ATSV-Vorsitzender Michael Walke grüßt freundlich, während Sohnemann Jan Mika schon das Ziel im Visier hat. - © Andreas Gerth
ATSV-Vorsitzender Michael Walke grüßt freundlich, während Sohnemann Jan Mika schon das Ziel im Visier hat. | © Andreas Gerth

Espelkamp Zahlreiche Zuschauer fiebern beim 29. Espelkamper Citylauf mit

Der Achtjährige Jan Mika Walke absolviert seinen ersten Wettkampf

Andreas Gerth

Espelkamp. Zur Stärkung gönnte sich Jan Mika Walke erst einmal ein Stück Wassermelone. Kurz zuvor war der Achtjährige durchs Ziel gelaufen und hatte damit - begleitet vom Applaus der vielen Zuschauer am Bürgerhaus und an der Breslauer Straße - die 3,5 Kilometer lange Strecke beim 29. Espelkamper Citylauf gemeistert. Im Schlepptau dabei hatte Jan Mika den Papa, das läuferische Vorbild: Michael Walke, Vorsitzender des ATSV Espelkamp und 14-maliger Hermannslauf-Bezwinger. "Zwei Jahre noch, dann läuft er mir weg", lachte Michael Walke. Der ATSV-Vorsitzende hatte am Samstag doppelten Grund zur Freude: Zum einen machte die Leichtathletikabteilung seines Vereins erneut einen sehr guten Job und den Espelkamper Citylauf für Teilnehmer und Zuschauer zu einem Erlebnis, zum anderen durfte Walke stolz auf den eigenen Filius sein. "Zwei Jahre noch, dann läuft er mir weg" "Wir haben vorher trainiert, doch in Sachen Wettkampf mit richtiger Zeitnahme, vermessener Strecke und vor Zuschauern war es das erste Mal", berichtet der mit seiner Familie in Levern lebende, gebürtige Espelkamper, während Sohnemann Jan Mika - ausgepowert, aber glücklich - weiter genüsslich auf seiner Wassermelone kaut. Die hatte er sich zuvor von den fleißigen Helfern am Stand des Lions-Club Espelkamp-Rahden geholt. Letzterer unterstützt den Espelkamper Citylauf nicht nur mit helfenden Händen und Erfrischungen, sondern auch mit klingender Münze. Für jeden gelaufenen Kilometer gibt es einen Euro, der zu gleichen Teilen an die Jugendarbeit des ATSV Espelkamp und an eine andere gemeinnützige Einrichtung geht. Und angesichts der stattlichen Teilnehmerzahl bei den Bambinis, Schülerinnen und Schülern, Jedermann- und Firmenläufen, Walkern und den abschließenden Hauptläufen der Männer und Frauen (432 wurden im Ziel registriert) dürfte dabei ein erfreulicher Betrag zusammenkommen. Am größten waren Begeisterung und Aufregung einmal mehr bei den Bambinis. Die Jüngsten von ihnen - ob an der Hand von Papa und Mama oder schon alleine laufend - dürften gerade mal drei Jahre alt gewesen sein. "Das macht ihr super, gleich habt ihr es geschafft", begrüßte Moderator Achim Hagemeyer die jungen Läufer, als sie nach den 800 Metern auf die Zielgerade am Bürgerhaus und in das Spalier der begeistert anfeuernden Zuschauer einbogen. Schnell wie die Feuerwehr ging es auch zum Abschluss des 29. Espelkamper Citylaufs zu. Dafür sorgte Ute Wiedemann - sie startet für die Freiwillige Feuerwehr Windheim und ließ im Hauptlauf der Frauen als überlegene Siegerin nichts anbrennen. Enger zusammen blieb zunächst die Spitzengruppe der Männer. "Ich habe mich am Ende der zweiten Runde absetzen können", berichtete Sieger Jan Isendahl, nachdem er sich erstaunlich schnell von den zehn Kilometern erholt zeigte. Den vereinslosen Hüllhorster hatte Achim Hagemeyer schon vorher auf der Liste der Favoriten gehabt. "Er ist definitiv kein unbeschriebenes Blatt", ließ Hagemeyer durchblicken und sollte damit recht behalten. "Ich habe mir die Strecke ordentlich eingeteilt und den Schnitt von 3:30 Minuten auf den Kilometer gut halten können", freute sich Jan Isendahl, der nach der ersten Runde (drei waren zu bewältigen) am Bürgerhaus noch gleichauf mit Ludger Schröder und Andreas Steinbrügger lag. Der ausgebildete Fitnesstrainer, der seine Laufeinheiten bei den Lübbecker Berglöwen absolviert, konnte seine Konkurrenten dann aber abschütteln. Nach Platz zwei im Vorjahr war der 28-jährige Hüllhorster diesmal nicht zu schlagen.

realisiert durch evolver group