In guter Form: Linda van de Leur-Creemers wird am Samstag Ersatz für Sarah de Nutte spielen und rückt auf Position zwei des Bundesligisten TuS Bad Driburg vor. Foto: Uwe Müller - © Uwe Müller
In guter Form: Linda van de Leur-Creemers wird am Samstag Ersatz für Sarah de Nutte spielen und rückt auf Position zwei des Bundesligisten TuS Bad Driburg vor. Foto: Uwe Müller | © Uwe Müller

TuS Bad Driburg strebt erneut ein Remis an

Tischtennis: In der Frauen-Bundesliga erwartet der TuS Bad Driburg die DJK Kolbermoor. Beginn ist am Samstag um 14 Uhr in der Grundschulturnhalle

Uwe Müller

Bad Driburg. Einen Heimsieg konnten die Fans des TuS Bad Driburg in dieser Bundesliga-Saison noch nicht bejubeln. Viermal trennten sich die Driburgerinnen 5:5 von ihrem Gegner. Zuletzt gegen die TTK Anröchte. Doch da war der TuS sehr nah dran am ersten Heimsieg, so dass Nina Mittelham und Co. mit viel Selbstbewusstsein ins Spiel gegen die favorisierte DJK Kolbermoor gehen können. Am Samstag, 10. Februar, beginnt das Bundesliga-Match um 14 Uhr in der Grundschulturnhalle in Bad Driburg. Das Hinspiel verlor der TuS in der Geburtsstadt von Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger klar mit 2:6. „Das hat auch mit der Aufstellung zu tun gehabt. Jetzt sind andere Voraussetzungen. Kolbermoor hat zurzeit nicht die stärkste Mannschaft“, meint TuS-Manager Franz-Josef Lingens. „Wir sind leichter Außenseiter, aber die Chance auf ein 5:5 sind gut“, fügt er an. Sein Optimismus wird bestärkt durch die Form von Nina Mittelham. Gegen Anröchte zeigte die 21-jährige Nationalspielerin ihre wahre Stärke, spielte aggressiv und holte drei Siege. „Nina ist wieder in Topform, so ist sie die deutsche Tischtennishoffnung! Endlich kann sie nach fast zwei Jahren mit Verletzungen wieder ihre volle Leistung abrufen“, ist Lingens froh. Ebenso stark spielte auch Sarah de Nutte, doch sie fällt am Samstag aus. Sie muss an den Meisterschaften in Luxemburg teilnehmen. „Das ist sehr schade, aber sie muss da mitmachen, da sie vom luxemburgischen Verband stark gefördert wird“, erklärt Lingens. Für de Nutte wird die Holländerin Linda van de Leur-Creemers auf die Position zwei rücken. Sie zeigte gegen Anröchte eine gute Leistung und daher hat auch Lingens ein gutes Gefühl. „Sie hat gegen Timina, die eine Abwehrspielerin ist, recht deutlich gewonnen. Ganina wird ihr daher auch liegen“, meint Driburgs Manager. Die Russin Svetlana Ganina war von 2001 bis 2005 in Bad Driburg und wird ebenso wie Katharina Michajlova, die bei Kolbermoor im unteren Paarkreuz spielt, an ihre alte Wirkungsstätte zurückkehren. Sophia Klee, die zuletzt nicht an ihre Topform herankam, und Standby-Profi Elena Waggermayer werden beim TuS Bad Driburg an den Positionen drei und vier an den Tischen stehen. „Wenn Nina ihre beiden Einzel wieder gewinnt, dann sind wir auf einem guten Weg. Kolbermoor hat an Vier nur eine Nachwuchsspielerin, da haben wir eine Chance“, rechnet sich Lingens aus. Mit einem weiteren Punkt oder sogar Sieg könnte der TuS einen großen Schritt Richtung Play-Off-Spiele machen. Die ersten sechs der Tabelle nehmen daran teil. Die ersten beiden Teams sind direkt für das Halbfinale qualifiziert. Der Drittplatzierte spielt gegen den Sechsten und der Vierte gegen den Fünften mit Hin- und Rückspiel um den Einzug ins Halbfinale. „Die Play-Offs haben wir schon so gut wie sicher. Unser Ziel ist es dann auch ins Halbfinale zu kommen“, sagt Lingens und hoff auch heute wieder auf die Unterstützung der Zuschauer. Gegen Anröchte sorgten 150 Fans für beste Stimmung. Info: Der TuS Bad Driburg hat sein Meisterschaftsspiel gegen den SV Böblingen vom 11. März auf den 24. Februar verlegt. Im März würde Sophia Klee wegen ihrer Teilnahme an der U21-EM fehlen. Somit hat der TuS ein strammes Programm vom 23. bis 25. Februar vor sich: am Freitag steht das Europa-League-Spiel gegen TMK Tagmet Taganrog an, am Samstag das Bundesligaspiel gegen Böblingen und am Sonntag das Auswärtsspiel gegen die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim.

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