Auf dem Weg: HCE-Rechtsaußen Maik Dittrich erzielte gegen Jöllenbeck II vier Tore. Foto: Jürgen Krüger - © Jürgen Krüger
Auf dem Weg: HCE-Rechtsaußen Maik Dittrich erzielte gegen Jöllenbeck II vier Tore. Foto: Jürgen Krüger | © Jürgen Krüger

Handball-Landesliga: HCE quält sich zurück in die Spur

Bad Oeynhausener holen „schmutzigen“ Sieg gegen Schlusslicht Bielefeld/Jöllenbeck II und haben damit eine kleine Siegesserie mit 8:0 Punkten hingelegt

Jochen Borcherding ist ein Mann der Zahlen. Als Lehrer für Mathematik und Sport am Besselgymnasium in Minden ist das auch kein Wunder. Jetzt schlug er einen schönen Bogen von seiner beruflichen Leidenschaft zu einem Handballspiel, das Leiden schafft. „Wenigstens stimmen die Zahlen", sagte „Bocho" nach dem mühsamen 28:23 (13:13)-Erfolg in der Landesliga über Schlusslicht TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck II. Damit meint der 49-Jährige einmal das Ergebnis, auf der anderen Seite aber auch die zuletzt 8:0 Punkte in Folge. Vielleicht ist das schon der kleine Mini-Lauf, den die Kurstädter gebraucht haben, um wieder Freude am Handball zu spüren und um mit einer gewissen genüsslichen Leichtigkeit auch erfolgreich zu sein. Bis der HCE die Unbekümmertheit und Souveränität der vergangenen Saison, die zumindest bis hierher ähnlich verlief, erreicht hat, wird aber wohl noch viel Wasser die Werre entlang fließen. Torwart Bastian Knop hält wichtigen Strafwurf Der Sieg mit fünf Toren Unterschied sieht nämlich deutlicher aus, als er war. Vier Minuten vor dem Schluss führten die Bad Oeynhausener nämlich nur mit 25:23. Bei diesem Spielstand bekamen die „Jürmker" einen Strafwurf zugesprochen. Und wer weiß, wie sich die Partie noch entwickelt hätte, wenn Jöllenbecks Maik Braunheim, der zuvor vier Siebenmeter sicher verwandelt hatte, nicht an HCE-Torwart Bastian Knop gescheitert wäre. Knop brachte an diesem Abend keine herausragende Leistung, und Borcherding wechselte ihn nach 32 Minuten für Hannes Reichinger aus. Nur zu diesem Strafwurf kehrte „Basti" zurück. Eine gute Entscheidung von Borcherding, der sich in diesem Fall vermutlich aber auf seine Intuition als auf seine mathematischen Kenntnisse verlassen haben dürfte. Mit den vier Siegen in Serie haben die Kurstädter ein positives Punktekonto (10:8) und rangieren auf Platz sechs.

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