Nicht zimperlich: In dieser Szene vom Spiel gegen Holzhausen landet Maximilian Cuwalsky (FCO) auf seinem Gegenspieler. - © Foto: Ingo Büchel||
Nicht zimperlich: In dieser Szene vom Spiel gegen Holzhausen landet Maximilian Cuwalsky (FCO) auf seinem Gegenspieler. | © Foto: Ingo Büchel||

Bad Oeynhausen/Löhne Hinter dem Fußballtor: Letzte Prozente fehlen

Der FCO braucht gegen SuS Holzhausen 45 Minuten, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Der TuS Lohe siegt, Löhne holt einen Punkt

Wolfgang Döbber

Bad Oeynhausen/Löhne. Ungeschlagen kam das heimische Trio der Fußball-Bezirksliga aus dem vergangenen Wochenende. Das war bei den schweren Auswärtsaufgaben von TuS Lohe (gewann mit 3:2 in Stift Quernheim beim Tabellenvierten) und TuRa Löhne (1:1 beim Tabellensiebten VfL Holsen) nicht unbedingt zu erwarten, dokumentiert aber den weiterhin stabilen Weg der beiden Mannschaften. Erwartbar, aber im Verlauf schwerer als es das Ergebnis aussagt, war der 4:0-Heimerfolg des FC Bad Oeynhausen gegen SuS Holzhausen. FC Bad Oeynhausen Vorletztes Heimspiel des FC Bad Oeynhausen in der Saison 2015/16: Das 4:0 gegen anfangs kesse Gäste aus Holzhausen dokumentierte wieder mal die offensive Wucht des FCO, der in der 2. Halbzeit richtig Spaß am Fußballspielen bekam und vier schön herauskombinierte Treffer schoss. Freilich ging den Gästen (die in Trauerflor spielten, da ein langjähriges SuS-Mitglied verstorben war) nach der Pause die Puste und damit auch der Zugriff auf die Partie aus. Auffällig: Über die Außenbahnen konnten sich Atilgan, Celik, Richter, Mühlmeier, Cuwalsky und Co. hemmungslos nach vorne pirschen, hatten viel Räume vor sich, so dass neben den vier Toren auch weitere gute Chancen zu Buche standen. Alleine zwischen dem 2:0 (62. Minute, dass Celik-typische Heimtor) und dem 3:0 (72, Kevin Reimer, alleine gelassen am Sechzehner, eingenetzt) lagen vier weitere brauchbare Chancen. Die Bilanz des FCO-Trainers Holm Windmann nach dem 16. Saisonsieg und nun schon 72 geschossenen Toren (drittbester Wert der Bezirksliga) fiel geteilt aus: "Vor der Pause haben wir die letzten Prozente vermissen lassen. Holzhausen hat das stabil gemacht, die haben ja auch schnelle Leute vorne. Zur Pause habe ich gesagt: Wer hier das erste Tor macht, der gewinnt die Partie. So kam es auch, die Tore waren dann auch schön herauskombiniert, die zweite Halbzeit war richtig gut anzuschauen." TuS Lohe Das Ergebnis von 3:2 ist Motivationsschub pur und gut für die Loher Seele, vor dem nächsten schweren Top-Spiel (Sonntag kommt der SC Bad Salzuflen, in der Rückrunde ungeschlagen zehn Siege und nur ein Remis). Die Aufholjagd nach dem 0:2-Rückstand leitete Dominik Tölkemeier in der 62. Minute mit einem Kopfball ein, wie Uwe Seeler bei der WM 1970 in Mexiko gegen England. "Er traf den Ball mit einer Art Hinterkopfverlängerung, wie einst Seeler", berichtete Trainer Christian Möller, der am Sonntag stets an das Team glaubte. "Auch nach dem 2:0 der "Stifte" hatte ich nicht das Gefühl, dass wir schon raus aus der Partie sind. Wir hatten auch schon in der 1. Halbzeit wenig zugelassen, die Gastgeber hatten kaum Chancen. Wir standen tief, diszipliniert, und haben uns nie aufgegeben. Mit dem 1:2 ging ein Ruck durch das Team. Das 3:2 schließlich war ein supergeiles Tor von Julian, der nach Vorarbeit von Bastian Behr (das Comeback des Jahres) den Ball technisch perfekt über den Keeper lupfte. Glück hatten wir sicher in der 88. Minute, als der BV Stift durchaus einen Elfmeter hätte bekommen können", schloss der hocherfreute Coach seine Ausführungen. Vier Siege, zwei Remis: Ungeschlagen mit 14 Punkten aus den sechs Spielen hat der TuS Lohe mal eben (fast) die Ausbeute vom Saisonstart im August 2015 bis März 2016 (15 Punkte) eingestellt. Sie können alles, nur nicht einfach, die Loher. Tura Löhne Mit dem 1:1 in Holsen hat TuRa Löhne in der Rückrunde schon 22 Punkte gesammelt, macht Platz 6 der Rückrundentabelle. Auswärts ist die Studtrucker-Elf 2016 weiterhin ungeschlagen, die 36 Saisonzähler bedeuten immer noch sieben Punkte Vorsprung auf Kutenhausen-Todtenhausen auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. TuRas Vorsitzender Dirk Kleemeier freute sich riesig über den Punkt, er weilte aber am Wochenende auf der "Insel" Großbritannien und verfolgte live das 4:0 des Sensations-Tabellenführers Leicester City gegen Swansea City! "Welch eine Euphorie dort, 30 000 Zuschauer im ausverkauften Stadion, man stelle sich vor, Bielefeld würde Deutscher Meister...", sagte er anerkennend. Anerkennung hat auch TuRa verdient, die nächsten Aufgaben Stift Quernheim (Sonntag, am 1. Mai) und dann in Bad Salzuflen (die besiegte man daheim mit 3:2!) sind nicht von Pappe. "Da haben wir ja auch noch was gutzumachen am Sonntag gegen Stift", schmunzelte Kleemeier in Anspielung auf die 2:9-Klatsche aus der Hinrunde beim BV Stift.

realisiert durch evolver group