Siegerin: Viktoria Rath (Delbrück läuft) war die schnellste Frau über 12,5 Kilometer. - © Jonas Gröne
Siegerin: Viktoria Rath (Delbrück läuft) war die schnellste Frau über 12,5 Kilometer. | © Jonas Gröne

Kollerbeck Matsch und Nässe beim Köterberglauf

Volkslauf: Rund 350 Athleten nehmen in Kollerbeck teil. Matthias Berkemeier siegt über 12,5 Kilometer und über 24 Kilometer ist Jan Kaschura von RunArtist Holzminden der Schnellste

Jonas Gröne

Kollerbeck. Matschig und nass - das waren die Schlagworte der Starter beim Kollerbecker Köterberglauf. Vier Distanzstrecken wurden angeboten. Vorab kam es zu Streckenänderungen aufgrund der Schäden durch Sturmtief Friederike. Matthias Berkemeier (LF Lüchtringen) und Jan Kaschura (RunArtist Holzminden) gewannen in den längsten Disziplinen. Mit schwierigen Wetterbedingungen hatten die Läufer am Sonntagmorgen auf der Strecke zu kämpfen. Der Regen weichte den schon nassen Boden noch mehr auf. "Das war anspruchsvoll. Die Strecke war sehr matschig", sagte Carsten Siepler nach dem Zieleinlauf. Der 16-jährige wurde mit einer Zeit von 21,15 Minuten Dritter über fünf Kilometer. Der Athlet vom TV Bad Driburg kennt sich auf der Ebene besser aus. "Ich bin eigentlich nicht diese Höhenmeter gewohnt und laufe auch längere Strecken, aber diesmal reichte auch der Fünfer", zeigt sich Siepler zufrieden. Vor ihm landeten Roland Ridderbusch (TSV Bösingfeld, 20,37 Min.) und Jan-Philipp Roche (Vereinslos, 21,01 Min.). Schnellste Frau war Marie Albers vom Warburger SV (24,40 Min.). Die Zwölf-Kilometer-Distanz erstreckte sich am Sonntag über 12,5 Kilometer entgegen des ursprünglichen Vorhabens. Grund für die Streckenänderung waren die Wald- und Wegschäden durch Sturmtief Friederike. "Wir mussten zwei Stellen umplanen, sodass wir alle drei Strecken verändern mussten. Es gab auch eine Wendepunktstrecke. Die meisten kommen zum Köterberglauf, um für den Herrmann zu trainieren. Deswegen wollten wir die Streckenlänge beibehalten", berichtet Heinrich Rheker vom Organisationsteam des SV Kollerbeck. In der Folge mussten die Läufer einen schweren Anstieg am Köterberg bewältigen. "Der war eigentlich zu steil, aber wir hatten keine Alternative. Diesmal haben wir keine Stationierungen, wir messen die Wegstrecke nach den Uhren der Sportler", sagt Rheker. Über 12,5 Kilometer siegte Matthias Berkemeier (LF Lüchtringen) mit einer Zeit von 47,40 Minuten. "Ich kann längere Distanzen besser laufen. Bei fünf Kilometern gibt es mir zu viele Sprints", meint Berkemeier. Der 18-jährige löste 40 Sekunden vor dem Zweiten Josef Struck (SV Kollerbeck) das Finish. Struck und Berkemeier liefen in der ersten Hälfte noch zusammen. "Ich war gut drauf, das habe ich gleich gemerkt. Am Anfang laufe ich noch mit den anderen, aber als es dann bergrunter ging, da war er weg", blickt Struck auf das Duell. Dritter wurde Michael Amstutz (Non-Stop-Ultra-Brakel, 50,00 Min.). Als erste Frau lief Viktoria Rath (Delbrück läuft) mit einer Zeit von 52,22 Minuten durch das Ziel. "Die Strecke war sehr abwechslungsreich. Zwischendurch bin ich durch die Pfützen gelaufen, das spült den Matsch wieder ab", sagt Rath mit einem Schmunzeln. Im 24-Kilometer-Lauf war Jan Kaschura von RunArtist Holzminden der Schnellste (1,33:44 Std.). Mathias Nahen vom TV Bad Driburg (1,37:38 Std.) und Paul Maksuti von Delbrück läuft (1,38:23 Std.) überquerten hinter Kaschura die Ziellinie. Auch die Jüngsten hatten bei den 900-Meter-Läufen mit den Wetterbedingungen zu kämpfen. "Es war sehr matschig. Dadurch wurde es noch anstrengender", sagt Lisa Siepler vom TuS Hembsen. Mia Kuhaupt vom Warburger SV wurde Erste (3,27 Min.), dicht gefolgt von Lisa Siepler und Lena Reinold. Bei den Jungen siegte Laurenz Behler (TuS Hembsen) mit einer Zeit von 3,15 Minuten. Nils Deppe (LV Borgentreich) und Leonard Rustemeier (TV Bad Driburg) überquerten hinter ihm die Ziellinie. Mit der Resonanz sei Rheker zufrieden: "In diesem Jahr sind es mehr Teilnehmer. Das Wetter hält auch keinen Sportler ab."

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