Lachende Gesichter bei der HSG Hüllhorst nach einem einseitigen Derby: Die überragende Kim Kröger (v.l.), Gina Redeker, Marie Halstenberg und Co. feiern den 27:18-Erfolg. - © Andreas Gerth
Lachende Gesichter bei der HSG Hüllhorst nach einem einseitigen Derby: Die überragende Kim Kröger (v.l.), Gina Redeker, Marie Halstenberg und Co. feiern den 27:18-Erfolg. | © Andreas Gerth

Hüllhorst Handballfrauen der HSG Hüllhorst benötigen noch einen Sieg

Souverän herausgespielter 27:18-Erfolg im Derby gegen den TuS Nettelstedt

Andreas Gerth

Hüllhorst. Wenn noch Zweifel daran bestanden haben sollten, dass die Handballfrauen der HSG Hüllhorst den Meistertitel in der Verbandsliga erringen und in der nächsten Saison in der Oberliga spielen, dann sind sie seit Samstag getilgt. "Tempo, Abschluss, Deckung - der Hüllhorster Sieg ist von A bis Z verdient. Trainer Christian Wiechert macht eine klasse Arbeit. Ihm und der Mannschaft wünsche ich viel Erfolg in der Oberliga", stellte Nettelstedts Interimstrainer Michael Scholz nach dem 27:18 (15:10) der Hüllhorsterinnen im Nachbarschaftsduell heraus. Selbst der in Sachen Meisterschaft bekanntermaßen zurückhaltende Christian Wiechert traute sich nach dem frühzeitig entschiedenen Derby (18:12, 20:13, 23:15) aus der Deckung: "Wir haben noch vier Spiele und müssen eines gewinnen. Es wäre natürlich optimal, wenn wir schon am nächsten Samstag den ersten Matchball bei EURo nutzen und dort zeigen, dass wir zurecht oben stehen. Wir wollen auch dort zwei Punkte holen, aber vorbereitet wird nichts." Gut vorbereitet waren die Hüllhorsterinnen jedoch auf den TuS Nettelstedt, obwohl der aushelfende Ex-Profi Michael Scholz ("Der Verein hat mich gefragt, und aus alter Verbundenheit zu Christian Hucke habe ich gerne zugesagt") während der 60 Minuten vieles probieren ließ. Angefangen vom Wechsel auf der Spielmacherposition (Schubauer, Schwier, Hyvoenen), über Abwehrumstellungen bis hin zum Wechsel der Torhüterinnen und deren Herausnahme zugunsten einer weiteren Feldspielerin. "Wir hatten auf alles eine Antwort", stellte Wiechert nach dem wahrscheinlich vorerst letzten Derby zwischen Hüllhorst und Nettelstedt zufrieden fest. So auch auf die Manndeckung gegen HSG-Torjägerin Susann Grüning Anfang der zweiten Halbzeit. Die Nettelstedterin Yasmin Schwier hatte ihren Spezaialauftrag gerade erst angetreten, da ging Grüning auch schon vom Feld und ließ die Maßnahme ins Leere laufen. Die Rückraumspielerin, sonst schon mal die "Lebensversicherung" der HSG, blieb fortan auf der Bank, während dafür beim Tabellenführer andere in die Bresche sprangen. Zum Beispiel Spielmacherin Kim Kröger, die diesmal nicht nur ihre Mitspielerinnen bediente, sondern auch selber erfolgreich abschloss. "Sie hat die Lücken erkannt und genutzt und für sich auch mal die eigene Torchance gesucht", so Wiecherts Sonderlob. Oder Linksaußen Marie Halstenberg, die zum zwischenzeitlichen Zehn-Tore-Vorsprung (25:15, 53.) erhöhte und sich anschließend freute: "In der zweiten Halbzeit hat bei uns fast alles funktioniert. Das hat Spaß gemacht." Die Grundlage zum 14. Sieg im 18. Saisonspiel wurde beim Spitzenreiter aber wieder einmal an anderer Stelle gelegt. "Die Defensive gewinnt Spiele und Meisterschaften. Sie war auch diesmal der Schlüssel zum Erfolg", fasste der Hüllhorster Coach zusammen. In Sachen Meisterschaft sollte Wiechert damit recht behalten. Hüllhorst: Poggemöller, Meyer; Kuhlmann (2), Müller, Redeker (2), Lehmann (1), Grüning (3), Zelle (1), Mohr (1), Kröger (6), Hülsmeier (5), Albsmeier, Grannemann (3/1), Halstenberg (3) - Nettelstedt: Lichtsinn, Krömker; L. Borgmann, Hyvoenen, Kaufmann, J. Borgmann, Bolduan (4), Gerling (3), Heitmann, Kruse (3), Olbrich, Schwier (8/4), Schubauer.

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