Löhne TV Löhne-Bahnhof gewinnt gegen den Tabellenvorletzten Hertener Löwen II locker mit 83:68

Gäste aus Herten erzielen elf Dreier

Egon Bieber

Löhne. Sie zähmen die Löwen und legen sie an die Kette - und das im Ruhe-Modus. Basketball-Oberligist TV Löhne-Bahnhof gewann locker, flockig mit 83:68 (42:28) gegen den Tabellenvorletzten Hertener Löwen II und hätte bei höherer Konzentration unter dem Korb auch dreistellig gewinnen können - und zum ersten Mal in dieser Saison die 100-Punkte-Marke knacken können. Es war reine Kopfsache. "Die Hertener waren nur mit fünf Spielern und ohne Trainer angereist, und da standen sie von vorn herein auf verlorenem Posten. Der Sieger stand bereits vor dem ersten Ballkontakt fest. Da war es für unsere Spieler schon schwierig, sich voll fokussiert auf dieses Spiel zu konzentrieren, fehlte es einfach an der Körperspannung", resümierte der Löhner Trainer Lukas Manske und ergänzte: "Bedingt durch Unkonzentriertheiten haben wir viele Bälle leichtfertig weggeschenkt und sind auch nicht energisch drauf gegangen. Mindestens 15 Punkte haben wir bei leichten Korblegern, die dann nicht zu Punkten führten, verschenkt." Die Löhner wurden von den "Löwen" niemals ernsthaft gefordert, spulten ihr Pensum routiniert herunter - und erzielten ihre 83 Punkte mehr aus dem Ruhe-Modus heraus. Ab und an zogen die Gastgeber das Tempo an und setzten sich dann jeweils klar ab. Der Vorsprung variierte zwischen 14 Punkten (beim Halbzeitstand von 42:28), des öfteren über 20 bis in der Spitze bei 22 Punkten beim 63:41 in der 29. Spielminute. Das Spektakuläre an diesem Match war die enorme Treffsicherheit aus der Distanz vor allem der Hertener Nummer 5 und 30. Rund die Hälfte ihrer Punkte (elf Drei-Punkte-Würfe, davon traf die Nummer 5 allein sieben Mal) erzielten die "Löwen" mit Dreiern. "Die haben einfach gezockt, weil sie nichts zu verlieren hatten - und haben dabei sehr gut getroffen", sagte Lukas Manske. Erfolgreich mit Dreiern bei den Löhnern war insbesondere Tobias Imort, der drei Mal fast am Stück traf. Den spektakulärsten Dreier mit der Schluss-Sirene für das dritte Viertel kredenzte ein Hertener Spieler, als er den Ball weiter als über das halbe Feld mit beiden Händen mal locker Richtung Korb pfefferte - und auch noch traf! TV Löhne-Bahnhof: Letmade, Kruszynski (3, 1 Dreier), Imort (10, 3 Dreier), Klemme (8), Schürmeyer (2), Meier (11), Müller (20), Wein (7, 1 Dreier), Kinder (10), Rahmöller (12, 2 Dreier). Viertel-Ergebnisse: 23:16, 19:12, 21:19 und 20:21.

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