Kurz vorm großen Erfolg: Der TuS Bad Driburg war noch nie im Deutschen Pokalfinale. Nun sind Manager Franz-Josef Lingens und seine Spielerinnen nur einen Schritt davon entfernt. Vorher muss am Sonntag aber noch der Zweitligist Langstadt besiegt werden. - © Foto: Uwe Müller||
Kurz vorm großen Erfolg: Der TuS Bad Driburg war noch nie im Deutschen Pokalfinale. Nun sind Manager Franz-Josef Lingens und seine Spielerinnen nur einen Schritt davon entfernt. Vorher muss am Sonntag aber noch der Zweitligist Langstadt besiegt werden. | © Foto: Uwe Müller||

Hannover/Bad Driburg Die große Chance aufs Finale

Tischtennis: Der Frauen-Bundesligist TuS Bad Driburg steht am Sonntag im Final-Four in Hannover und spielt um den Deutschen Pokal

Christian Seel

Hannover/Bad Driburg. Es ist die einmalige Chance für den TuS Bad Driburg ins Deutsche Pokalfinale zu kommen. Der Tischtennis-Bundesligist hat sich mit zwei Siegen beim Qualifikationsturnier in Seligenstadt gegen den MTV Tostedt und die Leutzscher Füchse das Ticket für die Pokalfinalrunde Final Four, die am Sonntag in Hannover stattfindet, gesichert. Im Halbfinale trifft der TuS auf den Zweitligisten TSV Langstadt, der vorher überraschend die beiden Erstligisten Kolbermoor und Böblingen besiegen konnte. Im anderen Halbfinale stehen sich die TTG Bingen/Münster-Sarsheim und der Topfavorit und Seriensieger TTC Eastside Berlin gegenüber. Der TuS Bad Driburg ist gegen die TSV Langstadt favorisiert, ist jedoch gewarnt. "Wir sind sehr froh den vermeintlich leichteren Gegner erwischt zu haben. Jedoch sind wir gewarnt, der hessische Zweitligist könnte mit ihrer Topspielerin aus Indien Archanta Girish Kamath spielen. Sie ist in der Weltrangliste die Nummer 219 und sie haben bereits zwei Bundesligisten besiegt. Es wäre toll, wenn wir das Finale des Final Four erreichen können, aber es ist alles andere als ein Selbstläufer. Wir erwarten gegen Langstadt einen großen Kampf", sagt Manager Franz Josef Lingens. Mit Spannung wird somit erwartet, wie die Mannschaftsaufstellung der Hessinnen sein wird? Mit Alena Lemmer verfügen sie an Position zwei über eine erfahrene Bundesligaspielerin, die an einem guten Tag jeden schlagen kann. Die ehemalige Schülerinnen-Europameisterin aus Nordhessen ist durch das gemeinsame Training mit Sophia Klee im Olympiastützpunkt Frankfurt bekannt. Ebenso werden die Spielertrainerin Monika Pietkowicz und die jungen Janina Kämmerer und Anne Bundesmann mit von der Partie sein. Trainer Manfred Kämmerer will sich selbstverständlich noch nicht in die Karten schauen lassen, stapelt tief und schiebt die Favoritenrolle dem TuS Bad Driburg zu: "Wir machen uns nichts vor und hoffen, dass wir Driburg etwas ärgern können. Zu mehr wird es nicht reichen." »Es ist alles andere als ein Selbstläufer« Spannung und fantastische Ballwechsel sind vorprogrammiert. Entscheidend für den TuS Bad Driburg wird sein, ob man taktisch und mental bereit ist die Aufgabe anzunehmen. Mit Nina Mittelham und Sarah de Nutte verfügt der TuS Bad Driburg sicher über die besseren Spielerinnen. Das drückt auch die neue Weltrangliste aus, indem beide Akteurinnen unter den Top 80 gelistet sind. De Nutte hat sich am vergangenen Wochenende in einer starken Verfassung gezeigt, während Mittelham einen schlechten Tag erwischte. An Position drei wird Lingens Sophia Klee einsetzen. Sie wird es aufgrund ihres Alters und ihrer aktuellen Formkrise schwer haben. Seit fünf Spieltagen konnte sie kein Einzel mehr gewinnen und es scheint als fehle ihr in den entscheidenden Momenten aktuell die Durchsetzungskraft, die taktische Finesse und das Selbstvertrauen. Die Spiele beginnen am Sonntag mit dem Halbfinals um 10 Uhr in der Swife Life Halle in Hannover. Der TuS Bad Driburg schlägt dann gegen den TSV Langstadt auf. Bei einem Sieg wartet um 13.30 Uhr der Sieger aus der Partie TTG Bingen gegen TTC Eastside Berlin. Die Spiele können live auf Sportdeutschland.tv verfolgt werden.

realisiert durch evolver group