Löhne-Mennighüffen Handball-Oberliga: Pierre Limberg übernimmt den VfL Mennighüffen

VfL Mennighüffen verpflichtet einen neuen Trainer bis zum Ende der Saison. Der 41-Jährige spielte einst für den HCE Bad Oeynhausen

Jürgen Krüger

Handball-Oberligist VfL Mennighüffen hat einen neuen Trainer: Pierre Limberg übernimmt die Mannschaft ab sofort und löst damit das Interimsgespann Georgios Triantafillou und André Zwiener ab. Der VfL wird normalerweise von Zygfryd Jedrzej trainiert, der allerdings schwer erkrankt ist und nicht vor Februar kommendes Jahr zurückerwartet wird. Als Kreisläufer in der Bundesliga gespielt Limberg hatte zuletzt drei Jahre lang den Nordsee-Oberligisten TV Bissendorf-Holte trainiert, seinen Vertrag nach Abschluss der vergangenen Saison aber nicht verlängert. „Ich habe eine Pause gemacht", sagt der erfahrene Handballer. Doch nach rund sieben Monaten Abstinenz vom Handball verspürt er wieder Lust. „Da fehlte etwas", gibt Limberg zu. Geboren in Bielefeld verbrachte der Kreisläufer seine Handballjugend bei der TG Lage. Von dort wechselte er zum Regionalligisten SC 93 Bad Salzuflen. Schnell merkte er, dass er als Nachwuchsspieler kaum Spieleinsätze bekam und so zog es  ihn zum damaligen Oberligisten HCE Bad Oeynhausen, der vom ehemaligen Bundesligaspieler Joachim Sproß trainiert wurde. „Giorno gab jungen Spielern eine Chance. das hat mir gut getan", sagt Limberg. Er schaffte den Sprung in die 2. Bundesliga beim damaligen Fusionsverein HSG Bielefeld, spielte zweieinhalb Jahre lang in Emsdetten (2. Liga) und anschließend sieben Jahre lang beim Hildesheimer Handball-Denkmal Gerald Oberbeck, sechs Jahre 2. Bundesliga und ein Jahr 1. Bundesliga. Es folgten kurze Spielphasen bei den Drittligisten TBV Lemgo II, HSV Hannover und TSG Altenhagen/Heepen. Zurück zu den Wurzeln Seine erste Trainerstation war im Spieljahr 2012/13 sein Heimatverein TG Lage, mit dem er gleich von der Bezirksliga in die Landesliga aufstieg. Drei Jahre lang führte er danach die Geschicke beim Nordsee-Oberligisten TV Bissendorf-Holte, mit dem er dreimal in Folge den Schweneker-Cup beim VfL Mennighüffen gewann. Mit seiner Mannschaft, die ein Durchschnittsalter von 22,5 Jahren hatte, wurde er in der abgelaufenen Saison Zweiter. Mit dem VfL schon vor vier Jahren gesprochen Gespräche mit dem VfL Mennighüffen bestätigt Limberg schon vor vier Jahren. „Da sind wir aber irgendwie nicht zueinander gekommen", sagte er. Damals wurde Zygfryd Jedrzej verpflichtet, mit dem der VfL zu dieser Saison in die Oberliga Westfalen aufgestiegen ist. „Das Ziel eines Aufsteiger ist es in der Regel nicht wieder abzusteigen, und das ist hier genauso. Ich werde ganz sicher nicht an 45 Stellschrauben auf einmal drehen, sondern werde versuchen, die Mannschaft weiter zu entwickeln und so schnell wie möglich den Klassenerhalt zu erreichen", so der kaufmännischer Angestellte, der mit seiner Familie, zu der auch zwei Kinder gehören, in Lemgo lebt und dort auch arbeitet. Verpflichtung mit "Siggi" Jedrzej abgesprochen Die Neuverpflichtung Limbergs sei mit der Mannschaft und dem erkrankten Trainer „Siggi" Jedrzej abgesprochen, teilt der VfL mit. „Für Georgios Triantafillou und André Zwiener war die Aufgabe sehr schwierig und zeitintensiv. Der Verein ist der Meinung, dass es einen Hauptverantwortlichen geben muss, und dass die Mannschaft eine klare Ansprache durch eine Peron haben sollte. Das ist schon der hohen Qualität der Spielklasse geschuldet. Mit Pierre Limberg haben wir einen sehr guten Trainer gefunden, der viel Erfahrung als Spieler und Trainer im höheren Leistungsbereich mitbringt", erklärt VfL-Teammanager Klaus Gerkensmeier die Entscheidung.

realisiert durch evolver group