Er fühlt sich wohl: Der 21-Jährige Linkshänder Jo Gerrit Genz möchte sich beim TuS N-Lübbecke in allen Bereichen verbessern und anschließend mit den Zuschauern jubeln. - © Oliver Krato
Er fühlt sich wohl: Der 21-Jährige Linkshänder Jo Gerrit Genz möchte sich beim TuS N-Lübbecke in allen Bereichen verbessern und anschließend mit den Zuschauern jubeln. | © Oliver Krato

Lübbecke Genz hat sich Respekt erarbeitet

Handball: Dem talentierten Linkshänder des TuS N-Lübbecke gelingt den Spagat zwischen Berufsausbildung und Handballprofi in der 2. Bundesliga bisher sehr gut

Rainer Placke

Lübbecke. Als die Delegation des TuS N-Lübbecke kürzlich nach dem Auswärtsspiel bei der TSG Friesenheim morgens um 4 Uhr wieder zu Hause war, legte er sich gar nicht mehr hin. Jo Gerrit Genz holte noch Brötchen, frühstückte in aller Ruhe und begab sich anschließend pünktlich zu seiner Arbeitsstelle. Der im Sommer von Bayer Dornmagen zum TuS N-Lübbecke gewechselte Linkshänder absolviert nämlich eine Ausbildung zum Bürokaufmann. "Inzwischen habe ich eine gute Balance gefunden, damit umzugehen", sagt der 21-jährige Rückraumspieler. "Er ist meiner Meinung nach der absolute Wunsch-Schwiegersohn. Ich habe großen Respekt vor dem Pensum, das er absolviert. Er verhält sich immer vorbildlich und ist immer total freundlich im Umgang", lobt Teammanager Zlatko Feric das Engagement des wurfgewaltigen Rückraumspielers, der in Lübbecke das Ziel verfolgt, sich "in allen Bereichen weiter zu entwickeln". Und das gelingt dem talentierten Linkshänder laut Trainer Aaron Ziercke bisher sehr gut. "Er versucht immer die Tipps, die er von mir bekommt, sofort umzusetzen und sich zu verbessern", sagt Ziercke, der mit der Entwicklung von Jo Gerrit Genz zufrieden ist - er attestierte ihm beispielsweise einen gelungenen Auftritt trotz der Niederlage bei TuSEM Essen. "Ich bin mir sicher, dass wir noch viel Freude an ihm haben werden, wenn er so weiter arbeitet", ergänzt Ziercke. "Ich bin mir sicher, dass wir noch viel Freude an ihm haben werden" Genz selbst hat den Schritt zum TuS N-Lübbecke zu wechseln noch nicht bereut, obwohl Pontus Zetterman ("Er wirkt immer sehr ruhig und besonnen in seinen Aktionen") die Nummer eins auf der rechten Rückraumposition ist. "Ich möchte mich gerne in meinen Angriffsaktionen verbessern, da fordert der Trainer mehr Zug zum Tor von mir. Außerdem möchte ich gerne häufiger im Innenblock decken, da gibt es auch noch Steigerungspotenzial", sagt Genz vor dem nächsten Auswärtsspiel des TuS N-Lübbecke am Samstagabend bei der SG Leutershausen. "Die Leutershausener haben sich als Aufsteiger schon einen guten Namen in der Liga gemacht. Mein Freund Mattis Pestinger, mit dem ich zusammen in Dormagen in einer Mannschaft gestanden habe, spielt dort und hat mir erzählt, dass sie durch den bisherigen Saisonverlauf viel Sicherheit bekommen haben. Wir müssen dort schon mächtig auf der Hut sein, um in der kleinen engen Halle mit einer tollen Atmosphäre bestehen zu können", glaubt Jo Gerrit Genz. Vielleicht erhält er ja von seinem Trainer Aaron Ziercke am Samstagabend die Möglichkeit, seine beim TuS N-Lübbecke gemachten Fortschritte auf dem Spielfeld zeigen zu dürfen. Auch wenn er in Leutershausen nur ein paar Minuten spielen sollte, wird er geduldig auf seine nächste Chance warten.

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