Zeit für einen Gruß: Emma Ireland gehörte zu den jüngsten Läuferinnen und startete bei den W6-Schülerinnen. - © Gerth
Zeit für einen Gruß: Emma Ireland gehörte zu den jüngsten Läuferinnen und startete bei den W6-Schülerinnen. | © Gerth

Siegerin Yvonne Zierenberg fehlt nur der Badeanzug

Beim 35. Internationalen Pr. Oldendorfer Volkslauf lassen Sonne, perfekte Bedingungen und einer neuer Streckenrekord die Teilnehmer und das Helferteam des OTSV strahlen. Alexander Schröder siegt souverän und hat nun Belgien im Blick

Pr. Oldendorf. „Im nächsten Jahr nehme ich mir einen Badeanzug mit“, lachte Yvonne Zierenberg, die Siegerin über 12,4 Kilometer. Selten hätte der Sprung ins erfrischende Becken des benachbarten Waldfreibades mehr Sinn gemacht als gestern nach dem 35. Internationalen Volkslauf „Rund um den Aussichtsturm“. Das Wetter, die perfekten Bedingungen auf den Strecken und das häufig zu hörende Lob der Teilnehmer ließen das Helferteam vom gastgebenden OTSV Pr. Oldendorf mit der Sonne um die Wette strahlen. „Die Kombination mit dem Bad nebenan ist perfekt. Die Strecke ist schön gelegen und reizvoll, das sind super Bedingungen“, hob Oliver Neidiger hervor. Der Organisator der Mühlenkreis-Serie (Pr. Oldendorf war die zweite Station) lief selber mit und beendete die 12,4 Kilometer am Wiehengebirge und Limberg als Dritter. „Alexander Schröder war sofort weg. Bis acht Kilometer lag ich an zweiter Stelle, dann hat sich die Jugend durchgesetzt“, berichtete ein nach dem Zieleinlauf gut gelaunter Neidiger, der zuvor Henry Brauns passieren lassen musste. „Er hat Potenzial, vielleicht kann er auch mal Alex gefährlich werden.“ Letzterer lief ein einsames Rennen und siegte mit rund einer Minute Vorsprung, obwohl Pr. Oldendorf für ihn diesmal ein „schnellerer Trainingslauf“ war. Schröders Fokus ist auf kommenden Samstag gerichtet, dann möchte der in Düsseldorf lebende, 26-Jährige vom ATSV Espelkamp bei einem internationalen Wettkampf in Belgien über 5000 Meter starten und, falls möglich, eine neue persönliche Bestzeit ins Visier nehmen, wie zuletzt über 3000 Meter. Während Alexander Schröder seine Siegerzeit (44:56) „nicht so berauschend“ fand, war Jessica Volkmann aus dem Häuschen. Die Bielefelderin knackte über die 20 Kilometer der Frauen den Streckenrekord von Gabi Reiners (Lübbecker Berglöwen, 1:23,17) und drückte ihn unter 1 Stunde 23 Minuten (1:22,57). Grund zur Freude hatte auch Yvonne Zierenberg vom SV 1860 Minden. „Einteilung ist alles“, erklärte sie nach ihrem Erfolg über die 12,4 Kilometer mit einem Dauerlächeln. „Ein sehr schöner Lauf, das hat Spaß gemacht.“ Um pünktlich und fit nach Pr. Oldendorf zu kommen, sei sie um halb sieben aufgestanden. „Das hat sich wohl gelohnt“, grinste Zierenberg. Für den internationalen Anstrich der sehr gelungenen Veranstaltung sorgte Andreas Bauer. Der Österreicher gewann die 20 Kilometer mit dreieinhalb (!) Minuten Vorsprung. Michael Helsberg vom gastgebenden OTSV Pr. Oldendorf wurde Siebter und siegte in der Altersklasse M30. „Was der OTSV mit seinen ehrenamtlichen Kräften auf die Beine stellt, ist eine tolle Geschichte. Ich denke, die Komination mit unserer Perle Waldfreibad kommt bei den Teilnehmern sehr gut an“, betonte Marko Steiner, nachdem er den Startschuss zum Hauptlauf gegeben hatte. Oldendorfs Bürgermeister outete sich übrigens als „Freizeitläufer“, der sich vielleicht mal an die fünf Kilometer heranwagt. „Doch wann, das sage ich nicht“, lachte Steiner. Den Auftakt zur 35. Auflage hatten gestern Morgen die Schülerinnen und Schüler gemacht. 34 Kinder konnte Moderatorin Silke Birkemeyer im Ziel namentlich begrüßen. Alle erhielten eine Urkunde, die Eckhard Wiens erstellte. Der nicht aus der Ruhe zu bringende „Herr der Ergebnisse“ war in einer Garage untergebracht, ebenso die erste Getränkeversorgung im Ziel. „Das gehört bei uns zum familiären Charakter dazu“, erklärte Gesine Schmidt. Bei ihr, Inge Kolbe und Klaus-Dieter Barlach liefen die Fäden der Veranstaltung zusammen, „doch wir sind über jeden froh, der eine Aufgabe übernimmt.“ Kurzfristig seien zwei Streckenposten ausgefallen. „Das sind die, die man nicht sieht und doch enorm wichtig sind“, unterstreicht Gesine Schmidt. Ihre (positive) Bilanz verband die Organisatorin – wie sollte es gestern anders sein – mit einem Lächeln: „Wetter super, alles super!“

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