Hatte sichtlich Spaß auf der Spielmacher-Position: Routinier Tim Remer (l.) war unter anderem für sie spektakulären Lübbecker Szenen beim ungefährdeten Heimsieg gegen Eisenach verantwortlich. - © Oliver Krato
Hatte sichtlich Spaß auf der Spielmacher-Position: Routinier Tim Remer (l.) war unter anderem für sie spektakulären Lübbecker Szenen beim ungefährdeten Heimsieg gegen Eisenach verantwortlich. | © Oliver Krato

Lübbecke TuS N-Lübbecke gewinnt 24:16 gegen den ThSV Eisenach

Viele Tore über Gegenstöße markiert

Rainer Placke

Lübbecke. Tim Remer schmunzelte nach dem Schlusspfiff. Der etatmäßige Linksaußen des Handball-Zweitligisten TuS N-Lübbecke hatte im vorletzten Heimspiel der Saison gegen den ThSV Eisenach über weite Strecken als Spielmacher fungiert und den verletzten Kenji Hövels vertreten. "Es ist egal, auf welche Position mich der Trainer stellt. Ich versuche immer mein Bestes zu geben. Und in der Mitte Verantwortung zu übernehmen kommt mir entgegen und macht großen Spaß", freute sich der Niederländer nach dem 24:16 (13:7)-Heimsieg. "Darauf können wir alle zusammen sehr stolz sein" Gegen größtenteils total überforderte Eisenacher war Tim Remer auch an den besonders schönen Momenten der einseitigen Begegnung beteiligt. Er brachte unter anderem in der 24. Minute Jens Bechtloff ins Spiel, der mit einem langen Pass Rene Gruszka das 13:5 per Kempatrick ermöglichte. Und als er nach der Pause auf der angestammten Linksaußen-Position seinen Dienst versah, traf er zum 24:14 (55.) mit einem herrlichen Dreher. "Jetzt habe ich in dieser Saison schon auf vier Positionen gespielt. Das zeigt, wie gut wir uns verstehen", meinte Remer zu seiner Vielseitigkeit und der Tatsache, sich immer in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Diese Mannschaft hatte nur wenig Probleme mit dem 24:16 den 30. Saisonsieg zu landen. "Das ist schon eine echte Hausnummer, darauf können wir alle zusammen sehr stolz sein", lautete Trainer Aaron Zierckes Einschätzung, auch wenn er sich gegen Ende der Partie mehr Konsequenz gewünscht hätte. "Bis auf die letzten Minuten war alles gut", freute sich Torhüter und Kapitän Nikola Blazicko. Auch Linkshänder Jo Gerrit Genz stimmte zu. "Es läuft wirklich gut. Selbst wenn wir einen oder zwei Spieler ersetzen müssen, finden wir Lösungen", so Genz, der erneut viele Spielanteile erhielt und bei dem eine echte Weiterentwicklung zu erkennen ist. Allerdings gelang dem Zweitliga-Spitzenreiter der 30. Saisonsieg gegen einen arg dezimierten Gegner, der in Matthias Gerlich über lediglich einen torgefährlichen Spieler verfügte. "Ich freute mich in erster Linie darüber, dass wir trotz des zwischenzeitlich hohen Rückstands nie aufgesteckt haben. Das hätte auch wesentlich bitterer für uns enden können", meinte Eisenachs Trainer Christoph Jauernik nach der einseitigen Begegnung. Der TuS N-Lübbecke kam immer wieder zu einfachen Treffern, weil Eisenach zu schwach abschloss und dem Tabellenführer Tempogegenstöße ermöglichte - dabei zeichneten sich vor allem die beiden jeweils eine Halbzeit spielenden Rechtsaußen Rene Gruszka und Ramon Tauabo mit jeweils fünf Treffern hervor. Da fiel es auch überhaupt nichts ins Gewicht, dass sich der in den vergangenen Wochen am häufigsten treffende Rückraumspieler Ante Kaleb zurücknahm und lediglich einmal erfolgreich war. "So langsam merkt man deutlich, dass die Jungs ein bisschen müde sind. Doch wir wollen am kommenden Samstag im letzten Heimspiel der Saison noch einmal eine vernünftige Leistung vor unseren tollen Zuschauern abrufen", kündigte Aaron Ziercke einen gelungenen Heimabschluss gegen den Letzten HC Empor Rostock an.

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