Durchziehen: Der TuS N-Lübbecke (hier mit „Geburtstagskind“ Jo-Gerrit Genz) möchte nach der perfekt gemachten Meisterschaft auch beim Zweiten in Bietigheim gewinnen. - © Foto: Oliver Krato
Durchziehen: Der TuS N-Lübbecke (hier mit „Geburtstagskind“ Jo-Gerrit Genz) möchte nach der perfekt gemachten Meisterschaft auch beim Zweiten in Bietigheim gewinnen. | © Foto: Oliver Krato

Lübbecke Ziercke-Team will durchziehen

2. Handball-Bundesliga: Meister TuS N-Lübbecke stellt sich beim Tabellenzweiten SG BBM Bietigheim vor, der in eine Eishockeyhalle umzieht

Aufstieg – perfekt gemacht! Meistertitel – ausgiebig gefeiert! Der TuS N-Lübbecke hat schon jetzt mehr erreicht, als der neuformierten Mannschaft in der 2. Handball-Bundesliga vor der Saison zugetraut worden war. Und doch – oder gerade deshalb – wollen die Lübbecker versuchen, die Spannung im Saisonendspurt hochzuhalten. „Wir haben nicht den Druck des Gewinnenmüssens. Wir spielen für uns selber und haben Bock auf diese Partie“, macht Trainer Aaron Ziercke vor dem Spitzenspiel heute Abend beim Tabellenzweiten SG BBM Bietigheim deutlich (Anwurf 20 Uhr). „Richtig ist, dass wir nach dem Aufstieg und der Meisterschaft befreiter und mit einem Lächeln aufspielen können. Trotzdem wollen wir das Spiel gewinnen und damit zeigen, dass wir zurecht da oben stehen“, betont Kreisläufer Nils Torbrügge und scheint ebenfalls nicht vorzuhaben, den Fuß vom Gaspedal zu nehmen. Damit schlägt er in die selbe Kerbe wie Teammanager Zlatko Feric: „Die Mannschaft wird durchziehen, das gebietet allein die Fairness.“ Eine Ankündigung, die man bei Bietigheims Konkurrenten im spannenden Aufstiegsrennen gerne hört. Ben Matschke, Trainer der TSG Friesenheim, zum Beispiel hofft, „dass Nettelstedt das durchzieht“. Mit den Rimpar Wölfen und dem TV Hüttenberg (dort gastiert der TuS am letzten Spieltag) hat die SG BBM Bietigheim zwei weitere Konkurrenten im Nacken. Vielleicht auch deshalb ziehen die Gastgeber für das Spitzenspiel gegen Lübbecke in die EgeTrans Arena um. Die 4.500 Plätze bietende Multifunktionshalle in Bietigheim-Bissingen ist die Heimspielstätte der Bietigheim Steelers, einem Eishockeyteam. „Es treffen die offensivstärksten Teams aufeinander. Bei Ballverlusten des Gegners drückt Bietigheim aufs Tempo. Wir brauchen ein gutes Rückzugsverhalten und werden nach Torerfolgen nicht lange Jubeln können. Es wird ein heißer Tanz“, sagt Aaron Ziercke vor dem Spitzenspiel in der Eishalle. SG BBM-Coach Hartmut Mayerhoffer will seine Mannschaft im engen Rennen um die zwei bleibenden Aufstiegsränge nicht zu sehr unter Druck setzen. „Wir wollen gewinnen und werden uns voll auf unser Spiel konzentrieren. Der Rest ist uns egal.“ Mayerhoffer bekräftigt übrigens seine Einschätzung, die er schon zu Beginn der Saison abgegeben hatte. „Nettelstedt hat in dieser Liga seine Ausnahmestellung bestätigt und ist vollkommen verdient Meister geworden. Personell und in ihrem Auftreten ist das eine erstligataugliche Mannschaft.“ Insbesondere vor der Defensivstärke der Ostwestfalen hat er Respekt: „Lübbecke stellt eine überragende Abwehr, die dort hinten richtig aufräumt.“ „Wir sollten nicht mit der Hoffnung in dieses Spiel gehen, dass wir auf einen unmotivierten Gegner treffen“, ergänzt der Linksaußen der SG BBM, Jan Asmuth. „Nettelstedt wird professionell auftreten. Ich glaube allerdings auch, dass wir stark genug sind, um gegen einen gut besetzten Gegner zu bestehen.“

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