Löhne Frauen des TTC Mennighüffen bezwingen Brauweiler mit 8:3

Mennighüffen baut seinen Vorsprung aus

Stefan Hageböke

Löhne-Mennighüffen. Maximal noch zwei Punkte ist der TTC Mennighüffen von Meisterschaft und Regionalliga-Aufstieg entfernt. Dem ungeschlagenen Spitzenreiter der Frauentischtennis-Oberliga gelang trotz eines Fehlstarts in den Doppeln ein am Ende standesgemäßes 8:3 (28:16 Sätze) gegen den abstiegsbedrohten TTC GW Brauweiler. Zudem profitierte er von der 4:8-Heimpleite seines ärgsten Verfolgers Anrather TK RW gegen den TTC Mariaweiler. "So etwas ist uns bisher noch nicht passiert", kommentierte Geschäftsführer Christoph Brockmeier die erstmalige saisonale Nullrunde in den Doppeln. "Dabei waren wir gar nicht einmal so schlecht. Unsere Gegner haben auch ganz gut agiert", was entgegen des Relegationsplatzes auch die insgesamt dreistündige Brauweiler Gegenwehr belegt. "Nur gut, dass wir mental unglaublich stabil sind und dadurch auch auf unsere Einzelstärke vertrauen können", fährt Christoph Brockmeier fort. Zu Beginn erwischten die ohne ihre Spitzenkraft Liza-Marie Siegmund (Gesamtbilanz 16:8) angereisten Rheinländerinnen den TTCM auf dem falschen Fuß. So bezogen Sina Tiemann/Tabea Brockmeier (gegen Julia Kirsch/Nicole Spieß) und Jessica Beljan/Heindrikje Haas (gegen Annette Schimmelpfennig/Jennifer Schmitz) jeweils ihre ersten Neujahrspleiten. Damit ging der Primus mit einer 0:2 betragenden Hypothek in die Einzel. In diesen gelang umgehend der Ausgleich. Ohne Satzverlust bezwangen Jessica Beljan und Sina Tiemann ihre Widersacherinnen Nicole Spieß und Julia Kirsch. Danach ließ Tabea Brockmeier gegen Jennifer Schmitz über die volle Distanz die Chance zur Führung aus, was aber die in 2017 noch immer ungeschlagene Heindrikje Haas (Bilanz 6:0) mit ihrem 3:1 über Annette Schimmelpfennig postwendend begradigte. Durch den von Beljan und Tiemann erfolgreich gestalteten zweiten Einzelrundenauftakt übernahm Mennighüffen mit 5:3 erstmalig die Führung. Danach wehrte Tabea Brockmeier im vierten Satz gegen Schimmelpfennig zwei Matchbälle ab, verspielte im fünften Durchgang zunächst ein 8:3, ehe sie ihre dritte Option zum Matchgewinn nutzte. Ihr darauffolgendes 3:1 gegen die ans erste Brauweiler Brett hochgerückte Kirsch bedeutete den Schlusspunkt. "Bei Tabea ist das derzeit eine Frage des Selbstvertrauens", kommentiert Christoph Brockmeier die sportliche und nervenaufreibende Achterbahnfahrt seiner Gattin. "Unsere beiden Fünfsatzsiege beim Stand von 5:3 haben Brauweiler dann den Zahn gezogen." Hauptprotagonistin des besagten zweiten Schlüsselspiels war Haas durch ihr 3:11, 12:10, 17:15, 7:11, 11:7 gegen Schmitz. Wohlwollend wurde der Anrather Fehltritt im Mennighüffener Lager registriert. "Wir hatten durchaus darauf spekuliert, dass Anrath mal Federn lassen würde. Jetzt ist der Drops fast schon gelutscht. Selbst wenn wir wider Erwarten nächste Woche in Holzbüttgen verlieren sollten. Zu Hause gegen Schlusslicht Wuppertal müssten das fehlende Stück allemal erreicht werden", lauten die Rechenspiele von Christoph Brockmeier.

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