Rein in die Lücke: Larissa Kolodzig (r.) hat am Sechsmeterkreis Platz, um zum Heber anzusetzen. Die Trainer Tanja Nedderhof und Kai Müller beobachten den Angriff von der Seitenlinie. - © Foto: Kendra Karwa
Rein in die Lücke: Larissa Kolodzig (r.) hat am Sechsmeterkreis Platz, um zum Heber anzusetzen. Die Trainer Tanja Nedderhof und Kai Müller beobachten den Angriff von der Seitenlinie. | © Foto: Kendra Karwa

Helpuper Korbballerinnen nutzen Heimvorteil

TuS feiert zwei Siege am Doppelspieltag in der Grundschule

Korbball-Bundesliga Süd Oerlinghausen. Für den Heimspieltag in Helpup waren rund 30 Helfer im Einsatz. Denn die Bundesliga-Korbballerinnen der TuS erwarteten bis zu 150 Zuschauer. „Dabei stand es auf Messers Schneide, ob wir die Spiele überhaupt hier austragen können“, erzählte Abteilungsleiter Dirk Palmowski. Die Turnhalle der Helpuper Grundschule musste kurz vorher aufgrund eines Rohrschadens saniert werden, doch die Reparaturen sind rechtzeitig abgeschlossen worden. Das erste Spiel gegen den Aufsteiger aus dem bayerischen Essleben konnte die Mannschaft von Trainerin Tanja Nedderhof durch schnelles Tempo und viel Geduld für sich entscheiden. Im Training wurden dafür vor allem Gegenstöße und Distanzwürfe geübt. Die Helpuper Damen gingen nach holprigen zehn Minuten durch einen Treffer von Larissa Kolodzig in Führung. Doch die gute Leistung der Korbfrau vom TSV Essleben verhinderte fast alle weiteren Treffer. Nach einem Konter und anschließendem Heber von Janina Hörmann ging es für die Helpuper Herzdamen mit 2:0 in die Pause. Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde eine Spielerin aus Essleben nach wiederholtem Foulspiel mit einer gelb-roten Karte bestraft und musste daraufhin das Spielfeld verlassen – eine Seltenheit im Korbball. Mit dem Gegner in Unterzahl, schalteten die Helpuperinnen in der Defensive auf Manndeckung um. „Für uns galt es, das Tempo trotzdem hochzuhalten und die Überzahl im Angriff auszunutzen“, kommentierte Nedderhof die Taktik. Das gelang den Damen jedoch nur bedingt. Nach zwei weiteren Treffern von Janina Hörmann und einem Korb von Miriam Ertel gelang dennoch ein 5:2-Sieg. Für die Begegnung mit dem TSV Ettleben erwartete Nedderhof ein „Top oder Flop“-Spiel. Entsprechend lieferten sich beide Mannschaften von Beginn an einen offenen Schlagabtausch. Die Zuschauer in der Turnhalle der Helpuper Grundschule sahen ein kämpfendes Team, das jedoch nicht direkt belohnt wurde. Ettleben konnte bis zur Halbzeit einen Treffer mehr im Korb unterbringen und lag mit 3:2 in Führung. Doch der Kampfgeist und die läuferische Leistung der Helpuperinnen wurden in der zweiten Halbzeit belohnt – die Aufholjagd war eingeläutet. Lena Kramer traf durch einen Überkopfwurf. Kurz nach dem Anschluss konnten die Zuschauer den Ausgleich zum 4:4 von Britta Menke bejubeln. Mit drei weiteren Treffern zum 7:4 machte die Mannschaft anschließend den Sieg klar. Mit den beiden Siegen kommen die Damen der TuS Helpup ihrem Saisonziel, der Qualifikation für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft 2018 in Oerlinghausen, einen Schritt näher. Das Team aus Helpup übernimmt vorerst die Tabellenführung. Die Konkurrenz aus Schraudenbach kann an den kommenden Doppelspieltagen in Dittelbrunn (Sonntag, 22. Oktober) und Waigolshausen (Sonntag, 12. November) nachziehen. Am sechsten Spieltag in Neuwied (Sonntag, 19. November) greift die TuS dann wieder ins Geschehen ein.

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