Gut in Form: Pauline Starke (r., 19) aus Höxter ist die Nr. 1 in der Junioren-Weltrangliste. - © Foto: EJU/Photographer||
Gut in Form: Pauline Starke (r., 19) aus Höxter ist die Nr. 1 in der Junioren-Weltrangliste. | © Foto: EJU/Photographer||

Höxter Pauline Starke unterliegt im Finale

Judo: Höxteranerin wird Zweite beim Junioren-Europa-Cup im litauischen Kaunas

Höxter (nw). Beim Junior European-Judo-Cup im litauischen Kaunas verpasste die aus Höxter stammende Wahlhannoveranerin Pauline Starke ihren ersten Europacup-Sieg in diesem Jahr. Sie verlor gegen die Niederländerin Larissa van Krevel. Als absolute Top-Favoriten ging die an Nummer eins gesetzte Höxteranerin Pauline Starke in Kaunas bei ihrem ersten Europa-Cup in diesem Jahr an den Start. Die in Hannover lebende und trainierende Abiturientin aus Höxter war im April erstmalig die Nr. 1 der Weltrangliste. Entsprechend hoch sind bei internationalen Starts die Erwartungen des Bundestrainers und anderer Sportfunktionäre. Eine neue Rolle für die erst 19-Jährige amtierende Junioren-Europameisterin, die bis zum Titelgewinn mehr zu den Jägern als zu den Gejagten zählte. Anfang März fegte Starke bei den Deutschen Junioren Einzelmeisterschaften in Frankfurt/Oder fast im Sekundentakt ihre Konkurrenz von der Matte. Nach nur 24 und 25 Sekunden sowie 2,08 Minuten stand Starke im Halbfinale, das sie in der Rekordzeit von nur acht Sekunden gegen die Badenerin Xenia Coban für sich entschied. Trainer und Athletin wähnten den Titel bereits in der Tasche, als eine misslungene Wurfaktion Pauline Starke im Finale verletzungsbedingt zur Aufgabe zwang - der Titel ging damit an die ein Jahr jüngere Münchnerin Jana Ziegler. Nun wiederholten sich in Litauen fast die Ereignisse. Im Eiltempo jagte Starke durch Vorrunde, Viertel- und Halbfinale, siegte dreimal vorzeitig gegen Ernesta Cirvinskaite (Litauen) nach acht Sekunden, Anna Surova (Ukraine) nach 49 Sekunden und Lesley Koorn (Niederlande) nach 1,30 Minuten, scheiterte aber dann in einem hoch dramatischen Finale trotz Führung mit Haltegriff an Larissa van Krevel. "Paulines Weg geht weiter nach oben. Sie ist enorm trainingsfleißig und hat noch lange nicht ihr volles Potenzial ausgeschöpft", meint Trainer Raik Schilbach vom Olympiastützpunkt in Hannover. Seit Anfang des Jahres gehört die Höxteranerin, die noch bei ihrem Grand Prix Debüt der Frauen in Düsseldorf patzte, zum Perspektivkader für die Olympischen Spiele 2020/2024.

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