Glücklich und zufrieden: Achim Berkemeier wurde Dritter bei der Weltmeisterschaf. - © Privat
Glücklich und zufrieden: Achim Berkemeier wurde Dritter bei der Weltmeisterschaf. | © Privat

Fürth/Lübbecke Fokussiert aufs Treppchen

Racketlon: Achim Berkemeier holt Bronze bei den Weltmeisterschaften im Schlägermehrkampf in Fürth

Fürth/Lübbecke. Jedes Jahr im November ermitteln die besten Schlägersportler der Welt ihre Meister. In diesem Jahr fanden die Titelkämpfe im Racketlon auf deutschem Boden in Fürth statt. Achim Berkemeier vom Racketlon-Team Minden-Lübbecke sicherte sich dabei eine Bronzemedaille bei den Herren 45 und knüpfte damit an den Gewinn der Goldmedaille bei der Team-WM in Kopenhagen an. Racketlon ist die Königsdisziplin des Schlägersports. In einem Match messen sich die Gegner in den Sportarten Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis jeweils für einen Satz bis 21 Punkte. Wer die meisten Punkte erreicht, gewinnt die Begegnung. "Seit 2007 bin ich von dieser Sportart fasziniert", berichtet der Oberstufenlehrer der Stadtteilschule Fischbek-Falkenberg. "In der Jugend habe ich mit Tischtennis und Tennis im Verein angefangen und später kamen noch Badminton und Squash dazu", verrät Achim Berkemeier weiter. Durch seine Rückschlag-Erfahrungen feierte der geborene Bielefelder schnell erste Erfolge in einer Sportart, die in den 90er Jahren von den Skandinaviern entwickelt wurde. Mittlerweile ist Racketlon den Kinderschuhen entwachsen, denn neben einem Weltverband mit 42 Nationen gibt es seit 2009 eine Deutsche Racketlonliga mit über 30 Vereinen in vier Ligen. Deutschland zählt neben Österreich und vor allem Dänemark zu den führenden Nationen beim Schlägermehrkampf. "Aus beruflichen Gründen musste ich dann jedoch etwas kürzer treten" 2008 war das erfolgreichste Jahr des Deutsch- und Sportlehrers. Nach etlichen Turniererfolgen stieg er in der Weltrangliste auf Position 16 und spielte als Zweiter der deutschen Rangliste in der Deutschen Nationalmannschaft eine gewichtige Rolle. "Aus beruflichen Gründen musste ich dann jedoch etwas kürzer treten", führt der Tennisspieler des Lübbecker TC aus. Erst in diesem Jahr konnte Berkemeier sein Trainingspensum wieder etwas steigern. In den Sommerferien erreichte er den Titel mit dem Team 45+ bei der WM in Kopenhagen als Deutsche Nummer zwei. Am vergangenen Wochenende krönte er das Jahr mit einem unerwarteten dritten Platz in Fürth. Als ungesetzter Spieler, da er keine Ranglistenplatzierung besitzt, besiegte Berkemeier zunächst Juraj Svec aus Slowenien mit +22 Punkten (Tischtennis 18:21, Badminton 21:7, Squash 21:12 und Tennis 2:0), ehe er dann die Weltranglisten Spieler Anders Akesson (WR 8 aus Schweden) und György Janzer (WR 3 aus Ungarn) deutlich in die Schranken verwies. Im Halbfinale war dann der spätere Titelträger und Turnierfavorit Emil Bergander aus Dänemark eine Nummer zu groß für den 47-jährigen Wahlhamburger. Beim Match um den Bronzerang zeigte sich Berkemeier jedoch sehr fokussiert und sicherte sich das Edelmetall gegen den Finnen Sami Lithenius überaus deutlich (21:8, 10:21, 21:12 und 11:4). Platz zwei ging ebenfalls nach Dänemark, an Jack Broe Larson. "Nächstes Jahr werden die Titelkämpfe im Sommer in Wien ausgerichtet", weiß Berkemeier. Da wird er voraussichtlich dabei sein, ebenso bei der Racketlonliga, die im April in Castrop und im Oktober in Leipzig ausgetragen wird. Mit Oliver Grau, Rahel Grothmann und Nicole Eisler starteten noch drei weitere Spieler in Fürth. Oliver Grau erreichte im B-Feld, nach einer unglücklichen Erstrundenniederlage, Platz 21. Rahel Grothmann machte es etwas besser und landete auf Platz 20 im B-Feld der Damen. Mit der Schweizerin Nicole Eisler, die in der ersten Mannschaft des RT Minden-Lübbecke spielt, stellt der Verein die Siebtplatzierte im Damen-Elitefeld. Alle wichtigen Information hält auch das Netz bereit: www.racketlon.de oder international unter www.racketlon.net

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