Er sorgte für das Glanzlicht des Abends: Kreisläufer Branimir Koloper gelang mit dem 11:7 der schönste Treffer des TuS N-Lübbecke gegen den Wilhelmshavener HV. - © Oliver Krato
Er sorgte für das Glanzlicht des Abends: Kreisläufer Branimir Koloper gelang mit dem 11:7 der schönste Treffer des TuS N-Lübbecke gegen den Wilhelmshavener HV. | © Oliver Krato

Lübbecke TuS N-Lübbecke gelingt ein ungefährdeter Heimsieg

Koloper mit Kabinettstückchen

Rainer Placke

Lübbecke. Branimir Koloper sorgte am Samstagabend für den spielerischen Höhepunkt: der Kreisläufer des Handball-Zweitligisten TuS N-Lübbecke fing einen Pass von Kenji Hövels mit links, um ihn Bruchteile später mit rechts zum zwischenzeitlichen 11:7 zu verwandeln. Am Ende hatte sich Spitzenreiter TuS N-Lübbecke mit 27:21 (11:8) gegen den Wilhelmshavener HV durchgesetzt und einen weiteren Schritt in Richtung Bundesliga-Rückkehr unternommen. Da der Rangvierte DJK Rimpar Wölfe zeitgleich beim ASV Hamm-Westfalen verlor, beträgt der Vorsprung des TuS N-Lübbecke auf einen Nicht-Aufstiegsplatz schon neun Punkte. "Man nimmt das natürlich wahr, doch wir haben noch zwölf Aufgaben zu lösen", hält Trainer Aaron Ziercke den Ball weiterhin flach. Was er vor den 1.892 Zuschauern in der Lübbecker Kreissporthalle zu sehen bekam, war eine grundsolide Leistung seiner Mannschaft. Ohne Pontus Zetterman (der Schwede hat einen doppelten Bänderriss am linken Fußgelenk erlitten und fällt voraussichtlich vier Wochen aus) kam Jo Gerrit Genz zu vielen Anteilen im rechten Rückraum: der Linkshänder nutzte dies zu sieben Treffern. "Der erste Wurf war drin, was mir Sicherheit gegeben hat. Anschließend bin ich in einen guten Lauf gekommen", freute sich Genz nach der Begegnung. Die wurde zunächst von zwei starken Abwehrreihen geprägt. "Hinten haben wir sehr gut gestanden, Peter Tatai war ein guter Rückhalt", freute sich Aaron Ziercke, der nach der 11:8-Pausenführung direkt nach dem Seitenwechsel die beste Phase seiner Mannschaft zu sehen bekam. Bis zum 18:11 (39.) wirkten die Gastgeber auch im Angriff sehr konzentriert, ehe sich Nachlässigkeiten einschlichen. Da der Wilhelmshavener HV sich aber einige technische Fehler erlaubte, kamen die Norddeutschen nur bis auf 19:16 (50.) heran. "Da sind wir ein wenig aus dem Rhythmus gekommen und haben uns zu viele Fehlversuche und überhastete Abschlüsse erlaubt", hatte auch Aaron Ziercke erkannt - mit einer solchen Phase würde der TuS N-Lübbecke in der ersten Bundesliga ein Spiel weggeben. Allerdings zeigte der TuS N-Lübbecke anschließend eine Reaktion und setzte sich schnell wieder deutlicher ab. In Gefahr geriet der Sieg zu keinem Zeitpunkt, dafür war der Wilhelmshavener HV zu limitiert in seinen Möglichkeiten. Über weite Strecken versuchten die Norddeutschen mit extrem langen Angriffen die Lübbecker Abwehr müde zu spielen, doch die Defensivformation der Gastgeber lieferte eine sehr konzentrierte Vorstellung ab und ließ sich nur selten locken. "Das hat mir wirklich gefallen. Und genau so konzentriert müssen wir auch am kommenden Freitagabend zu Werke gehen, wenn wir unsere Partie Hamm zu bestreiten haben", blickte Aaron Ziercke schnell der bevorstehenden Auswärtsaufgabe entgegen.

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