Jubel nach dem Sieg im Spitzenspiel: Die Hüllhorster Frauen freuen sich über das 22:18 gegen die HSG EURo und die Tatsache, die Tabellenführung übernommen zu haben. - © Rainer Placke
Jubel nach dem Sieg im Spitzenspiel: Die Hüllhorster Frauen freuen sich über das 22:18 gegen die HSG EURo und die Tatsache, die Tabellenführung übernommen zu haben. | © Rainer Placke

Hüllhorst Grüning macht den Unterschied

Frauenhandball-Verbandsliga: HSG Hüllhorst gewinnt das Spitzenspiel gegen HSG EURo und übernimmt die Tabellenführung. TuS Nettelstedt kassiert eine Niederlage bei Westfalia Kinderhaus

Rainer Placke

Hüllhorst. Die HSG Hüllhorst haben es geschafft: durch den 22:18 (10:11)-Sieg gegen den bisherigen Spitzenreiter HSG EURo übernahm die Mannschaft Christian Wiecherts die Tabellenführung in der Frauenhandball-Verbandsliga. "Das ist eine schöne Momentaufnahme", meinte Wiechert nach dem Spitzenspiel. Einen Rückschlag erlitt dagegen der TuS Nettelstedt, der mit 31:33 bei Westfalia Kinderhaus verlor. HSG Hüllhorst - HSG EURo 22:18 (10:11) Susann Grüning war wieder einmal die entscheidende Spielerin bei den Gastgeberinnen. Als die Partie in die entscheidende Phase ging, übernahm sie Verantwortung, führte das Hüllhorster Angriffsspiel und markierte die Treffer zum 21:17 und 22:18. Zuvor hatten die Zuschauer in der Hüllhorster Sporthalle eine abwechslungsreiche Partie gesehen. Hüllhorst erwischte den besseren Start (7:3 und 8:5), musste aber beim 9:9 den Ausgleich hinnehmen und geriet zur Pause mit 10:11 in Rückstand. Nach dem Seitenwechsel nutzten die Gastgeberinnen eine vierminütige Überzahl, um sich auf 15:11 (40.) abzusetzen. Bei 17:12 sah es immer noch gut aus, doch die HSG EURo war beim 17:16 (50.) wieder dran. "Wir haben uns aber nicht aus der Ruhe bringen lassen", freute sich Wiechert anschließend. Marie Halstenberg und Janina Hülsmeier erhöhten auf 19:16, wenig später traf Isabel Lehmann zum 20:17. Susann Grüning, die nach zwei Zeitstrafen in der ersten Hälfte nur noch vorne eingesetzt werden konnte, ließ dann in der Schlussphase ihr großes Können aufblitzen. "Großes Lob an die gesamte Mannschaft, die vor allem in der Abwehr einen richtig guten Job erledigt hat", fasste Christian Wiechert zusammen. Die Hüllhorsterinnen haben jetzt 9:1 Punkte in Folge geholt und wollen diese Serie auch bei Eintracht Oberlübbe fortsetzen. HSG Hüllhorst: Meyer, Poggemöller; Schröder, Redeker (1/1), Lehmann (2), Grüning (5), Zelle (2), Mohr, Kröger, Hülsmeier (3), Albsmeier (2), Grannemann (4/2), Halstenberg (3). Westfalia Kinderhaus - TuS Nettelstedt 33:31 (21:18.) "Ich kann niemandem einen Vorwurf machen, die Mannschaft hat super gekämpft, ist aber leider nicht dafür belohnt worden". Thorsten Waldmann, Trainer des TuS Nettelstedt, hätte liebend gerne etwas Zählbares aus Münster mitgenommen, erkannte aber die starke Offensivleistung der Gastgeberinnen an. Im ersten Teilabschnitt verzichteten beide Teams weitgehend auf Defensivarbeit, so dass zur Pause fast schon ein Endergebnis zu Stande gekommen war. Die Nettelstedter Deckungsleistung wurde nach dem Wechsel wesentlich besser, so dass beim 26:26 (45.) der Ausgleich hergestellt war. Kinderhaus markierte in der 58. Minute das 32:30, dem Sofie Hyvönen das 32:31 folgen ließ. 1:12 Minuten vor dem Schlusspfiff nahm Kinderhaus eine Auszeit und konnte den Ballbesitz bis acht Sekunden vor dem Ende ausspielen, um dann mit dem 33:31 für die Entscheidung zu sorgen. "Da hätte ich schon mit dem Passivzeichen gerechnet. Das hat uns ziemlich geärgert", fasste Thorsten Waldmann die etwas gedrückte Stimmungslage zusammen. TuS Nettelstedt: Krömker, Lichtsinn; Walter (2), Hyvönen (8/5), Kaufmann (3), Bolduan (3), Gerling, Heitmann, Kruse (4), Olbrich (4), Schwier (3), Schubauer(4).

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