Hat seine nächste Aufgabe schon im Blick: Sebastian Redeker, der zukünftige Trainer von Verbandsligist TuS Nettelstedt II. Foto: Pollex - © Stefan Pollex
Hat seine nächste Aufgabe schon im Blick: Sebastian Redeker, der zukünftige Trainer von Verbandsligist TuS Nettelstedt II. Foto: Pollex | © Stefan Pollex

Lübbecke Redeker hat Lust auf die erste Trainerstation

Handball: Nach der Anfrage von Christian Hucke und Matthias Möller sagt der 35-Jährige beim Verbandsliga-Aufsteiger TuS Nettelstedt II zu

Sebastian Redeker freut sich. „Ich sehe das als große Herausforderung an“, sagt der 35-Jährige, der ab der kommenden Saison als Trainer des Handball-Verbandsligisten TuS Nettelstedt II fungieren wird. Es ist seine erste Trainerstation, nachdem er in der gerade beendeten Serie noch für den benachbarten Landesligisten HCE Bad Oeynhausen aktiv gewesen ist. „Ich werde definitiv als Trainer arbeiten, spielen kommt nicht mehr in Frage. Der Körper sendet die Zeichen, die mir sagen: lass es gut sein“, erzählt Redeker, der als C-Jugendlicher mit seinem Zwillingsbruder Christian beim TuS Nettelstedt anfing und dort bis 2001 (unter anderem gehörten die beiden zum damaligen Bundesligakader) spielte. Anschließend zog es die Redekers zum damals in der Oberliga spielenden HCE Bad Oeynhausen. Weiter ging es in der Regionalliga in Ibbenbüren sowie Edewecht, wo der Aufstieg in die 2. Bundesliga gelang. Vor vier Jahren zog es Sebastian Redeker zum TuS Spenge, wo er zwei Jahre aktiv war, ehe es ihn wieder nach Bad Oeynhausen verschlug. Und nun hat er seine Karriere als Spieler beendet und übernimmt erstmals ein Traineramt. „Als Matthias Möller mich das erste Mal angerufen hat, dachte ich, er wolle mich als Spieler holen. Doch dann hat er mir den Trainerjob angeboten, und das hat sich gleich gut angefühlt“, ergänzt Redeker, der große Lust auf die Aufgabe verspürt, aber auch gehörigen Respekt vor dem Job hat. „In der gerade abgelaufenen Saison habe ich mit Bad Oeynhausen ja zweimal gegen die Nettelstedter verloren und konnte mich von der Stärke des Teams überzeugen. Nun werde ich demnächst versuchen, möglichst viele Erfolgserlebnisse mit den Jungs zu haben“, sagt Redeker, der nach kurzer Bedenkzeit den Nettelstedter Verantwortlichen um Christian Hucke und Matthias Möller seine Zusage gab. „Ich springe jetzt in das kalte Wasser und werde versuchen, mich so schnell wie möglich freizuschwimmen.“ „Die Mannschaft hat souverän den Aufstieg in die Verbandsliga geschafft und besitzt enorm viel Potenzial. Das ist eine junge und entwicklungsfähige Truppe. Mir liegt viel daran, aus einer gut funktionierenden Deckung schnell nach vorne zu spielen“, hat Redeker bereits konkrete Vorstellungen. „Ich werde versuchen, diese jungen Spieler weiter zu entwickeln. Vor allem freue ich mich darauf, eigene Ideen und Vorstellungen einzubringen“, ergänzt Redeker, der in seiner Laufbahn viele Trainer hatte. „Am meisten hat mich dabei Arek Blacha geprägt, der in Edewecht mein Trainer war. Von ihm habe ich viel gelernt und zu ihm habe ich immer noch einen sehr guten Draht“, erzählt der 35-Jährige, der als Diplom-Kaufmann bei der Firma Gauselmann beschäftigt ist. Auf die Zusammenarbeit mit dem bisherigen Nettelstedter Trainer Michael Jankowski freut sich Sebastian Redeker ebenfalls. „Wir haben uns schon ausführlich über unsere Vorstellungen ausgetauscht und ganz schnell festgestellt, dass wir handballerisch auf einer Wellenlänge liegen. Michael wird jeweils dienstags bei den Trainingseinheiten dabei sein und versuchen, so oft wie möglich auch zu den Spielen zu kommen“, erzählt der gebürtige Hüllhorster und inzwischen in Lübbecke lebende Sebastian Redeker, der sich zuletzt sehr über den Aufstieg der Hüllhorster Handballfrauen in die Oberliga freute – das hat einen familiären Grund, denn seine Schwester Gina hatte mit ihren Toren erheblichen Anteil an diesem Aufstieg. Doch schon bald beginnt für Redeker seine erste Station als Trainer. „Im Juni wird die erste Vorbereitungsphase durchgezogen, da wird viel für die körperliche Fitness gearbeitet. Nach einer Sommerpause wird dann in der zweiten Phase viel im individuellen sowie taktischen Bereich gearbeitet“, blickt der 35-Jährige voraus. Vielleicht tut sich im personellen Bereich beim Verbandsligisten TuS Nettelstedt II ja noch etwas. „Wir befinden uns in Gesprächen mit potenziellen Kandidaten. Aber es ist noch nichts entschieden“, verrät Sebastian Redeker, der es kaum erwarten kann, am zweiten September-Wochenende in seine erste Saison als verantwortlicher Mann auf der Bank des TuS Nettelstedt II in der Verbandsliga zu starten.

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