Ein farbenfrohes und atemberaubendes Spektakel auf Rollschuhen: Hier lassen alle im Urwald (in der Dreifachhalle im Sportzentrum Süd) Tarzan hochleben. - © Egon Bieber
Ein farbenfrohes und atemberaubendes Spektakel auf Rollschuhen: Hier lassen alle im Urwald (in der Dreifachhalle im Sportzentrum Süd) Tarzan hochleben. | © Egon Bieber

Bad Oeynhausen Rollkunstläufer des RRC Lohe begeistern mit ihrer Version von "Tarzan"

1.200 Zuschauer sehen in drei ausverkauften Vorstellungen "Tarzans Geschichte" vom RRC Lohe und sind begeistert

Egon Bieber

Bad Oeynhausen. Das war Gänsehaut-Erlebnis pur im Sportzentrum Süd. Atemberaubend und farbenfroh. Rund 1.200 Zuschauer ließen sich in den drei ausverkauften Vorstellungen begeistern von den 50 Rollkunstläuferinnen des RRC Lohe im Alter von vier bis 25 Jahre, die "Tarzans Geschichte" als Musical faszinierend umsetzten - und dafür zurecht mit reichlich Applaus bedacht und ohne Zugabe nicht aus dem "Urwald" verabschiedet wurden. Die Choreographie war das "Ding" von Janina Apke, seit drei Jahren Sportliche Leiterin der Rollkunst-Abteilung, die in "Tarzans Geschichte" auch als Affen-Ziehmutter Kala auf der Bühne stand. Unterstützt wurde sie von Nadine Klettke, Nina und Sophie Rehlaender sowie Pauline und Tabea Demberg. Natürlich schlüpften auch sie in prächtige und farbige Kostüme. Einen Teil des Bühnenbildes hatte sich der RRC von befreundeten Rollschuhvereinen ausgeliehen. Einige Kostüme auch, aber den Großteil schneiderten Eltern und Geschwister der Rollkunstläuferinnen sowie Ehemalige. Und sie legten auch Hand an beim Schminken und den Frisuren der Darsteller sowie beim Aufbau der Kulisse und Bedienen der Technik. Janina Apke als Hauptverantwortliche für dieses Musical war nach den Vorstellungen geschafft, aber auch glücklich: "Ich bin stolz auf meine Mädchen. Sie haben das alle ganz toll gemacht", lobte sie. Seit drei, vier Monaten war Vollbeschäftigung angesagt in der Sporthalle, wurde "Tarzans Geschichte" vier bis fünf Mal die Woche einstudiert. Und dieser Aufwand hat sich gelohnt, waren die Zuschauer begeistert und viele bedankten sich nach der jeweiligen Vorstellung persönlich bei Janina Apke. Die Abteilungs-vorsitzende des RRC, Stefanie Rehlaender, bedankte sich nach den drei Vorstellungen bei allen, die mitgeholfen und zum prächtigen Erfolg dieses Stücks beigetragen hatten. Eventuell soll es im nächsten Jahr weitere Tarzan-Aufführungen geben. Schließlich bietet diese Geschichte von Tarzan und Jane immer Stoff, und das nicht nur in Büchern im Kinderzimmer. Mehr als 100 Mal wurden schon seit 1918 Filme gedreht und läuft seit Oktober 2008 in der Neuen Flora in Hamburg das Musical "Tarzan". Es ist die Geschichte eines kleinen Jungen (noch im Mutterleib), dessen Eltern nach einer Meuterei auf einem Schiff an der afrikanischen Küste ausgesetzt werden. Die Eltern sterben und das Menschenkind "Tarzan" wird dann von einer Gruppe Affen aufgezogen. Viele Jahre später lernt er Jane kennen - und ein neues Abenteuer beginnt.

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