Sechs Mal getroffen: Jan Linne musste mit dem TuS Nettelstedt II den ersten Punktverlust in der Landesliga hinnehmen. - © Andreas Gerth
Sechs Mal getroffen: Jan Linne musste mit dem TuS Nettelstedt II den ersten Punktverlust in der Landesliga hinnehmen. | © Andreas Gerth

Lübbecke TuS Nettelstedt II muss sich bei der SG Bünde-Dünne mit einem 30:30 begnügen

Ohne Jan Schröder steht die Abwehr nicht so sicher wie sonst

Sven Rathke
Andreas Gerth

Lübbecke. Die Weiße Weste hat ihren ersten Fleck: Der TuS Nettelstedt II musste am 9. Spieltag den ersten Punktverlust der Spielzeit 2016/ 2017 hinnehmen. Bei der SG Bünde-Dünne reichte es für den Spitzenreiter der Handball-Landesliga ohne den zu den Profis des TuS N-Lübbecke abkommandierten Jan Schröder nur zu einem 30:30 (16:15)-Unentschieden. "Jan hat uns besonders in der Abwehr gefehlt. Wir haben zwei, drei Tore kassiert, die mit ihm einfach nicht gefallen wären", war sich Nettelstedts Trainer Michael Jankowski sicher. "Wir hätten auch verlieren können", räumte Jankowski nach dem Abpfiff der spannenden Partie ein. Nettelstedt lag in der 57. Minute schon mit 27:29 hinten, ehe Bjarne Schulz und René Glöckner (per Siebenmeter) zum 29:29 ausglichen. Bünde-Dünne legte 44 Sekunden vor Ende das 30:29 vor, erneut Schulz konnte aber kurz darauf egalisieren. Nachdem der letzte Angriff der Gastgeber abgewehrt worden war, kam Nettelstedt sieben Sekunden vor dem Abpfiff noch einmal in Ballbesitz. Nach einer Auszeit wurde Maurice Schirge in eine gute Wurfposition gebracht, er zögerte jedoch zu lange mit seinem Abschluss, so dass es beim 30:30 blieb. Zuvor hatten sich die Gäste dank eines treffsicheren Chris Byczynski früh auf 4:1 und 5:2 (9.) lösen können. Bis zum 13:10 (Jannis Kruse/21.) hatte der Vorsprung Bestand, danach machte sich das Fehlen von Jan Schröder (im Kader der Zweitligamannschaft) jedoch verstärkt durch Abstimmungsprobleme in der Abwehr bemerkbar. Bünde-Dünne kam zum Anschluss, glich nach der Pause beim 16:16, 17:17 und 18:18 aus und drehte schließlich die Nettelstedter 22:20-Führung zum 22:23 (48.). "Wir waren selber schuld, vorne sind die Dinger einfach nicht mehr reingegangen", ärgerte sich Jankowski. Letzte Führung des TuS war das 24:23 (Byczynski), anschließend lief man den Gastgebern hinterher und rettete immerhin einen Zähler. Am kommenden Samstag, 3. Dezember, darf der Spitzenreiter gegen HT SF Senne dann wieder zu Hause ran. TuS Nettelstedt II: M. Schröder, H. Schirge; Kruse, M. Schirge (3), Steinhauer (1), Oevermann (1), Linné (6), Pohnke (2), Glöckner (4/2), Schulz (4), Byczynski (9).

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