Ihre Punkte reichten nicht: Nina Mittelham (l.), hier mit ihrer Partnerin Sarah de Nutte, holte viele Siege gegen Busenbach. - © Wolfgang Tilly
Ihre Punkte reichten nicht: Nina Mittelham (l.), hier mit ihrer Partnerin Sarah de Nutte, holte viele Siege gegen Busenbach. | © Wolfgang Tilly

Bad Driburg Im Viertelfinale ist Schluss für den TuS Bad Driburg

Tischtennis: Bad Driburgs Bundesliga-Damen verspielen gegen den TV Busenbach eine klare 5:2-Führung im Heimspiel am Freitagabend und verlieren das Rückspiel am Sonntag mit 4:6

Wolfgang Tilly

Bad Driburg. Nach dem 5:5-Remis am Freitagabend in heimischer Halle musste Bundesligist Bad Driburg am Sonntag im direkten Auswärtsduell beim TV Busenbach eine knappe 4:6-Niederlage hinnehmen und schied damit um den Kampf um die deutsche Meisterschaft bereits im Viertelfinale der Play Offs aus. Nach diesmal zwei verlorenen Doppeln - im Hinspiel wurden sie gewonnen - kämpfte Bad Driburg im Nordschwarzwald um ein Weiterkommen. "Nina lässt bei ihrem Spiel kaum noch Wünsche offen", so ihr Teammanager Franz-Josef Lingens. Sie gewann gegen Tanja Krämer (3:1) und auch gegen ihre Angstgegnerin Jessica Göbel (3:1) deutlich. Am Ende, nachdem Sophia Klee gegen Anastasia Bondareva im zehnten und letzten Spiel knapp verlor, war die Driburger Niederlage durch. "Ich bin ziemlich enttäuscht", zeigte sich Lingens nach der knapp verlorenen Begegnung ziemlich reserviert. In der ersten Viertelfinalbegegnung am Freitagabend in heimischer Halle kam Bundesligist TuS Bad Driburg nicht über ein 5:5 gegen den schwäbischen TV Busenbach hinaus. Nach den beiden gewonnenen Doppeln konnte nur noch die nach Berlin wechselnde Nina Mittelham ihre beiden Einzel gewinnen. Den dritten Einzelerfolg steuerte Sophia Klee bei. Nach dem Remis zeigte Bad Driburgs Lingens ein bisschen enttäuscht. "Sarah ist leider noch immer wie in der ganzen Saison etwas von der Rolle", meinte er und sprach von einem ganz schweren Rückspiel in Busenbach. Was sich bewahrheiten sollte. Lingens hatte vor dem ersten Viertelfinalspiel als Fahrplan für den Einzug ins Halbfinale gegen den TTG Bingen/Münster-Sarmsheim ein Sieg in Bad Driburg und ein Unentschieden in Busenbach angedacht. Das Freitagspiel begann mit den zwei gewonnenen Doppeln zwischen Mittelham/Sarah de Nutte und den beiden Busenbacher Nationalspielerinnen Tanja Krämer/Jessica Göbel (3:1) sowie Klee/Elena Waggermayer gegen Yvonne Kaiser/Anastasia Bondareva (3:1) für die Badestädter sehr erfolgreich. Lingens, der im oberen Paarkreuz auf entscheidende Siege hoffte, wurde von Mittelham nicht enttäuscht. Die Nationalspielerin setzte sich gegen die unbequeme Ex-Driburgerin Göbel in vier Sätzen durch und gewann auch ihr zweites Einzel gegen Busenbachs Spitzenspielerin Krämer (3:1). Dagegen patzte die unumstrittene Nummer Eins in Luxemburg, Sarah de Nutte. Sie verlor ihre beiden Spiele gegen Krämer (1:3) und Göbel (0:3) ziemlich deutlich. Besonders Göbel ("Gegen uns ist die immer Bombe", so Teambetreuer Kevin Kösling) zeigte sich äußerst emotional. Besonders in ihren Einzeln stampfte unter ihren Füßen öfters der Hallenboden. Auch brachte sie sich neben Busenbachs Teambetreuern Manfred Schwab und Andrej Bondarev immer wieder in ein persönliches Coaching im unteren Paarkreuz ein. Bad Driburgs Teamcoach Nadine Bollmeier versuchte ihrerseits mit Kösling Sophia Klee und Elena Waggermayer für ihre Matches aufzubauen. Im unteren Paarkreuz schaffte aber nur Klee gegen ihre Nationalmannschaftskollegin und Doppelpartnerin Anastasia Bondareva einen 3:0-Sieg. In ihrem zweiten Einzel gegen Yvonne Kaiser (0:3) verlor sie dann aber genauso wie ihre Mannschaftskollegin Waggermayer (1:3). Bad Driburgs Waggermayer, die definitiv zum letzten Mal für den TuS spielte, machte es nach ihrer Niederlage gegen Kaiser (1:3) gegen Bondareva nur im zweiten Satz spannend. Den verlor sie mit 13:15 äußerst knapp. In diesem letzten entscheidenden Spiel wurde Waggermayer in ihren Aktionen immer nervöser und ihre Kontrahentin pushte sich immer stärker. Bei ihrem Matchball zum 3:1 entlud sich die ganze Anspannung bei Bondareva mit der Anschuldigung, aus dem Publikum beleidigt worden zu sein.

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