über 400 Teilnehmer beim Lübbecker Wartturmlauf

Alexander Schröder, Yvonne Zierenberg und Jan Isendahl wiederholen ihre Siege

Andreas Gerth

Lübbecke. Läufer sind wetterfest. „Sprühregen, das ist doch super", lachte Yvonne Zierenberg. An der guten Laune der sympathischen Siegerin über die 8,8 Kilometer vom SV 1860 Minden perlte der Regen einfach ab. Auch Alexander Schröder (ATSV Espelkamp) und Jan Isendahl (Terra Fitness Hüllhorst) waren pudelnass und trotzdem happy. Beide wiederholten gestern beim mit 425 Startern erneut sehr gut nachgefragten, jedoch atmosphärisch unter den äußeren Bedingungen ein wenig leidenden 19. Lübbecker Wartturmlauf ihre Siege über die 8,8 Kilometer (Schröder) und 14 Kilometer (Isendahl) aus dem Vorjahr. Alexander Schröder war mit dem Fahrrad an die Obernfelder Allee zu seinem Heimrennen geradelt, lief ein einsames Rennen und machte sich anschließend wieder auf den Weg in Richtung Elternhaus, von wo aus es später zurück nach Düsseldorf ging. Der 26-Jährige knackte beim Wartturmlauf, der wegen seiner Anstiege in den Lübbecker Berg als Königsetappe der Minden-Lübbecker Mühlenkreisserie gilt, die Marke von 31 Minuten über die anspruchsvollen 8,8 Kilometer. „Das dürfte hier meine zweitschnellste Zeit gewesen sein", war Schröder mit seiner Trainingseinheit dann auch zufrieden. Der für den ATSV Espelkamp startende Schröder hat zwar die Gesamtwertung der Serie im Blick und seine dafür noch zwei nötigen Starts für die Läufe in Minden und Wasserstraße geplant, den Fokus aber legt er auf die 5.000 Meter. Deshalb werde er sich im Juli erneut auf den Weg nach Belgien machen. „Dort genießen die Läufe einen anderen Stellenwert als in Deutschland und sind europaweit gut besucht", gerät Schröder diesbezüglich ins Schwärmen. „Die Strecke war erneut kräftezehrend. Mein Vorteil ist vielleicht, dass ich sie kenne", hatte Jan Isendahl gestern gut lachen. Der 28-jährige Hüllhorster kam nach den 14 Kilometern mit ihrem nicht enden wollenden Anstieg zu Beginn mit am Ende rund zwei Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Nils Nolte (Tri-4-Fun Kutenhausen) ins Ziel. „Ich habe gedacht, dass es knapper wird, weil Nils beim Stadtlauf in Bad Oeynhausen dicht an mir dran war", berichtet Jan Isendahl, der seine Vorjahressiegerzeit auch ohne Druck von hinten um fünf Sekunden verbesserte. „Das war Wetter war perfekt für mich, alles über 20 Grad ist ohnehin nicht mein Ding", grinste der laufstarke Hüllhorster. Ebenfalls zu den erfolgreichen „Wiederholungstätern" beim Wartturmlauf gehörte gestern Yvonne Zierenberg. „Dieser Lauf ist immer wieder schön. Berg runter ist es allerdings brutal, zumal man diesmal auf die nassen Steine aufpassen musste", schildert die 8,8-Kilometer-Siegerin ihre Eindrücke. Die sympathische Mindenerin blieb unter der Marke von 40 Minuten, obwohl sie es diesmal ein wenig lockerer angehen lassen wollte. „Doch da geht’s mir wahrscheinlich wie vielen. Sobald man die Startnummer am Trikot ist, gibt es kein Zurückhalten mehr", lacht Yvonne Zierenberg. Trotz des bescheidenen Wetters durfte man gestern bei den gastgebenden Lübbecker Berglöwen ein positives Fazit der 19. Auflage ziehen. Zum Auftakt hatte Dieter Hohmeier rund 50 erwartungsfrohe Kinder und Schüler (darunter viele von der Grundschule aus Dankersen) ins Rennen geschickt. Auch die Starterfelder über 4,4 (125), 8,8 (150) und 14 Kilometer (100) konnten sich sehen lassen, womit wie im Vorjahr die Marke von 400 Teilnehmern geknackt wurde. Dass auf die Läufer über die lange Strecke oben am Wartturm eine Belohnung in flüssiger Form wartet, ist übrigens kein Märchen. „Den Schluck da oben gibt es wirklich, allerdings musste ich ihn mir selber einschenken", berichtet Lars Stolpe vom FC Lübbecke, der den Muntermacher nach eigener Auskunft für den zweiten Teil der anspruchsvollen Strecke „sehr gut gebrauchen" konnte. Hellhörig ist angesichts dieser Schilderung Siegerin Yvonne Zierenberg geworden: „Wenn es ein Jägermeister ist, sollte ich im nächsten Jahr vielleicht auf die lange Strecke wechseln..."

realisiert durch evolver group